Eine feministische Kapitulation!


Bildmontage: HF

08.03.14
FeminismusFeminismus, Debatte, Berlin, TopNews 

 

Warum ich die 8. März-Demo in Berlin verlassen habe, bevor sie losging

Von DGS

Der fol­gende Text ist keine ela­bo­rierte Ana­lyse, son­dern ein in Empö­rung ge-​​/​beschriebener spon­ta­ner Ein­druck.

Frauen*Kampftag mit Män­nern… Wie kann das gehen?

Ich muß zu mei­ner eige­nen femi­nis­ti­schen Schande geste­hen, daß ich von den dies­jäh­ri­gen 8. März-​​Vorbereitungen nicht viel mehr bekom­men hatte, als – off­line – den dop­pel­sei­ti­gen DIN A 5-​​Aufruf1; die Kri­tik daran von Trans*-Initiativen oder Trans-​​Leuten2; den Text von TOP zum 8. März3 und das Tran­spi von RIO für die Demo4 – alles drei in mei­nem5 Facebook-​​Stream.
Ich kam bis eben nicht ein­mal dazu, den Auf­ruf zu lesen, son­dern fand nur das Lay­out anspre­chend; freute mich, daß es – nach­dem die 8. März-​​Demos in den letz­ten Jah­ren in Ber­lin nicht beson­ders groß waren oder sogar ganz aus­fie­len – dies­mal eine bun­des­weite Demo geben soll; nahm posi­tiv zur Kennt­nis, daß auf der Vor­der­seite des Flu­gis von „Frauen*Kampftag“ die Rede war; war aber auch über­rascht, daß ich vor ein paar Wochen, als ich das Flugi in die Hände bekam, von der Demo auf den femi­nis­ti­schen und quee­ren mailing-​​Listen, auf denen ich bin, noch gar nichts mit­be­kom­men hatte.
Als nächste stieß ich auf die schon erwähnte Trans*-Kritik, die ich auch nicht kom­plett bzw. in Ruhe zu lesen schaffte, die ich mich aber auf die Anmer­kung in dem offi­zi­el­len Auf­ruf auf­merk­sam machte: Frauen* = Wir haben den Begriff »Frauen« und »Mäd­chen« mit Stern­chen* mar­kiert. Damit schlie­ßen wir Trans*-Frauen. und Inter*-Menschen expli­zit ein. Egal wie du aus­siehst oder als was du bei der Geburt ein­ge­ord­net wur­dest – unser Femi­nis­mus schließt dich ein.“

Ich dachte mir: ‚Mag die Trans*-Kritik6 an dem Auf­ruf im übri­gen auch zutref­fen oder nicht – ist ja immer­hin gut, daß es augen­schein­lich tat­säch­lich eine Frauen*Kampftags-Demo“, also wohl eine Frauen*-Demo (ein­schließ­lich der Trans* und Inter*, die sich als Frauen ver­ste­hen [was ich gut finde; was mei­ner Über­zeu­gung nach aber nicht ver­pflich­tend ist7]) wer­den wird.’

Umso über­rasch­ter war ich vor­hin, daß das erste, was ich von der Demo – noch beim Ver­las­sen des U-​​Bahnhofes – mit­be­kam, war, daß es anschei­nend eine gemischte Demo ist. Auf der Treppe des U-​​Bahnhofes rief mir die Stimme eines cis-​​männlichen Genos­sen hin­ter. Im Gespräch gewann ich dann schnell den Ein­druck, daß er nicht zufäl­lig auch am Gesund­brun­nen ist, und dachte mir: Ab und an sagt und schreibt er bzw. seine Gruppe ja was zum Geschlech­ter­ver­hält­nis und wenn’s am Ende einen Block mit soli­da­ri­schen Män­nern gibt, soll’s mir auch Recht sein. Als wir dann oben waren, stellte sich aber schnell her­aus, daß es anschei­nend ins­ge­samt eine gemischte Demo ist. – Wenn ich das vor­her gewußt hätte, wäre ich gar nicht erst hin­ge­gan­gen.

Bereits vor 3 Jah­ren kri­ti­sierte ich die Parole „100 Jahre Inter­na­tio­na­ler Frau­en­kampf­tag. Zusam­men­kämp­fen gegen Patri­ar­chat, Aus­beu­tung und Unter­drü­ckung“ und schrieb:

„Etwas ganz ande­res, als anläß­lich des 8. März eine gemischte Demo zu ver­an­stal­ten, wäre es im übri­gen, zum einen eine FrauenLesben(Trans)-Demo zu ver­an­stal­ten, hin­ter der im Abstand von 500 Metern zum ande­ren eine pro-​​​​feministische Män­ner (und Trans-)Demo läuft und in deren Auf­ruf sich Män­ner (und Trans-​​​​Wesen) mit ihrer Rolle im Patri­ar­chat und wel­chen Bei­trag sie dazu­leis­ten kön­nen und wol­len, beide (ihre Rolle und das Patri­ar­chat im all­ge­mei­nen) zu über­win­den, aus­ein­an­der­set­zen. Dann würde sich Män­ner (und Trans-​​​​Wesen) näm­lich nicht ‚Lieb Kind’ bei Frau­en­Les­ben mit­ma­chen, aber in der Außen­wahr­neh­mung einer gemisch­ten Demo weit­ge­hend unter­ge­hen, son­dern sicht­bar Soli­da­ri­tät zei­gen und sich mit den gesell­schaft­li­chen Reak­tio­nen (insb. von Män­nern) dar­auf aus­ein­an­der­set­zen müs­sen – also ganz im Sinne des­sen, was Ingrid Strobl schon Anfang der 90er Jahre pos­tu­lierte: ‚Frauen, die das Macht­ver­hält­nis zwi­schen Frauen und Män­nern bekämp­fen, Frauen, die der patri­ar­cha­len Norm […] den Krieg erklä­ren, Frauen, die die herr­schen­den Ver­hält­nisse, die Herr­schaft im wah­ren Sinne des Wor­tes radi­kal auf­he­ben wol­len, bedür­fen nicht so sehr der männ­li­chen Genos­sen, die sich für ihre Freunde hal­ten, als der männ­li­chen Genos­sen, die bereit sind, zum Feind des Man­nes zu wer­den.’ (http://​www​.ster​neck​.net/​g​e​n​d​e​r​/​s​t​r​o​b​e​l​-​f​r​e​i​h​e​i​t​/​i​n​d​e​x.php).“

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​5​/​0​3​/​g​e​g​e​n​-​d​e​n​-​s​t​r​o​m​/​#​f​n​1​3​0​4​1​8​3​1​9​6603n

Und das finde ich auch heute noch rich­tig!

Optisch domi­niert von gemisch­ten – refor­mis­ti­schen und mar­xis­ti­schen – Grup­pen

Das Zweite, das wir dann von der Demo mit­be­ka­men waren jede Menge grüne Luft­bal­lons, die sich dann auch als sol­che der Par­tei Die Grü­nen her­aus­stell­ten; außer­dem lila Luft­bal­lons des Frau­en­ver­ban­des der Marxistisch-​​Leninistischen Par­tei Deutsch­lands (MLPD); Trans­pa­rente, Schil­der und Zei­tungs­ver­käu­fer von mar­xis­ti­schen Grup­pen, wie Gruppe Arbei­ter­macht, RIO, Revo­lu­tion und SAV; auch ein Logos des Jugend-​​ und/​oder des Stu­die­ren­den­ver­ban­des der Links­par­tei sowie Trans­pis von zwei bekann­ten gemisch­ten autonom-​​linksradikalen Grup­pen aus unter­schied­li­chen Szene-​​Spekreten (TOP und ARAB), die sich an den ande­ren 364 Tagen im Jahr auch nicht gerade durch ‚über­mä­ßig viel’ Femi­nis­mus her­vor­tun. Trans­pa­rente und ähn­li­ches von expli­zit und vor­ran­gig femi­nis­ti­schen Zusam­men­hän­gen oder die nicht grö­ße­ren gemisch­ten Grup­pen zuzu­ord­nen waren, waren dage­gen kaum zu sehen.

Schlechte Tech­nik – und die Welt­sicht des Frau­en­ver­ban­des der MLPD

Zum Inhalt der Rede­bei­träge kann ich wenig sagen, da die Laut­spre­cher nur ein geringe Reich­weite hat­ten und ich dort, wo ich zunächst stand, kaum etwas ver­ste­hen konnte. Spä­ter stand ich dann ziem­lich nah an den Lau­tis und bekam gerade noch den letz­ten Rest des Rede­bei­tra­ges zur Abtrei­bungs­ge­setz­ge­bung in Spa­nien und den Anfang des Bei­tra­ges des MLPD-​​Frauenverbandes Cou­rage mit.
In die­sem Rede­bei­trage wurde die Regie­rung der BRD – ‚selbst­ver­ständ­lich’ schon mit kritisch-​​irononischem Unter­ton… – als „Frau­en­re­gie­rung“ bezeich­net (anschei­nend weil ihr eine Bun­des­kanz­le­rin und meh­rere Minis­te­rin­nen ange­hö­ren) und sprach die Courage-​​Rednerin lar­mo­yant dar­über, daß diese „Frau­en­re­gie­rung“ ver­mut­lich nichts bes­se­res zu tun habe, als sich um Sol­da­tin­nen zu sor­gen, die sexu­ell beläs­tigt wer­den und selbst die Kin­der ande­rer Müt­ter erschie­ßen.
An die­ser Stelle habe ich dann Demo ver­las­sen, noch bevor sie los­ging8.

  • Was auch immer Femi­nis­tin­nen der unter­schied­li­chen Rich­tun­gen von Frauen hal­ten, die in der Bun­des­wehr die­nen… – Daß auch diese Frauen femi­nis­ti­sche Soli­da­ri­tät ver­die­nen, wenn sie von ihren männ­li­chen Kol­le­gen oder von Sol­da­ten ande­rer Armeen beläs­tigt oder ver­ge­wal­tigt wer­den, sollte m.E. den­noch wohl unstrit­tig sein; und, wenn sich die Bun­des­re­gie­rung darum küm­mert, ist das m.E. zumin­dest nicht das aller­schlech­teste von dem, was sie macht.
  • Und wenn von Frauen – in dem Fall: von Sol­da­tin­nen – die Rede ist, gleich an Müt­ter und Kin­der zu den­ken, hätte ich auch eher bei einer CDU-​​Veranstaltung oder beim Katho­li­schen Kir­chen­tag als bei einer 8. März-​​Demo erwar­tet.

Noch eine Anmer­kung zum Auf­ruf und eine Fuß­note zu Bünd­nis­po­li­tik

Wie oben schon ange­deu­tet: Nach­dem ich von der Demo wie­der­kam, habe ich ihn – den Auf­ruf – nun doch noch gele­sen: Ich finde ihn nicht son­der­lich kämp­fe­risch, aber dafür, daß er von Tei­len von parlamentarisch-​​reformistischen Par­teien und sozi­al­part­ne­rIn­nen­schaft­li­chen Gewerk­schaf­ten unter­schrie­ben ist, finde ich ihn weit­ge­hend okay. Aller­dings nur „weit­ge­hend“ – denn ein Satz in dem Auf­ruf nimmt die femi­nis­ti­sche Kapi­tu­la­tion, die die Auftakt-​​Kundgebung zur Demo eher auf der Ebene der poli­ti­schen Kul­tur bedeu­tete, schon auf der Ebene der poli­ti­schen Theo­rie oder Ideo­lo­gie vor­weg. Die­ser Satz lau­tet:

„Sie [Frauen*] wer­den in der kapi­ta­lis­ti­schen Gesell­schaft dop­pelt aus­ge­beu­tet – in ihrem Job und Zuhause.“

Das ist in der Tat der mar­xis­ti­sche Mini­mal­kon­sens, auf den sich sonst ein­an­der so fern­ste­hende Gruppe, wie TOP, die MLPD und diverse trotz­kis­ti­sche Grup­pen eini­gen kön­nen.
In Wirk­lich­keit leben wir aber in einer Gesell­schaft, die sowohl durch patri­ar­chale als auch kapi­ta­lis­ti­sche Struk­tu­ren gekenn­zeich­net ist. Dabei sind die ers­te­ren weder die lineare Folge noch der hege­lia­ni­sche „Aus­druck“ der letz­te­ren, son­dern sie ste­hen neben den letz­te­ren (auch wenn sie mit ein­an­der ver­knüpft sind und sich wech­sel­sei­tig beein­flus­sen), und dar­über hin­aus gehen die ers­te­ren – die patri­ar­cha­len Struk­tu­ren – den kapi­ta­lis­ti­schen Struk­tu­ren sogar his­to­risch vor­aus: Das Patri­ar­chat ist älter als der Kapi­ta­lis­mus (und älter als jede Klas­sen­herr­schaft [wie Karl Marx erahnte, aber Fried­rich Engels nicht sah – dies nur am Rande für meine mar­xis­ti­schen Genos­sIn­nen])!

Und wenn wir die For­mu­lie­rung „dop­pelt aus­ge­beu­tet“ ver­wen­den wol­len, so sind Frau­en­Les­ben* dies („dop­pelt aus­ge­beu­tet“) also des­halb, weil wir in einer kapi­ta­lis­ti­schen und patri­ar­cha­len Gesell­schaft leben, und nicht, weil ‚der Kapi­ta­lis­mus’ ‚die Frauen’ (mit oder ohne Stern­chen) dop­pelt aus­beu­te­ten würde.

Die­sen Umstand nicht benannt zu haben, machte schon den Auf­ruf zur Demo – statt, wie bean­sprucht wird – zu einer Lie­bes­er­klä­rung an den Femi­nis­mus (Still loving Femi­nism!“) zu einer Absage an den Femi­nis­mus.
Und des­halb sollte der nächste 8. März wie­der in ers­ter Linie von Femi­nis­tin­nen vor­be­rei­tet und geprägt wer­den – und nicht in ers­ter Linie von denen, die bean­spru­chen, den Femi­nis­mus zu lie­ben, aber selbst nur grüne „Geschlech­ter­de­mo­kra­tie“, links­par­tei­li­che „Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit“, sta­li­nis­ti­sche und trotz­kis­ti­sche „Frau­en­frage“ + Klas­sen­kampf zu bie­ten haben oder Kapi­tal­kri­tik schon für die Kri­tik des „Gan­zen“ hal­ten.

Und die Fuß­note zur Bünd­nis­po­li­tik gibt’s dort: 9.

Zum Wei­ter­le­sen:

“Die Über­zeu­gungs­kraft char­man­ter Unter­wer­fungs­ges­ten hat ihre Gren­zen.” (Elfriede Ham­merl)
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​1​9​9​9​/​1​0​/​1​5​/​d​i​e​-​u​e​b​e​r​z​e​u​g​u​n​g​s​k​r​a​f​t​-​c​h​a​r​m​a​n​t​e​r​-​u​n​t​e​r​w​e​r​f​u​n​g​s​g​e​s​t​e​n​-​h​a​t​-​i​h​r​e​-​g​r​e​n​z​e​n​-​e​l​f​r​i​e​d​e​-​h​a​m​merl/

Gegen den Strom. Ver­such einer Aktua­li­sie­rung der „Feministische[n] Kri­tik“ von 1993
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​5​/​0​3​/​g​e​g​e​n​-​d​e​n​-​s​trom/

„Män­ner­feind­lich­keit“ und die Arbeit der Zuspit­zung
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​6​/​3​0​/​m​a​e​n​n​e​r​f​e​i​n​d​l​i​c​h​k​e​i​t​-​u​n​d​-​d​i​e​-​a​r​b​e​i​t​-​d​e​r​-​z​u​s​p​i​t​zung/

PS.:
Eine andere Sicht auf die glei­che Demo:
​lower​class​ma​ga​zine​.blog​sport​.de/& (5.000 Leute war es bei wei­tem nicht, wenn auch mehr als die – ich weiß nicht – 150 oder 300 in den letz­ten Jah­ren).

 

  1. http://​frau​en​kampf​ta​g2014​.de/. [zurück]
  2. http://​trans​ge​ni​ale​fan​tifa​.blog​sport​.de/​2​0​1​4​/​0​2​/​1​8​/​a​u​f​r​u​f​-​z​u​m​-​i​n​t​e​r​-​u​n​d​-​t​r​a​n​s​-​b​l​o​c​k​-​a​u​f​-​d​e​r​-​d​e​m​o​-​z​u​m​-​f​r​a​u​e​n​k​a​m​p​f​t​a​g​-​a​m​-​8​-​m​a​e​r​z​-​2014/. [zurück]
  3. http://​top​-ber​lin​.net/​d​e​/​t​e​x​t​e​/​b​e​i​t​r​a​e​g​e​/​r​e​c​l​a​i​m​-​t​h​e​-​f​-word. [zurück]
  4. https://​www​.face​book​.com/​R​e​v​o​l​u​t​i​o​n​a​e​r​e​I​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​i​s​t​i​s​c​h​e​O​r​g​a​n​i​s​a​t​i​o​n​/​p​o​s​t​s​/​8​2​0​5​0​2​7​8​1​2​96971. [zurück]
  5. https://​www​.face​book​.com/​t​h​e​o​r​i​e​.​a​l​s​p​raxis. [zurück]
  6. „Das ist dann aber auch schon alles, was zu inter* und trans* gesagt wird. Uns drängt sich der Ein­druck auf, als würde davon aus­ge­gan­gen, dass Cis-​​Frauen (cis bedeu­tet: nicht trans*), Trans*-Frauen und Inter*-Menschen in glei­cher Weise von Dis­kri­mi­nie­rung betrof­fen seien. Das ist aber nicht der Fall. Der Auf­ruf sagt nichts zu trans*- und inter*spezifischer Dis­kri­mi­nie­rung und Gewalt.“ (http://​trans​ge​ni​ale​fan​tifa​.blog​sport​.de/​2​0​1​4​/​0​2​/​1​8​/​a​u​f​r​u​f​-​z​u​m​-​i​n​t​e​r​-​u​n​d​-​t​r​a​n​s​-​b​l​o​c​k​-​a​u​f​-​d​e​r​-​d​e​m​o​-​z​u​m​-​f​r​a​u​e​n​k​a​m​p​f​t​a​g​-​a​m​-​8​-​m​a​e​r​z​-​2014/)
    Kleine Neben­be­mer­kung: Wo war diese Ein­sicht, daß Cis-​​Frauen, Trans*-Frauen und Inter*-Menschen nicht in glei­cher Weise von Dis­kri­mi­nie­rung betrof­fen sind, in all den State­ments der letz­ten rund 20 Jahre, die Cis-​​FrauenLesben-​​Separatismus grund­sätz­lich ver­wor­fen haben – im Namen der Pseudo-​​Einsicht, daß das, was für Frauen ist, auch für alle Frauen* sein müsse…?! [zurück]
  7. http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​1​0​/​0​6​/​m​a​l​-​w​i​e​d​e​r​-​q​u​e​e​r​-​c​o​n​t​r​a​-​f​e​m​i​n​i​s​m​u​s​-​o​f​f​e​n​e​r​-​b​r​i​e​f​-​a​n​-​d​a​s​-​l​e​s​b​e​n​a​r​c​h​i​v​-​s​p​i​n​n​b​oden/ [zurück]
  8. Zuvor hatte ich eigent­lich beschlos­sen gehabt, die los­ge­hende Demo noch an mir vor­bei­zie­hen zulas­sen, dabei die Trans­pis noch mal zu sich­ten und mich dann an die­sen Bericht und Kom­men­tar zu machen. [zurück]
  9. Auch in Sachen Geschlech­ter­ver­hält­nis und Femi­nis­mus nichts gegen Bünd­nis­po­li­tik:
    Wenn es darum ginge, spe­zi­ell für diese oder jene (femi­nis­ti­sche) For­de­rung zu demons­trie­ren oder spe­zi­ell die­sen oder jenen patri­ar­cha­len Angriff abzu­weh­ren, dann wäre ich der/​die erste, der/​die für eine breite Bünd­nis­ak­tion, in der sich Femi­nis­tin­nen aber um ihre eigene Sicht­bar­keit bemü­hen soll­ten, plä­die­ren würde. Aber für eine 8. März-​​Demo, wo es gerade nicht nur um die­ses oder jenes kon­krete Anlie­gen geht, son­dern darum eine prin­zi­pi­elle Hal­tung zu demons­trie­ren, finde ich es falsch, das Bünd­nis­spek­trum so breit anzu­le­gen, daß von Femi­nis­mus nicht mehr viel übrig bleibt. Es sei denn – um mei­nen mar­xis­ti­schen Genos­sIn­nen ver­ständ­lich zu blei­ben –, es würde so ähn­lich gemacht, wie am 1. Mai in Ber­lin in Sachen Klas­sen­ver­hält­nisse: Mor­gens eine gemein­same Demo mit den sozi­al­part­ne­rIn­nen­schaft­li­chen DGB-​​Gewerkschaften und abends eine revo­lu­tio­näre Demo.

http://theoriealspraxis.blogsport.de/2014/03/08/eine-feministische-kapitulation-warum-ich-die-8-maerz-demo-in-berlin-verlassen-habe-bevor-sie-losging/







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