Erklärung zum 1. Mai 2010


Bildmontage: HF

02.05.10
ArbeiterbewegungArbeiterbewegung, Internationales, News 

 

Der Revolutionäre Aufbau Schweiz hat dieses Jahr unter der Parole «Raum aneignen – Kämpfe verbinden – Perspektive entwickeln» zu Demonstrationen in Basel, Bern, Winterthur und Zürich aufgerufen, in Zürich zudem zu politischen und kulturellen Aktivitäten auf dem Kanzleiareal.

Dadurch, dass weltweit ArbeiterInnen auf die Strasse gehen, eignen sie sich den öffentlichen Raum für kurze Zeit an. Die Kämpfe verbinden sich durch den gemeinsamen Kampftag. Und an diesem Tag wird nicht nur gegen einen einzelnen Missstand gekämpft sondern für eine bessere Welt. Der revolutionä ;re Aufbau kämpft für den Kommunismus.

Die Parole konkretisiert sich auch. In den verschiedenen Städten haben wir uns Raum angeeignet, verschiedenen Kämpfen eine Plattform gegeben, sie so verbunden und versucht, die Perspektive auf eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung sichtbar zu machen.

In Basel demonstrieren rund 2000 Menschen vom Messe- zum Marktplatz. Zwei miteinander verbundene grosse Transparente kennzeichnen einen starken antikapitalistischen Block: „Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren. UBS enteignen“ und „Clariant sind wir, wir bleiben hier – Stopp Stellenabbau“, das letztere getragen von einem Teil der Clariant-Belegschaft. Beim Marktplatz wird versucht, ein die Hausbreite abdeckendes Transparent vom Balkon der UBS hängen zu lassen. Ein erster Versuch scheitert an anrückender Polizei, gemäss der e in „Besteigen fremder Häuser“ nicht erlaubt sei. Die Demo reagiert entschlossen, bildet Ketten, skandiert „Hoch die internationale Solidarität“ und drängt die Polizisten zurück. Der Polizeikommandant tut, was zu tun übrig bleibt: Zum Rückzug blasen. So kann in Ruhe das Transparent aufgehängt werden: „UBS enteignet. Heute symbolisch, morgen... Gegenmacht aufbauen, Kapitalismus zerschlagen“.

In Winterthur nahmen rund 700 Leute an der Demo teil. Der revolutionäre Block führte mit der Parole „Kapitalismus zerschlagen“ den grossen Teil der Demo an. Bereits zu Beginn am Neumarkt und auch während der Demo wurden verschiedene klassenkämpferische Reden gehalten und Parolen gerufen. Der kämpferischen Stimmung des revolutionären Blocks konnte also auch das schlechte Wetter nichts anhaben . Im oberen Graben wurde von Aktivisten des Revolutionären Aufbaus ein Transparent mit der Parole „Plan Gloria bei Rieter: Verlagerungen stoppen, Entlassungen verhindern“ über die Strasse gespannt. Damit wurde auf den jüngsten Angriff der Rieter-Bosse auf die ArbeiterInnen Bezug genommen.

An der Demo in Zürich beteiligten sich rund 8000 Personen; der lautstarke revolutionäre Block war gut besucht. Kurz nach Demo-Beginn fand ein Strassentheater statt, das die prekäre Erwerbssituation proletarischer Frauen thematisierte. Auf der Rudolf-Brun-Brücke wurden unter dem Motto „Den Kapitalismus bachab schicken“ die Logos von Nestlé, UBS und Shell in die Limmat geschickt. Beim Grossmünster segelte ein riesiges Transparent über die Köpfe der Demo-TeilnehmerInnen. Als die Demo am Bürkliplatz endete, zog eine Gruppe weiter, um in einer symbolischen Aktion auf dem Paradeplatz die Rote Fahne zu hissen. Ein massives Polizeiaufgebot verhinderte dies. Ab 13.30 fanden auf dem Revolutionären Treff am Kanzleiareal Konzerte statt, u.a. der kanadischen Punk-Band DOA. Im Anschluss daran breitete sich die Veranstaltung auf den Helvetiaplatz aus – es war gelungen diesen Raum in Besitz zu nehmen. Als sich Richtung Langstrasse indes ein Demozug formierte, wurde dieser sogleich durch einen massiven Polizeieinsatz eingekesselt. Im Laufe der Auseinandersetzungen wurden gemäss Polizeieingaben 250 Leute festgenommen. Der Revolutionäre Treff auf dem Kanzleiareal ist seither bis zur Stunde polizeilich eingekesselt. Das Polit- und Kulturprogramm geht trotz dem gezielten Angriff der Repressionskräfte gegen die politischen Inhalte des Revoutionären Treffs dennoch in der Kanzleiturnhalle weiter.


Freilassung der festgenommenen DemonstrantInnen!

Freiheit für unsere zwei am Donnerstag verhafteten Genossen!

Für den Kommunismus!


Revolutionärer Aufbau Schweiz, 1. Mai 2010







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