Internationaler Frauentag 2012

02.03.12
FeminismusFeminismus, NRW, Düsseldorf, News 

 

Ich bin schick und du mußt schuften - die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in der weltweiten Bekleidungsindustrie
Referentin: Christiane Schnura

Donnerstag, 8. März 2012, 19.00 Uhr
Bürgerhaus Bilk, Himmelgeisterstr. 107
Saal 106/7 (im 1. Stock/Aufzug)

Die Arbeitsbedingungen in der globalen Textilindustrie sind geprägt von niedrigen Löhnen, langen Arbeitszeiten und mangelnden Arbeitsrechten. Die niedrigen Preise, die Bekleidung und Sportschuhe auf dem Weltmarkt erzielen, lassen sich nur durch ausbeuterische Arbeitsverhältnisse in Ländern wie Bangladesh oder Indonesien realisieren, die die unteren Enden der globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten einnehmen.

Immer öfter werden Produktionsschritte an Vertragsunternehmen abgegeben; die Auftraggeber können so nicht nur Kosten reduzieren, sondern sich auch elegant aus der Verantwortung stehlen, sollte es entlang der Produktionskette zu Menschenrechtsverletzungen durch die Unternehmen kommen.

AktivistInnen aus Nord und Süd kämpfen dafür, dass die Einhaltung von arbeitsrechtlichen Mindeststandards entlang der gesamten Zulieferkette in der Verantwortung des Mutterkonzerns liegt. Es ist kein Zufall, dass es fast ausschließlich Frauen sind, die unter oft unmenschlichen Bedingungen die hier so beliebte Markenkleidung herstellen. Die Annahme scheint zu sein, dass arbeitende Frauen sich nicht organisieren und keinen Widerstand gegen solche Arbeitsbedingungen leisten.

Doch dem Mythos von Geschick und Gefügigkeit setzen immer mehr Frauen-NGOs und Gewerkschaften teils auch transnationale Organisierungsprozesse entgegen- nicht zuletzt, um zu verhindern, dass die Verbesserung von Arbeitsrechten in einem Land  zur Abwanderung der Arbeitsplätze in ein anderes Land bzw. in den informellen Sektor führt.

Im Rahmen der Veranstaltung werden wir uns über die Arbeitsbedingungen in der weltweiten Textilindustrie informieren. Gemeinsam werden wir darüber diskutieren, wie VerbraucherInnen aktiv werden können und was es für Kaufalternativen gibt. Ferner werden wir auch das Einkaufsverhalten der öffentlichen Hand beleuchten.

Wir hoffen auf eure rege Teilnahme.







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