Gewerkschaft NGG und Aktion 3.Welt Saar e.V. präsentieren einen Stadtrundgang zu fairer Arbeit und fairem Konsum

02.05.22
SaarlandSaarland, Bewegungen, News 

 

Von Gewerkschaft NGG und Aktion 3.Welt Saar e.V.

FAIRlaufen - Samstag, 7.Mai, 10 Uhr, Saarbrücken – Anmeldung erforderlich


„Ich freue mich, dass wir mit unserem Stadtrundgang ‚FAIRlaufen‘ eine Schwachstelle im Fairen Handel korrigieren und neben fairem Konsum auch faire Arbeit vor der eigenen Haustür thematisieren.“ So kommentiert Tobias Wolfanger von der Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten, Region Saar) den gemeinsam mit der Aktion 3.Welt Saar e.V. erarbeiteten Stadtrundgang in Saarbrücken. Der Rundgang dieses bundesweit einzigartigen Projektes ist am Samstag, 7.Mai, Saarbrücken. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Haus der Gewerkschaften, Fritz-Dobisch-Str. 5. Der Rundgang dauert ca. 1,5 Stunden. „Wir gehen zu verschiedenen Lernorten aus dem Bereich Systemgastronomie und Discounter für Lebensmittel und Textilien.“ So beschreibt Roland Röder von der Aktion 3.Welt Saar e.V., der an der Konzeption mitgewirkt hat, das Anliegen von FAIRlaufen. Nach dem Start am Haus der Gewerkschaften werden besucht: Europagalerie, Primark, Café & Bar Celona, Staatskanzlei, Alte Brücke, Schlossplatz. Die Teilnehmer:innen erhalten dort Hintergrundinformationen zur Herkunft der Produkte sowie zu den Arbeitsbedingungen hier vor Ort und im globalen Süden. Zum Abschluss gibt es einen gemeinsamen Imbiss. Eine Anmeldung ist erforderlich: NGG, 0681 / 476 73, region.saar@ngg.de, www.ngg-saar.de; Aktion 3.Welt Saar e.V., 06872 / 9930-56, mail@a3wsaar.de, www.a3wsaar.de

Der Faire Handel will die Situation der Erzeuger und Erzeugerinnen im globalen Süden verbessern und setzt auf ethischen Konsum. Soweit so gut. Dabei wird der Begriff „fair“ einzig auf den globalen Süden angewendet. „Zu einer fairen Welt gehören für uns aber auch faire Löhne - überall auf der Welt. Wenn Lidl und Starbucks fairen Kaffee verkaufen und dafür von der Siegelorganisation „Transfair e.V.“ ausgezeichnet werden, dann ist das Greenwashing bzw. Fairwashing“, so Röder. Denn beide Firmen pflegten gleichzeitig einen sehr ruppigen Umgang mit Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften. Hinzu komme beim transfair-Siegel eine deutliche Reduzierung der Kriterien im Fairen Handel. So würden mehr Produkte gesiegelt, aber nicht überall, wo fair drauf stünde, sei auch wirklich fair drin (z.B. Mengenausgleich). Deswegen lassen die beiden größten Fair Handels Importorganisationen, gepa und El Puente, ihre Produkte nicht mehr von transfair siegeln.

FAIRlaufen wurde von NGG und der Aktion 3.Welt Saar e.V. entwickelt und ist auch digital verfügbar; www.fairlaufen.online. Die digitale Version enthält zusätzliche Stationen wie Lidl, Lyonerring, Haus der Zukunft, Haus der Aktion 3.Welt Saar e.V. „Wir freuen uns, wenn die Konzeption „FAIRlaufen von anderen NGOs in Ihren Kommunen aufgegriffen wird und dort ein Stadtrundgang zu „Fairer Arbeit und Fairer Konsum“ organisiert wird“, so Tobais Wolfanger.







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