Fortschritt von Gleichstellung und Antidiskriminierung auch in Schleswig-Holstein nur im Schneckentempo

24.01.20
FeminismusFeminismus, Schleswig-Holstein, News 

 

Von Cornelia Möhring

Der Fortschritt bei der Gleichstellung der Geschlechter und beim Diskriminierungsschutz ist auch in Schleswig-Holstein eine Schnecke, das zeigen der Gleichstellungsbericht und der Tätigkeitsbericht der Antidiskriminierungstelle, die auf der dieswöchigen Plenarsitzung behandelt werden. Nach wie vor machen Männer zu wenig Platz auf verantwortungsvollen Positionen. Viel zu selten gelingt es daher Frauen, auch Machtpositionen einzunehmen. Dass es an fehlenden Eignungen nicht mangelt, ist längst bewiesen. Vielmehr bedarf es verbindlicherer Maßnahmen.

Und so gut und wichtig es ist, dass es einen Tätigkeitsbericht der Antidiskriminierungsstelle des Landes gibt, der (gemeldete) Diskriminierungen transparent macht, so besorgt nehme ich zur Kenntnis, dass Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts nicht zurückgehen. Auch die anhaltend hohe Diskriminierung aufgrund des Alters empfinde ich als dramatisch. Das sollte alle aufrufen, aktiver und vehementer dagegen Stellung zu beziehen und aktiv Haltung zu zeigen. Da jede/r siebente ältere Mensch außerdem von Armut bedroht ist, besteht ein unmittelbarer Handlungsbedarf. Lebensqualität und würdevolles Lebens sind davon abhängig. Denn auch die geplante Grundrechte wird vor allem Frauen und Niedrigverdiener*innen nichts bringen. Rentnerinnen und Rentnern fehlen hunderte von Euro, um ihren gewohnten Lebensstandard im Alter halten zu können. Die Anerkennung von Lebensleistung bleibt so weiter aus.








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