Corona - Krise auf Kosten der Schwachen!

24.06.20
SaarlandSaarland, News 

 

Von Linksfraktion Saarbrücken

Linke unterstützt Aktion der KünstlerInnen vor dem Staatstheater

"Es darf nicht sein", so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarbrücker Stadtrat, Patricia Schumann, „dass diese Krise zu einer Krise auf Kosten der Schwachen wird, zu einer Krise vor allem für diejenigen, die sowieso schon wenig Unterstützung erhalten.

Die Schwachen, das sind oft genug auch KünstlerInnen, Kulturschaffende, Soloselbstständige. Diese haben sich am letzten Montag nun auf dem Platz vor dem Staatstheater in Saarbrücken versammelt, um auf ihre Situation und die Notlage aufmerksam zu machen.

Corona brachte viele Probleme, die immer schon latent vorhanden waren, ans Tageslicht. In der Pandemie-Krise wurden Missstände offenbar, vor denen man nicht länger die Augen verschließen kann. Auch KünstlerInnen und Kulturschaffende sind hierbei erst einmal durch das sozialpolitische Raster gefallen, insbesondere KleinkünstlerInnen, die vielfach von der Hand in den Mund leben müssen, von Auftritt zu Auftritt, von Aktion zu Aktion. Sie sind durch das Verbot von Veranstaltungen und Auftrittsmöglichkeiten aufgrund der Corona-Krise besonders hart betroffen und oftmals auch existenziell bedroht.

Wir alle, insbesondere die Entscheidungsträger in der Politik, sollten uns darüber im Klaren sein, dass auch KünstlerInnen und Kulturschaffende systemrelevant sind. Kunst bildet, Kunst klärt auf, Kunst unterhält, Kunst erweitert den Horizont, Kunst verbindet, Kunst macht Spaß, Kunst gehört zum Leben und Kunst schafft Identität!.

Die Stadt Saarbrücken hat eine entsprechende Anfrage der Linksfraktion zur Situation der Betroffenen mit einem Konzept zur Unterstützung von KünstlerInnen beantwortet. Ob dies ausreicht, wird sich zeigen. Denn in anderen Bereichen sehen wir Besorgnis erregende Entwicklungen unter ‚Jamaika‘, beispielsweise die Ablehnung der Weiterfinanzierung der Saarbrücker Hefte, die uns ernsthaft an der kulturpolitischen Kompetenz dieser Koalition aus CDU, FDP und GRÜNEN zweifeln lässt.

Die LINKE im Saarbrücker Stadtrat wird weiterhin ein besonderes Augenmerk auf die Kulturszene in Saarbrücken richten und sich vehement für ein breit gefächertes Kulturangebot einsetzen. Kunst und Kultur sind vielleicht nicht alles, aber ohne Kunst und Kultur ist alles nichts.“







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