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alleh hopp + montagsdemo saarbrücken + internationaler frauentag 2021

09.02.21
SaarlandSaarland, News 

 

Von S. Fricker

Liebe Montagsdemonstrierer*innen, liebe Freund*innen der Montagsdemo Saarbrücken, liebe Frauen der Frauenbewegung in Saarbrücken

als habe sich OB Uwe Conradt just zum Weiberfasching und im Vorfeld des Weltfrauentags am 08. März selbst einen Parcours von Fettnäpfchen bereitgestellt:

laut - bisher im Geheimen erlassener – Verfügung verbannt er die Kommunist*innen der MLPD aus der Saarbrücker Frauenbewegung, welche für ihre kämpferische Frische bekannt ist. Das heisst: vorerst ‚nur‘ aus dem Anküngungsheft für alle Veranstaltungen rund um den internationalen Frauentag. Aber, um bei dem Bild von Uwe Conradts Gangart zu bleiben: Vielleicht wandelt er ja in den Fußstapfen des Kommunistenfressers und Verschwörungstheoretikers MCCarthy, der allerdings über eben seinen eigenen Antikommunismus am Ende gestolpert ist? Oder gar in denen Donald Trumps, der den Kommunismus überall in der Gesellschaft (t)witterte, dem das dann doch alles nichts genützt hat?

Achtung, Uwe, Fettnäpfchen Nr. 1:

Sie fallen ihren eigenen CDU-Frauen in den Rücken, die seit vielen Jahren schwesterlich mit allen anderen Frauengruppen in Saarbrücken zum Frauentag zusammenarbeiten, gegenseitige Hilfe beim Auf- und Abbau der Infostände praktizieren, gemeinsam mit den MLPD-Frauen für Frauenrechte und Gleichstellung eintreten.

Fettnäpfchen Nr. 2:

Sie schicken ausgerechnet die Frauenbeauftragte der Stadt vor, um ihr Dekret zu verkünden. Sind Sie selbst nicht ‚Manns genug‘ dazu? Nachdem Sie sich krank gemeldet haben vor einer vereinbarten Aussprache mit allen Beteiligten, muss die arme Frauenbeauftragte den Spagat zwischen Saarbrücker Frauenbewegung und den unveröffentlichten Anweisungen Herrn OB probieren, mit leidlichem Erfolg allerdings.

Fettnäpfchen Nr. 3:

Sie berufen sich ausschließlich und ausgerechnet auf den Verfassungsschutz mit Ihrem Bannspruch. Toll! Wes Geistes Kind der Inlandsgeheimdienst ist, pfeifen doch die Spatzen von den Dächern. Meinen Sie im Ernst, die Frauenbewegung ließe sich von Männern mit Schlapphut ins Bockshorn jagen, welche aktuell nicht mal im ‚Fall Amri‘ offengelegt und zur Verantwortung gezogen werden dürfen?

Ich will‘s mal dabei belassen, die Reihe könnte locker fortgesetzt werden. Jedenfalls: Die Montagsdemo gegen die Hartz-Gesetze wird sich zum 08. März nicht die Spur vorschreiben lassen, wie und mit wem sie um die Verbesserung der Situation der Frauen dieser Welt – einschließlich der Saarbrücker*innen - kämpft. Wissen Sie eigentlich, wie die Lage z.B. von Hartz-IV-betroffenen Frauen in der Pandemie ist, Herr Oberbürgermeister?!

Die Chemie zwischen Montagsdemo und MLPD stimmt vor allem deshalb, weil Montagsdemo sich gerade auf die ebenso fundierten und sachlichen wie polemischen Beiträge der Kommunist*innen zum Gelingen unserer Demo stützen kann. Und weil dabei immer die Überparteilichkeit der Montagsdemo gewährleistet ist.

 

Mein Vorschlag: lasst den OB Conradt zum Weiberfasching am kommenden Donnerstag ruhig wissen, was Ihr von seinen antikommunistischen Kapriolen haltet – Pandemie-Bedingungen gelten na klar auf jeden Fall. Die Adresse findet ihr unter www. saarbruecken.de.

Im Anhang der Brief der MLPD Saarbrücken an OB Conradt, der uns vor ein paar Tagen erreicht hat mit der Bitte um Weiterleitung.

Ciao,

i.A. Sabine Fricker / Sprecherin Montagsdemo gegen die Hartz-Gesetze

 







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