Anlässlich des Internationalen Mädchentages:


Bildmontage: HF

12.10.19
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70.218 betroffene Frauen und Mädchen: TERRE DES FEMMES e.V. veröffentlicht neue Dunkelzifferstatistik zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland

Von TDF

TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V. hat die jährliche Dunkelzifferstatistik zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland veröffentlicht. Diese verzeichnet einen Anstieg der von weiblicher Genitalverstümmelung betroffenen Frauen und Mädchen von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 70.218 in Deutschland. Zudem sind mehr als 17.600 Mädchen gefährdet, beschnitten zu werden.

„Jahr für Jahr steigt die Zahl der Mädchen und Frauen, die von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen oder bedroht sind“, sagt TERRE DES FEMMES-Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle. „Der Handlungsbedarf ist enorm, um gefährdete Mädchen zu schützen.“

TERRE DES FEMMES klärt bereits seit seiner Gründung über weibliche Genitalverstümmelung auf. Die Organisation steht im Austausch mit Diaspora-Communitys und bildet MultiplikatorInnen aus, die das Tabu in den betroffenen Communitys brechen und die Menschen dort für das Thema sensibilisieren. Dabei erzielte TERRE DES FEMMES schon einige Erfolge! So fördert auch die EU die von TERRE DES FEMMES und drei europäischen Partnerorganisationen koordinierten „CHANGE“-Projekte, bei denen nicht nur MultiplikatorInnen, sondern auch Fachkräfte aus dem sozialen und medizinischen Bereich zu dem Thema geschult werden.

TERRE DES FEMMES fordert effektive Maßnahmen, um weibliche Genitalverstümmelung zu bekämpfen. Das Thema muss Bestandteil bei Aus- und Weiterbildungen zu medizinischen, pädagogischen, sozialen und juristischen Berufen werden. Nur so kann rechtzeitig eine Gefährdung erkannt und kompetent reagiert werden. Aufklärung über weibliche Genitalverstümmelung und Unterstützung der Betroffenen müssen flächendeckend gewährleistet werden.







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