Anlässlich der Tanzaktion „One Billion Rising“: TERRE DES FEMMES fordert Anerkennung und differenzierte Datenerhebung von Femiziden

13.02.20
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Von TDF

TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e. V. ruft dazu auf, bei der Tanzaktion „One Billion Rising“ am 14. Februar 2020 mitzutanzen und gemeinsam mit Menschen aus aller Welt ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Am Brandenburger Tor in Berlin sowie in zahlreichen deutschen Städten tanzt TERRE DES FEMMES mit und nutzt das Event, um das Thema Femizide in den öffentlichen Fokus zu rücken.

„Die Zahlen sind erschreckend. Im Jahr 2019 wurden laut Zählungen von Prof. Dr. Kristina Wolff 176 Frauen getötet, weil sie Frauen sind.“, sagt TERRE DES FEMMES-Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle. „Trotz Inkrafttreten der Istanbul-Konvention, die Gewalt gegen Frauen bekämpfen soll, werden die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung dem gravierenden Missstand in Deutschland bei weitem nicht gerecht.“

Gewalt in der Partnerschaft ist für viele Frauen in Deutschland bittere Realität. Die Ende 2019 erschienene Bundeskriminalstatistik zu Partnerschaftsgewalt belegt: Jeden zweiten bis dritten Tag tötet statistisch gesehen ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin. Dabei zieht sich Gewalt in der Partnerschaft durch alle gesellschaftlichen und sozialen Schichten.

TERRE DES FEMMES fordert die Bundesregierung dazu auf, das Problem nicht weiter zu tolerieren und angemessene Maßnahmen zur Bekämpfung von Femiziden zu ergreifen. Um ein Bewusstsein für das Problem zu schaffen, muss der Begriff „Femizid“ von der Bundesregierung anerkannt und definiert werden. Außerdem muss diese geschlechtsspezifische Gewalt auch bei der Datenerhebung differenziert erfasst werden.

TERRE DES FEMMES unterstützt die Aktion „One Billion Rising“ seit 2013 tatkräftig, um der Forderung nach einem Ende der Gewalt an Frauen tanzend und lautstark Nachdruck zu verleihen.

 







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