DIE LINKE im Stadtrat: Resolution zu Gewalt gegen Frauen – LINKE beantragt Kontingentwohnungen für Frauenhäuser

04.12.19
SaarlandSaarland, Feminismus, News 

 

Von Linksfraktion Saarbrücken

Anlässlich der Pressemeldungen zur Auslastung der saarländischen Frauenhäuser und vor dem Hintergrund der soeben einstimmig durch den Saarbrücker Stadtrat verabschiedeten Resolution „Nein zu Gewalt gegen Frauen“ beantragt die linke Stadtratsfraktion die Bereitstellung von Kontingentwohnungen für von Gewaltausübung betroffene Frauen. Der Fraktionsvorsitzende Michael Bleines erläutert:

„Eine Anfrage unsererseits bei den saarländischen Frauenhäusern hat ergeben, dass diese im Augenblick zwar nicht überlastet, aber durchaus bis an die Grenze ausgelastet sind. Es ist wohl noch nicht notwendig, die Alarmglocken zu läuten, aber man muss die weitere Entwicklung im Auge behalten. Die Tendenz in der Anzahl hilfesuchender Frauen ist weiterhin steigend.

Ein anschließendes Gespräch mit der zuständigen Bereichsleiterin der Arbeiterwohlfahrt (als Trägerin der Frauenhäuser) hat aber durchaus noch andere Schwierigkeiten zu Tage gefördert, mit denen die Frauenhäuser zu kämpfen haben.“

Es gebe beispielsweise immer wieder Fälle, so Bleines weiter, bei denen hilfesuchende Frauen – oftmals Alleinerziehende mit Kindern – aus unterschiedlichen, spezifischen Gründen nicht in den Frauenhäusern selber aufgenommen werden könnten, sondern eigenen Notwohnungen zugewiesen würden. Aufgrund der Engpasslage auf dem Wohnungsmarkt werde es für die Frauenhäuser aber immer schwieriger, geeignete Wohnungen für die betroffenen Frauen und ihre Kinder kurzfristig zu finden. In einer Notsituation müsse schnell gehandelt werden; eine langwierige Wohnungssuche sei hier unangebracht.

„DIE LINKE beantragt daher die Bereitstellung von geeigneten Kontingentwohnungen durch die Landeshauptstadt Saarbrücken in Absprache mit den Frauenhäusern, damit im Falle der Notwendigkeit schnellstens und möglichst unbürokratisch eine geeignete Bleibe für in Not geratene Frauen und ihre Kinder zur Verfügung steht. Wir appellieren hiermit an alle Saarbrücker Stadtverordneten, fraktionsübergreifend mit uns dafür zu sorgen, dass die Resolution ‚Nein zu Gewalt gegen Frauen‘ nicht bloß eine abstrakte Willensbekundung bleibt, sondern durch diese und andere Maßnahmen in praktische und notwendige Hilfeleistungen umgewandelt wird“, so Bleines abschließend.







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