Windkraft-Diskussion: Kritischer Blick in Richtung Hoxberg 15. Mai 2019

24.05.19
SaarlandSaarland, News 

 

Von Waltraud Andruet

Windkraftdiskussion der FWG nur mit Windradgegnern und einem AfD-Mitglied

Die Informationsveranstaltung der FWG zum geplanten Windpark in Saarwellingen am 15. Mai endete ohne jede Diskussion. Horst Brünnet als Moderator und Vorsitzender der Freien Wähler Gemeinschaft hatte nach den einseitigen Referaten die Veranstaltung für beendet erklärte, obwohl ein Besucher versuchte, am Mikrofon verschiedene Themen und Zahlen der vorherigen Darstellung entgegen zu halten. Daraufhin wurde ihm kurzerhand das Mikrofon abgestellt, mit dem Hinweis: „Ihr könnt dazu eine eigene Veranstaltung machen.“

Die Veranstaltung der Freien Wählergemeinschaft Saarwellingen-Reisbach-Schwarzenholz am 15. Mai gegen die geplanten Windräder am Hoxberg war zustande gekommen, weil sie, nachdem die Gemeinde Saarwellingen im November 2018 zu einer Infoveranstaltung zu dem geplanten Windpark die Bürger/innen eingeladen hatte, bemängelt hatte, es sei zu kurzfristig eingeladen worden und zu einseitig darüber informiert worden. Deshalb fand nun wahlkampfgerecht am 15. Mai eine eigene Veranstaltung der FWG statt. Mit Prof. Dr. Jürgen Althoff als Referent, ehem. Chef des TÜV Saarland und AfD Mitglied, wurde versucht die Besucher anhand von einseitigen, völlig falschen Zahlen zu irritieren. Zudem sah Althoff keinen Zusammenhang zwischen CO2-Anstieg und erhöhten Temperaturen, ganz im Sinne der AfD. Ich finde es empörend, dass die FWG sich auf dieses Niveau begibt. Man kann für oder gegen Windräder sein, aber Fakt ist: Wir leben in einer Klimakrise und aus Protest gegen die politische Untätigkeit gehen „Fridays for Future“ jede Woche weltweit auf die Straße, damit die Klimaziele von Paris eingehalten werden. Deshalb hat sich auch das Klimabündnis Saar gegründet, um möglichst schnell zu handeln.

Deutschland hat laut einer Berechnung des Global Footprint Network ab 3. März seine natürlich verfügbaren Ressourcen für 2019 aufgebraucht. Von da an leben die Bundesbürger ökologisch gesehen auf Kredit. Aber darum ging es bei der Infoveranstaltung gar nicht. Es geht diesen Windradgegnern nicht um Klimaschutz; es geht immer nur darum Windräder zu verhindern. Hauptsache, der Kohle-Strom kommt weiter aus der Steckdose.

Waltraud Andruet , Umwelt- und Friedensaktivistin, Saarwellingen , 18. Mai 2019







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