Mahnwache zum Hiroshimatag 2022: Atomwaffen weltweit ächten - Deutschland muss dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitreten

02.08.22
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Von FriedensNetz Saar

Samstag, 06. August 2022, 12:00–13:30 Uhr, Rathausplatz, Saarbrücken

Zum 77. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf die japanische Stadt Hiroshma führt das FriedensNetz Saar eine Mahnwache durch.

Wir erinnern an diesem Tag an die Opfer dieses Angriffs und seine furchtbaren Langzeitfolgen. Sie mahnen uns, für eine Welt ohne Atomwaffen einzutreten.

Wir erinnern an die vielen weiteren Opfer atomarer Rüstung in den darauf folgenden Jahrzehnten z. B. durch Atomwaffentests.

Wir protestieren dagegen, dass gegen alle völkerrechtlichen Normen weltweit 12.700 Atomwaffen stationiert sind, von denen etwa 1.800 in ständiger Alarmbereitschaft gehalten werden und der Menschheit innerhalb weniger Minuten ein Ende bereiten können.

Wir protestieren gegen das 100-Mrd.-Aufrüstungspaket und den Kauf neuer Atombomber vom Typ F35. Sie sollen die bisher für die nukleare Teilhabe zur Verfügung stehenden Tornados in Büchel ablösen. Damit werden die Weichen gestellt für eine jahrzehntelange Fortsetzung der nuklearen Teilhabe.

Wir warnen vor einem neuen atomaren Wettrüsten, angeheizt durch den völkerrechtswidrigen Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Noch nie in der Geschichte war die Gefahr eines Atomkriegs so groß. Es braucht einen sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine und neue Verhandlungen, auch über atomare Abrüstungsschritte statt weiterer Eskalationen.

Wir fordern den Abzug der US-amerikanischen Atomwaffen aus dem Büchel (Eifel) und den Beitritt Deutschlands zum UN-Verbotsvertrag. Mittlerweile wurde der Vertrag bereits von 66 Staaten ratifiziert. 86 Staaten haben ihn unterzeichnet (Stand: Juli 2022).



Mit freundlichen Friedensgrüßen

Waltraud Andruet Für das FriedensNetz Saar







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