Kampagne #UNHATEWOMEN von TERRE DES FEMMES erzeugt weitere Hassrede gegen Frauen

02.03.20
FeminismusFeminismus, Soziales, TopNews 

 

Von TDF

Die Kampagne #UNHATEWOMEN ruft dazu auf, Gewalt gegen Frauen, wie sie täglich in Posts, Songs, Texten und Kommentaren veröffentlicht wird, sichtbar zu machen und mit dem Hashtag #UNHATEWOMEN Wortgewalt gegen Frauen nicht unwidersprochen zu lassen. Zudem setzt sich TERRE DES FEMMMES dafür ein, dass frauenverachtende Hassrede konsequent geahndet wird. Die Kampagne wurde gemeinsam mit der Agentur Philipp und Keuntje Berlin realisiert.

Herzstück der Kampagne ist ein Video, in dem Frauen frauenverachtende Raptexte vorlesen. Seit Beginn der Kampagne am 17. Februar 2020 hat TERRE DES FEMMES sehr viel Unterstützung und Zuspruch bekommen. Das Video wurde allein auf Youtube bis jetzt über 51.000 gesehen. Die Bewegung erreichte auch die zitierten Rapper. Rapper Finch Asozial beleidigte öffentlich TERRE DES FEMMES und rief seine Fans zur Gegenwehr auf und Rapper Fler drohte sogar UnterstützerInnen der Kampagne mit Gewalt und setzte ein Kopfgeld auf eine Unterstützerin aus. Auch TERRE DES FEMMES sah sich mit frauenverachtenden Beschimpfungen im Netz konfrontiert.

„Mit der Kampagne #UNHATEWOMEN machen wir darauf aufmerksam, dass verbale Gewalt gegen Frauen unseren Alltag prägt. Schleichend wird diese Wortgewalt dann zur Normalität“, so Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES „Die Folgen der Kampagne zeigen eindrucksvoll, dass Hassrede schon längst normal und salonfähig ist und sogar in manchen Fällen zu handfesten Gewaltdrohungen führt. Wenn die Kampagne also eines offenbart, ist es, dass Wortgewalt zu Wortgewalt führt und es mehr denn je notwendig ist, sich weiterhin gegen frauenverachtende Hassrede zu wehren.“

TERRE DES FEMMES bedankt sich bei allen UnterstützerInnen der Kampagne und appelliert an alle, sich nicht einschüchtern zu lassen und weiterhin frauenverachtende Hassrede öffentlich zu kritisieren. TERRE DES FEMMES fordert insbesondere Rapper und Musiker dazu auf, ein starkes Zeichen gegen frauenverachtende Texte zu setzen und klar Stellung gegen Gewalt an Frauen zu beziehen: #UNHATEWOMEN.

 







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