Warum hat es mit der DDR nicht funktioniert?


Bildmontage: HF

12.06.16
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Von Reinhold Schramm

»Warum in der Alt-BRD der 17. Juni gefeiert wurde und warum Bodo Ramelow daran anknüpft«, vgl. RotFuchs, RF-Extra, Juni 2016*

Wir Kommunisten lügen uns doch nichts in die eigene ideologische und weltanschauliche Tasche!

Der objektive gesellschaftspolitische Fakt bleibt doch, selbst wenn die Anführer 1953 alte und deren neue und junge Faschisten waren, auch das werktätige Fußvolk ist mitgelaufen!

Das es der Minderheit von Kommunisten und Antifaschisten nach 1949, bis zum Ende der Existenz der DDR, nicht gelungen war, die alte Arbeiterklasse und die werktätige Jugend [-in ihrer großen Mehrheit-] zu gewinnen bzw. in deren -politischen- antiimperialistischen Einstellung zu festigen, spiegelt sich doch auch im Ergebnis der Volkskammerwahlen vom 18. März 1990 wieder.

Insgesamt 12,4 Millionen Bürger der DDR konnten sich am 18. März 1990 zwischen 19 Parteien und fünf Listenverbindungen entscheiden. Die Wahlbeteiligung lag bei der Volkskammerwahl bei 93,4 Prozent.

48 Prozent der Wähler votierten für die „Allianz für Deutschland, bestehend aus der DDR-CDU (40,8 %), dem „Demokratischen Aufbruch“ (DA: 0,9 %) und der „Deutschen Sozialen Union“ (DSU: 6,3 %).

Für die SPD votierten 21,9 Prozent der Wähler. Damit wurden die Sozialdemokraten 1990 die zweitstärkste Partei der DDR.

Die umbenannte SED zur PDS erhielt nur 16,4 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Der „Bund Freier Demokraten“, aus DFP, LDP und F.D.P, Die Liberalen, erhielt 5,3 Prozent der Wählerstimmen.

Das „Bündnis 90", aus „Neues Forum“, „Demokratie Jetzt“ und „Initiative Frieden und Menschenrechte“, kam nur auf 2,9 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Weiterhin: Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD): 2,2 Prozent; Grüne Partei + Unabhängiger Frauenverband (Grüne Partei - UFV): 2,0 Prozent; National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD): 0,4 Prozent; Demokratischer Frauenbund Deutschlands (DFD): 0,3 Prozent; Aktionsbündnis Vereinigte Linke (AVL) Die Nelken - VL: 0,2 Prozent.

Insgesamt zogen 12 Listen im März 1990 in die Volkskammer der DDR ein.

Vgl.: Amtliches Endergebnis der Wahlen zur 10. Volkskammer am 18. März 1990.

Warum es zu einer solchen Entwicklung kommen konnte, nach 40 Jahren -vorgeblichen- antifaschistischen und antiimperialistischen Kampf, bedarf schon weit aus mehr, als einen historischen Verweis auf den 17. Juni 1953, und auf revisionistische „Chruschtschowianer“, so wie Enver Hoxha zu Lebzeiten, oder aber auch wie mit: „Die Entfaltung des Revisionismus in der kommunistischen Weltbewegung und in der DDR“, von Kurt Gossweiler, siehe hier auch unter: www.kommunisten-online.de

Es gilt doch immer noch die historische Wahrheit: Nicht die einzelnen Persönlichkeiten, sondern die -werktätigen- Volksmassen machen die Geschichte!

Warum hat es nicht funktioniert – mit den aufgeklärten werktätigen Volksmassen der antifaschistischen und antiimperialistischen Deutschen Demokratischen Republik?

Vgl. RotFuchs / Juni 2016, RF-Extra: Warum in der Alt-BRD der 17. Juni gefeiert wurde und warum Bodo Ramelow daran anknüpft.  Von Prof. Dr. Horst Schneider

www.rotfuchs.net/files/rotfuchs-ausgaben-pdf/2016/RF-221-06-16.pdf

12.06.2016, Reinhold Schramm







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