Die Entscheidung von FORD gegen das Saarland ist auch ein Versagen der Landesregierung

22.06.22
SaarlandSaarland, News 

 

Von DIE LINKE. Saar

Anlässlich der Entscheidung des Automobilherstellers FORD, seine Produktion im Saarland mittelfristig einzustellen, erklären Thomas Lutze – Landesvorsitzender der Saar-Linken und Barbara Spaniol – langjährige Abgeordneter der LINKEN im Saarländischen Landtag: „Die Entscheidung des Automobilherstellers ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten bei FORD, den zahlreichen Zulieferern und weiteren Unternehmen am Industriestandort Saarland und besonders in Saarlouis, Dillingen und Umgebung. Neben der Frage, wie aktuell Übergangsreglungen für die betroffenen Beschäftigten aussehen müssen, zeigt diese Entscheidung zum wiederholten Mal, dass großen Konzernen ihr Profit wichtiger ist als das Interesse der Beschäftigten und ganzer Regionen.

DIE LINKE kritisiert aber vor allem auch die Landesregierung und hier insbesondere die Ministerpräsidentin Rehlinger (SPD). Das Umstellen auf batteriebetriebene Fahrzeuge ist verbunden mit einem erheblichen Rückgang der manuellen Wertschöpfung in den Unternehmen. Hier hätte Frau Rehlinger als langjährige Wirtschaftsministerin Vorsorge treffen und die Produktion anderer Industrieprodukte am Automobilstandort Saarlouis anregen müssen.

Mit Ford in Saarlouis fällt ein wichtiger Baustein der saarländischen Industrieproduktion weg, der kurzfristig nicht so einfach zu ersetzen ist. DIE LINKE fordert, dass staatliche Ausgleichsmaßnahmen nicht nur für die Stammbeschäftigten, sondern auch für die um ein Mehrfaches höhe Anzahl an Beschäftigten der Zulieferer und des industriellen Umfeldes Anwendung finden. Des Weiteren muss nun umgehend nach alternativen Produktionslinien gesucht werden, damit auch junge Menschen in unserer Industrieregion eine berufliche Perspektive haben“, so DIE LINKE abschließend.







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