100. internationaler Frauentag - einiges erreicht, aber noch viel zu tun.

07.03.11
FeminismusFeminismus, NRW, News 

 

Zum 100. Internationalen Frauentag am 8. März 2011 erklären Hubertus Zdebel, Landessprecher der LINKEN, und Irina Neszeri aus dem Sprecherinnenrat der LISA-Frauen in NRW:

"Vor 100 Jahren begingen die Frauen zum ersten Mal ihren internationalen Kampftag auf Vorschlag der Sozialistin Clara Zetkin. Einiges ist erreicht, aber viel ist noch zu tun. Um Lohngleichheit, den Mindestlohn und allgemeine Arbeitszeitverkürzung als Voraussetzung für eine unabhängige Existenz ringen wir noch heute, und die Steuerbegünstigung der sogenannten „Hausfrauenehe“ durch das Ehegattensplitting besteht fort. 23% liegt das Lohnniveau der Frauen unter dem der Männer, und die Aufwertung von „Frauenberufen“ wie Erzieherin oder Hebamme ist ein dringendes politisches Ziel."

Im Zuge der Entwürdigung unter den Hartz-Gesetzen werden inzwischen Schwangere zu gesundheitsschädlicher Arbeit gezwungen oder bekommen die Mittel zum Überleben entzogen. Wir werden uns dagegen entschieden wehren.", macht Landessprecher Hubertus Zdebel deutlich.

"Wir haben weiterhin viel zu tun auf dem Weg für Existenz sichernde Arbeit, für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung, kurz die Freiheit der Frauen.", ergänzt Irina Neszeri vom Sprecherinnenrat der linken sozialistischen Arbeitsgemeinschaft Frauen (LISA). "Wir freuen uns über ein großes Angebot an Veranstaltungen rund um den 8. März. In Bocholt waren die Frauen bereits am 5.3. zu einem historischen Stadtspaziergang unterwegs, im Hamm und Köln fanden in Bündnissen mit Initiativen und Vereinen Veranstaltungen statt. Es folgen aber noch viele weitere Termine von Aachen bis Herford, von der Diskussion mit den streikenden Hebammen bis zur Filmvorführung 'We want Sex'", so Neszeri weiter.

Feminismus ist für die NRW-LINKE ein wichtiges Thema, das bereits im Landtagswahlprogramm eine herausragende Position einnimmt. Unter dem Titel "Frauen: Wege aus der Gewalt - Wege in die Freiheit" wird es in den kommenden Monaten einen Aktionsschwerpunkt geben, der vom Landesverband gemeinsam mit Aktiven vor Ort gestaltet wird.



DIE LINKE. und häusliche Gewalt: Der Täter kann bleiben - 14-02-11 21:56




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