DIE LINKE. im Stadtrat: Nach tödlichem Unfall – Radverkehr sicherer machen!

12.09.19
SaarlandSaarland, News 

 

Von Linksfraktion Saarbrücken

Vor dem Hintergrund eines tödlichen Unfalls in der Saarbrücker Innenstadt, bei dem ein Fußgänger nach einer Kollision mit einem Radfahrer, den er wegen parkender Autos nicht gesehen hatte, ums Leben gekommen war, fordert die Linksfraktion im Saarbrücker Stadtrat Konsequenzen. Die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion, Jasmin Pies, konkretisiert:

„Die Straßen gehören dem Kraftverkehr, die Radwege den Radfahrern und die Fußwege den Fußgängern. Wenn diese Prämisse im Wesentlichen beherzigt wird, sollte der innerstädtische Verkehr reibungslos ablaufen. Wir fordern angesichts des tragischen Unfalls vier Maßnahmen: 1. Parkverbot auf Radwegen und auf Fußwegen, wenn dafür ein Radweg gekreuzt werden muss, 2. Abgrenzung der Radwege gegen den fließenden KFZ-Verkehr durch Randsteine oder flexible Poller und gut sichtbare Abgrenzung gegen Fußwege, 3. Radfahrer steigen in den Fußgängerbereichen ab oder fahren zumindest Schritttempo (Tempolimit!), 4. getrennte Ampelschaltungen für Kraftverkehr, Radfahrer und Fußgänger, wo deren Wege sich kreuzen. Es muss dafür Sorge getragen werden, dass die drei Gruppen von Verkehrsteilnehmern sich nicht ins Gehege kommen. Leidtragende sind ansonsten häufig die schwächsten Verkehrsteilnehmer, nämlich Fußgänger.“

Es lasse sich nicht vermeiden, so Pies weiter, dass Radfahrer derzeit auf Straßen ausweichen müssten, wo Radwege fehlten. Es sei deshalb außerdem dafür zu sorgen, das Radwegenetz in Saarbrücken so auszubauen, dass Radfahrer zukünftig nicht mehr auf öffentliche Straßen angewiesen seien, um von A nach B zu kommen.

„Es wird auch in Zukunft noch Unfälle geben, die sich niemals ganz vermeiden lassen. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse muss jedoch gehandelt werden. Das Fahrrad als Verkehrsmittel kann nicht mehr mit dem Image der Unschuld ausgestattet bleiben. Sobald wir das Fahrradfahren zum politischen Verkehrsleitmotiv erheben, müssen wir auch klare Regelungen und Auflagen dafür beschließen“, so Pies abschließend.







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