Saartire: Der nächste Dalai Lama ist Saarländer


Bildmontage: HF

25.03.08
SaarlandSaarland, News 

 

Alle Vorzeichen stimmen bei Kai Uwe

Von Claude Michael Jung

Trotz wolkenverhangenem Himmels stand bei Kai Uwe Schlaubergers Geburt ein Regenbogen, mitten in der Nacht, über der Entbindungsstation des „Krankenhaus am Fluss" in Saarbrücken. Als die glückliche Mutter, Elvira Schlauberger, den neugeborenen Panns (saarl. Knabe) zum ersten mal in ihren Armen hielt begannen die Feuerwehrsirenen im ganzen Land zu heulen und das Schneegestöber draußen verwandelte sich zu einem strömenden Sternschnuppenschauer.

Der in solchen Fällen stets um Rat gebetene große saarländische Astrologe und Magier Claudius Pups Pupus bestätigte, was alle bereits ahnten: „An der Saar, dem großen Strom des Abendlandes, wurde soeben der nächste Dalai Lama geboren", lautete die Verkündigung des erhabenen Saar-Magiers. Gemäß den traditionellen tibetischen Glücksriten, blies Claudius Pups Pupus sodann dem zukünftigen Dalai Lama eine große Portion Puderzucker in den Hintern, und salbte ihn mit Armoracia rusticana – (dt.Meerrettisch) und Senf. Eine große Flasche Maggi war ebenfalls rasch zur Hand und der neugeborene Panns Kai Uwe konnte dann, gut mit Maggi gesegnet und gewürzt, in den Armen der überglücklichen Mutter, sein erstes Bäuerchen heraus rülpsen.

Wie eine Bombe schlug die Nachricht aus Saarbrücken in den Mönchsklöstern Tibets ein. Während die Einen beim beten für die, von den USA geplante Abspaltung von China waren, wurden Andere beim vormittäglichen onanieren gegen die chinesische Zentralregierung kalt erwischt. In einem Kloster am Rande der tibetischen Hauptstadt Lhasa wurden die Mönche gerade beim reinigen ihrer automatischen Sturmgewehre von der Botschaft aus Saarbrücken überrascht. Dabei löste sich ein sauberer Schuss und trennte den konsternierten Mönch Peng Hui Wesch, von seinem Hoden. „Die Eier waren sowieso unnötig", sagte der Anführer des Klosters gegenüber einem chinesischen Reporter.

Die Nachricht von der frühzeitigen Reinkarnation des Dalai Lamas im Saarland sorgte auch auf dem Mount Everest für Tumulte und Chaos. Der Yeti tanzte mit seiner Frau Lawinia und löste dabei eine Lawine nach der anderen aus. Sämtliche Bergsteigerrouten sind bis auf Weiteres unbegehbar und auch die höchste Frittenbude der Welt wurde durch die Lawinenabgänge schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Derweil hat die chinesische Botschaft in Berlin eigens eine Expertenkommission an die Saar entsandt, um auszubaldowern, ob der Frischling Kai Uwe Schlauberger tatsächlich der nächste Dalai Lama ist. Nachdem Elvira Schlauberger, die Mutter des neu geborenen Dalai Lamas der chinesischen Delegation von der Spree versichert hat, dass ihr fast 5 Kilo schwerer Panns auch einen echt saarländischen Vater hat, zeigten sich die Pekinger Regierungsvertreter erleichtert darüber, dass der kleine Dalai Lama kein Pfälzer, sondern ein echt saarländisches Genie ist. Zur Eröffnungsfeier der kommenden Olympiade in Peking soll Kai Uwe Schlauberger der Weltöffentlichkeit präsentiert werden und auf den Armen seiner Mutter, als erster Saarländer der Weltgeschichte, das olympische Feuer anzünden.

Unterdessen wurde bekannt, das demnächst auch in den USA eine Reinkarnation des Dalai Lama das Licht der Welt erblicken soll. In einem geheimen Labor der CIA sollen Wissenschaftler bereits den zukünftigen Herrscher Tibets angerührt haben. Wie bekannt wurde sind im Vorfeld mehrere dieser Laborversuche bereits gescheitert. Die, in Handarbeit gerührt und geschüttelten Embryos, trugen samt sonders die Gesichtszüge des US Präsidenten George Walker Bush und mussten mit dem Stempel „Unbrauchbar" versehen, durch den Ausguss entsorgt werden, meldete das investigative Politmagazin „Zappenduster".

Wie wenige Minuten vor Redaktionsschluss durchsickerte, hat sich der bekannte saarländische Thekenphilosoph Max Flabbes als Vater des neugeborenen Dalai Lamas geoutet. Wie Max Flabbes an seiner Theke in der Saarbrücker Raucherkneipe „Zum blauen Papagei" sagte, will er im Falle eines Rücktritts des aktuellen Dalai Lamas, bis zur Volljährigkeit seines Sohnemanns, die Regierungsgeschäfte als Saarlai Lama in Tibet übernehmen. Die raufenden Mönche Tibets will Max Flabbes mit der saarländischen Devise „Hauptsach gudd gess" zum Frieden erziehen und danach mit dem Yeti und seiner Frau Lawinia in Lhasa eine echt saarländische Raucherkneipe eröffnen. Wie es heißt, sollen die ersten „Bierfässer für den Frieden" bereits nach Tibet unterwegs sein.

Au, den 25. März 2008







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