FAU gegen City Aktiv GmbH Berlin, nun außergerichtliche Kampagne, Kundgebung

28.11.15
ArbeiterbewegungArbeiterbewegung, Sachsen, Berlin, News 

 

Von FAU

Die FAU Dresden setzt ihren Konflikt mit der City Aktiv GmbH um den Lohn des bulgarischen Arbeiters Vladimir K. fort. Um ein Zeichen zu setzen verzichtet sie dabei bewusst auf weitere rechtliche Schritte und vertraut ganz auf eine gewerkschaftliche Kampagne. Am Sonntag protestiert die Organisation vor den Geschäftsräumen der City Aktiv.

Diese verweigert weiterhin jedes Gespräch.

Im aktuellen Konflikt um ausstehende Löhne des Gewerkschaftsmitglieds Vladimir K. (55) geht die FAU Dresden ungewöhnliche Wege. Einen schon anstehenden Berufungstermin im Verfahren gegen das Berliner Bauunternehmen zog sie zurück. Sprecher Wolf Meyer (27):

„Viele migrantische Kolleg_innen haben enorme Hürden zu überwinden, ihr Recht juristisch geltend zu machen. Dazu zählen u.a, Sprache, Mobilität und schlechte Dokumentation der Arbeitsstunden in der Branche. Die betreffenden Unternehmer_innen wissen sehr genau was sie getan haben. Aus diesem Grund machen wir jetzt einfach so lange Druck, bis die ausstehenden Löhne gezahlt wurden.“

Aus diesem Grund organisiert die FAU Dresden mit Unterstützung der FAU Berlin am 29. November eine Kundgebung unter dem Motto: „Mit Kaffee und Kuchen zum Chef, mit dem Lohn nach Hause!“ Treffpunkt ist 14 Uhr am Bhf Berlin Grünau.

Für den Fall, dass die Firma ihrerseits gegen die Gewerkschaft ins Feld zu ziehen sucht, behält sich die FAU dann aber doch noch rechtliche Schritte vor. „Die Firma und ihr Chef Yordan Genchev sind uns bis jetzt alles andere als sachlich entgegen getreten. In einem solchen Fall würden wir dann u.a. Anzeigen wegen Beleidigung, Nötigung und Bedrohung prüfen.“

In den letzten Wochen wurde der Fall unter dem Hashtag #Bezahlt_Vladimir bundesweit immer bekannter. Viele Unterstützer_innen protestierten telefonisch und per Mail. Neben weiteren öffentlichen Aktionen plant die Gewerkschaft nun auch die Informierung der Geschäftspartner_innen des Unternehmens, sollte dieses auch nach der Kundgebung nicht zahlen.







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