Stasimethoden in der IG Metall NRW entgegentreten!


Bildmontage: HF

09.09.17
ArbeiterbewegungArbeiterbewegung, NRW, Ruhrgebiet 

 

Von RIR

Rücktritt von Knut Gieseler, IG Metall-Bezirksleiter NRW, und Dieter Lieske, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Duisburg, gefordert!

Für die was tun bei Thyssenkrupp-Steel hat ihr Sprecher, Dr. Peter Berens, den Vorsitzenden der IG Metall NRW, Knut Gieseler, und den 1. Bevollmächtigten der IGM-Duisburg und stellv. Mitglied im Vorstand des DGB-Stadtverbandes Duisburg, Dieter Lieske, zum Rücktritt aufgefordert.

Aus den Schreiben:

„Am Rande der Kundgebung der Stahlkocher am 3. Mai in Hüttenheim kam es zu einem Einsatz der Polizei gegen zwei Dutzend linke GewerkschaftskollegInnen, die ein eigenes Megafon benutzten.

Das Blatt Stahlkocher schrieb dazu:

´Dieter Lieske, erster Bevollmächtigter der IG-Metall und SPD-Ratsmitglied in Duisburg, passte in seinem Antikommunismus diese Richtung nicht. Er stiftete die Polizei zu einem rechtswidrigen Einsatz an, um die Solidaritätsdelegation der internationalistischen Liste/MLPD auszugrenzen. Gewaltsam wurde v.a. gegen Gabi Gärtner vorgegangen und einzelne Teilnehmer zu Boden gestoßen` (Stahlkocher Extra 4, 13. Jahrg., 10.5.2017).

Demnach ging der Polizeieinsatz auf Dieter Lieske zurück.

Tatsächlich hatte aber nicht nur die Gewerkschafterin Gabi Gärtner von der MLPD an dem Mikrofon geredet, sondern auch mehrere Kollegen aus dem Stahlbereich. Es sprach Gerd Pfisterer, früherer Betriebsrat bei Krupp Rheinhausen. Es sprachen zwei Kollegen von Thyssenkrupp-Steel: Peter Römmele und Markus Stockert. Beide sind Mitglieder der Vertrauenskörperleitung von Thyssenkrupp-Steel.

Damit richtete sich der Polizeieinsatz gerade gegen Stahlarbeiter und besonders gegen zwei Mitglieder der Vertrauenskörperleitung von  Thyssenkrupp-Steel.

Dass ein 1. Bevollmächtigter der IG Metall die Polizei zu einem Einsatz u. a. gegen zwei Mitglieder der Vertrauenskörperleitung des größten Stahlbetriebes in Deutschland anstiftet, ist bereits ein Skandal für sich.

Noch empörender ist, dass damit Dieter Lieske Stasi-Methoden in die Gewerkschaftsbewegung einführt. Es handelt sich deshalb um Stasi-Methoden, weil von Lieskes Seite versucht wird, Meinungsverschiedenheiten über unterschiedliche gewerkschaftspolitische Ansätze nicht mit Mitteln der Diskussion, sondern mit dem Polizeiknüppel auszutragen.

Ich fordere Knut Gieseler als IG Metall-Bezirksleiter NRW zum Rücktritt auf, weil er die gewerkschaftspolitische Verantwortung für die Kundgebung trägt, auf der sich der schlimme Vorfall ereignete.

Ich habe ebenfalls Dieter Lieske aufgefordert, als 1. Bevollmächtigter der Duisburger IG Metall und als stellvertretendes Mitglied im Vorstand des DGB-Stadtverbandes Duisburg  zurückzutreten.

Außerdem habe ich den Vorstand des DGB-Stadtverbandes aufgefordert, eine Untersuchungs-kommission einzusetzen, die prüft, ob es Dieter Lieske war, der am 1. Mai 2017 und am 1. Mai 2016 den Polizeieinsatz gegen linke Gewerkschafter (mit Megafon) auf dem Sammelplatz der DGB-Demonstration vor dem Amtsgericht Hamborn bei der Polizei angeregt hatte.

Mit Stasi-Methoden fahren Sie die IG Metall an die Wand!“.

Dr. Peter Berens

seit Mai 1971 Gewerkschaftsmitglied und seit Jahrzehnten Mitglied der IG Metall.

 

riruhr.de

 







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