Thomas Lutze (MdB): Innenminister Boullions Aussagen sind mehr als grenzwertig.

13.03.20
SaarlandSaarland, News 

 

Von DIE LINKE. Saar

„Zunächst einmal geht es darum, dass die Franzosen wissen, wenn sie
kommen, sie werden überprüft. (…) wenn es gelingt einige zu finden, die
wir zurückschicken…“, so der saarländische CDU-Innenminister am 12. März
2020.

Hierzu erklärt Thomas Lutze, Landesvorsitzender der Saar-Linken: „Ob
solche Grenzkontrollen wirklich etwas bringen ist die eine Frage.
Schlimm ist die Sprache des CDU-Ministers. Sie erinnert an die sechziger
und siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als man im Saarland
zum Teil verächtlich über „die Franzosen“ sprach. Scheinbar ist bei
Boullion hier die Zeit stehengeblieben. Dass es seit Jahrzehnten eine
Entwicklung hin zu einer Großregion gibt, in der man eng
zusammenarbeitet, scheint im Krisenfall nicht zu interessieren. Und wenn
man schon in dieser gestrigen Logik verfährt, dann vergisst der
Innenminister, dass viele Grenzpendler gar keine Franzosen sind, sondern
Deutsche, die hinter der Grenze wohnen.

Anstatt also eine national geprägte Konfrontation zu propagieren, sollte
das Innenministerium alles unternehmen und mit den zuständigen Behörden
in Frankreich und Luxemburg eng zusammenarbeiten. Der Wert einer
grenzüberschreitenden Großregion zeigt sich im Krisenfall. Boullions
Aussagen sind da alles andere als hilfreich.“

 







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