Für eine offensive Gegenwehr!

06.10.19
SaarlandSaarland, Arbeiterbewegung, News 

 

Diskussion zum Stahlprotest und zur Krise im Saarland

Von Kulturwerkstatt Beckingen

Der Vorstand von Dillinger und Saarstahl will tausende Arbeitsplätze streichen. So wurde es vom Vorstand und über die Köpfe der Belegschaft hinweg entschieden. Die Fürbitten und das Vorsprechen von Betriebsräten und Gewerkschaften "bei unseren drei Saarländern" in Berlin, blieb ergebnislos. Es geht jetzt um den Abbau von 1.500 Stellen, das Outsourcing von 1.000 Stellen und um über 500 Zeitarbeitsverträge, die der Vorstand nicht verlängern will. In der Summe geht es um über 3.000 Arbeitsplätze, um jeden 4. Arbeitsplatz in der Stahlindustrie. Die Situation im Saarland spitzt sich damit weiter zu. Nimmt man alle Branchen hinzu, sind derzeit 12.000 Arbeitsplätze im Saarland akut gefährdet.

Die Beschäftigten und ihre Interessenvertretungen befinden sich in einem permanenten Abwehrkampf. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen und aus den Niederlagen in den vergangenen Jahren muss eine Gegenwehr entwickelt werden. Dazu gehört auch, dass wir uns von der Illusion befreien, durch Sozialpartnerschaft auf gleicher Augenhöhe mit Regierung und Wirtschaft verhandeln zu können. Der Vorstand von Dillinger und Saarstahl bemüht sich nicht einmal mehr, eine Illusion davon aufrechtzuerhalten.

Die Kulturwerkstatt in Beckingen lädt zur Diskussion ein, welche Gegenstrategien vor diesem Hintergrund entwickelt werden könnten.

Für die Verteidigung aller Arbeitsplätze und besonders für die Kolleginnen und Kollegen mit Zeitarbeitsverträgen, weil sie das erste Einfalltor zum Arbeitsplatzabbau und zur Schwächung der Belegschaften sind. An der Diskussion wird auch Prof. Heinz Bierbaum teilnehmen. Weitere Beiträge sind angefragt und erwünscht. Kontakt: info@kulturwerkstatt-beckingen.de

Termin: So., 13. Oktober 2019 ab 10:30 Uhr Beckingen, Niklolausstr. 6







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