Aufruf zum Feministischen Streik am 08.März – Wenn wir streiken steht die Welt still


Bildmontage: HF

24.02.20
FeminismusFeminismus, Hamburg, TopNews 

 

Von IL Hamburg

Das „Hamburger Bündnis zum internationalen 08. März Streik“ ruft Frauen sowie trans*, inter und nicht-binäre Personen zur Verweigerung der Haus- und Sorgearbeit am internationalen Frauenkampftag auf.

Am Sonntag, den 08. März, lädt das Bündnis zur Demo „Ohne uns steht die Welt still“ ein. Sie beginnt um 15 Uhr an den Landungsbrücken und endet gegen 18 Uhr mit einer Kundgebung am Neuen Pferdemarkt.

Bereits am Freitag, den 06. März, bietet ein Streikcafé im Arrivati-Park ab 12 Uhr eine Anlaufstelle für alle Streikenden.

Für Samstag, den 07. März, ist ein Aktionstag mit dezentralen Veranstaltungen geplant. Ziel des Streiks ist es, unbezahlte Arbeit sichtbar zu machen, Beziehungs- und Familienzusammenhänge zu politisieren und eine Aufwertung von Care-Berufen zu erstreiten.

Der Auftakt der Proteste findet am 29.02.2020, dem Equal Care Day, statt. Dies passiert im Rahmen einer Kundgebung, die um 16 Uhr am Mönkebergbrunnen beginnt. Von dort aus wird es verschiedene Aktionen im öffentlichen Raum geben, um die Rolle von unbezahlter Arbeit sichtbar zu machen.

Das „Hamburger Bündnis zum internationalen 08. März Streik“ besteht aus knapp 50 Organisationen, Gruppen, Vereinen und zahlreichen Einzelpersonen. Es ist Teil eines bundesweiten Netzwerkes, dessen Gruppen in über 40 Städten Aktionen zur Skandalisierung unbezahlter und schlecht bezahlter Care-Arbeit organisieren.

„Wir fordern die gesellschaftliche Anerkennung und materielle Aufwertung der Care-Arbeit, bezahlter sowie unbezahlter. Wir stehen für eine Gesellschaft ein, in der wir alle nach unseren Bedürfnissen arbeiten, und ein gutes sowie sicheres Leben führen können!“ sagt die Aktivistin Laura Kröger aus dem Hamburger Bündnis.

Die feministischen Proteste in der Bundesrepublik Deutschland reihen sich in eine globale feministische Streikbewegung ein. Überall gehen Menschen am internationalen Frauenkampftag auf die Straße und legen die bezahlte, sowie unbezahlte Arbeit nieder, mit dem Ziel diese sichtbar zu machen, aufzuwerten und die Gesellschaft zum Stillstehen zu bringen. Allein in Spanien beteiligten sich letztes Jahr mehr als 5 Millionen Arbeiter*innen. In Hamburg gingen mehr als 7000 Personen auf die Straße. Das Hamburger Bündnis ruft zum Bestreiken der unbezahlten Care- und Sorgearbeit auf.

„Als Frauen gelesene Personen leisten noch immer zwei Drittel dieser unbezahlten Arbeiten. Diese sind notwendig damit unsere Gesellschaft funktioniert. Wir fordern die Anerkennung und Aufwertung dieser Arbeiten und, dass sie von allen Menschen gleichermaßen übernommen werden,“ erklärt Anne Meerpohl.







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