Falsche Toleranz der politischen Linken gegenüber dem Islam hat Wahlerfolg der AfD begünstigt

26.09.17
SaarlandSaarland, Debatte, News 

 

Von Aktion 3. Welt Saar

Angebliche Islamkritik der AfD ist Etikettenschwindel

„Die Toleranz im linken Spektrum gegenüber Islamismus und konservativen Islamverbänden hat wesentlich zum Wahlerfolg der AfD beigetragen“, erklärt Michael Scherer vom Kompetenzzentrum Islamismus, einem bundesweiten Projekt der Aktion 3.Welt Saar. „Damit hat die politische Linke ein Vakuum geschaffen, das die AfD besetzt hat. Sie konnte sich als die einzige Kraft inszenieren, welche sich kritisch zum Islam äußert und islamisch gerechtfertigte Menschenrechtsverletzungen thematisiert.“ SPD, Grüne, Linkspartei und Multikulti-NGOs ignorierten, von Ausnahmen abgesehen, nicht nur islamische Frauenfeindschaft, Judenfeindschaft und Homophobie, sondern arbeiteten mit ultrakonservativen Islamvertretern oft aktiv zusammen. „Wer Islamkritik übt, wird von Linken häufig der Islamophobie oder des antimuslimischen Rassismus bezichtigt“, so Scherer.

„Die sogenannte Islamkritik der AfD ist allerdings Etikettenschwindel“, stellt Scherer klar. „Sie entspricht nicht den Überzeugungen der AfD, sondern dient dem Stimmenfang und ist Vorwand für Hetze gegen Flüchtlinge.“ Dies gehe aus dem Kontext der AfD-Programmatik eindeutig hervor. „Die AfD wendet sich unter anderem gegen die Gleichberechtigung von Frauen, propagiert ein traditionell-patriarchales Familienbild und stellt sich gegen eine fortschrittliche Sexualerziehung. Nicht nur in dieser Hinsicht teilt sie die Vorstellungen ultrakonservativer Islamverbände“, betont Scherer. Damit stehe die AfD in direktem Gegensatz zu einer aufgeklärten, emanzipatorischen Islamkritik.

Scherer ergänzt: „Dass für die AfD ‚Islamkritik‘ eine Worthülse ist für etwas ganz anderes, wird zum Beispiel sichtbar an einer Aussage des Vorsitzenden ihrer sächsischen Landtagsfraktion, Poggenburg.“ Dieser habe auf einer Pressekonferenz am 18.9.2017 die Position der Fraktion mit den Worten wiedergegeben: „So wenig der Islam nach Deutschland passt und gehört, so sehr respektiert die AfD-Fraktion Kulturen, Traditionen und Religionen in ihren Herkunftsländern.“ Das sei Kulturrelativismus von rechts, resümiert Scherer. "Zwar kritisiert Poggenburg Menschenrechtsverletzungen in islamischen Ländern, stellt aber die diesen zugrundeliegenden islamisch-patriarchalen Unterdrückungsstrukturen  nicht in Frage, so  lange der Islam in seinen Herkunftsländern verbleibt.“







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