KUNST TRIFFT KRISE im Atelier / KulturOrt Mario Andruet

02.10.17
SaarlandSaarland, Kultur, News 

 

Von Waltraud Andruet

Zum wiederholten Male fand das Projekt KUNST TRIFFT KRISE   für zwei Tage mit Ausstellungen-Vorträgen-Konzert und einem Fest im Atelier/KulturOrt Mario Andruet statt, denn unter diesem Motto lädt das Ökumenische Netz Rhein -Mosel-Saar und pax christi Saar seit zwei Jahren 4-mal im Jahr ins Atelier Menschen ein. Die Idee, die dahintersteckt, ist folgende: Es gibt verschiedene Wege, einen ersten Zugang zu den kaum „verdaulichen“ Themen der vielen weltweiten Krisen (Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Klimakatastrophe, Kriege, Sinn-und Gotteskrise und der aktuellen “Flüchtlingskrise“) zu finden. Die Kunst in Form der Malerei bietet einen solchen Weg verbunden mit Texten von Robert Kurz.

Dieses Mal wurde die Bilderausstellung von Mario Andruet und den Werken von geflüchteten Künstlern aus Syrien eröffnet. In verschiedenen Workshops waren die Exponate mit Kindern, mit SchülerInnen und mit den Erwachsen erstellt worden.  Es entstand eine kreative abwechslungsreiche Ausstellung. Skulpturen von Cathleen Kelkel, Bilder von Mohamet M.Kadro und Bilder von Haider, der in Nalbach wohnt, kamen hinzu.

Zunächst wurde die Ausstellung mit Klanginstallationen von Daniel Osorio/Musikandes zu den Themen, Ungerechtigkeit, Unfrieden, Krieg, Zerstörung der Schöpfung und zu Flucht eröffnet. Im Vortrag mit anschließender Diskussion von Heribert Böttcher vom Ökumenischen Netz Rhein-Mosel-Saar ging es um das Thema: Kapitalismuskritik, aber wie? Wert-Abspaltungs-Kritik: Eine Einführung zum Nachdenken.

Am zweiten Tag gab es eine Fülle von Anregungen, künstlerischen Darbietungen – alle als Diskussionsanreize. Krisengeräusche zur Ausstellung und Gespräche mit den Künstlern machten den Anfang. Zum Einstieg in die Thematik des Tages wurde von der Band Silly der Song „Vaterland“ vorgetragen. Mit dem Song „Vaterland“ möchte die Band zum Nachdenken über Rüstungsexporte anregen. 

Im Hofraum wurden Lieder vorgetragen, Videos, Fotos gezeigt und mit Dominic Klos  (Ökumenischen Netz Rhein-Mosel Saar Web: www.oekumenisches-netz.de ) Kurzvorträge zu den Themen Rohstoffe, Umweltzerstörung, Staatszusammenbrüche, Flucht und Flüchtlinge gehalten. Albert Ottenbreit stieg mit dem Lied „Es ist an der Zeit“ von Johannes Wader ein und zeigte Bilder von Soldatenfriedhöfen zur Thematik: „100 Jahre nach dem 1. Weltkrieg – Kriege, Rüstungsexporte und Atom-Waffen heute“.

Daniel Osorio und Romina Tobar, gebürtig aus Chile, begeisterten mit ihren Liedern und den Bildinstallationen, die an die Wand projiziert wurden Web: www.musikandes.de. Im Anschluss daran wurde bei Wein und kleinen Köstlichkeiten bis spät in den Abend diskutiert. Ein Gast meinte dazu: Das war ein gelungener Abend für Herz und Hirn.

Unterstützt wurde das Projekt von attac Untere Saar, pax christi Saar, KAB Saar Hochwald, Gemeindedienst für Mission und Ökumene Saar-Nahe Mosel dem FriedensNetz Saar, Freundeskreis Flüchtlingshilfe Nalbach und dem Kultusministerium. Eine Zuwendung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ist eine weitere Bestätigung für die Arbeit von Waltraud und Mario Andruet in ihrem Atelier. Mit dem Bundesprogramm 500 Land Initiativen leistet das Bundesministerium einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung beispielhafter Projekte der ländlichen Entwicklung. Das Ziel ist es, ländliche Regionen als Wohn-Arbeits-und Lebensräume attraktiv zu gestalten. Das trifft mit unserem Projekt: „KUNST BEWEGT MENSCHEN-Integration vor Ort!“ sehr gut zu.

Die Ausstellung mit über 50 Projekten von unterschiedlichen Künstler/innen kann noch jeden Sonntag im Oktober und November von 13.00 bis 17.00 Uhr besucht werden. Web : www.atelier-andruet.de

Die Veranstaltung war zugleich in die zweiten Nalbacher Klimatage mit eingebunden. Das führt zur gegenseitigen Bereicherung der gemeinsamen Interessen. www.forum-nalbach.de .







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