Für die Familien und die Zukunft unserer Kinder: Kampf um jeden Arbeitsplatz!

23.09.17
ArbeiterbewegungArbeiterbewegung, Feminismus, NRW, Ruhrgebiet, News 

 

Von Frauenverband Courage

Wir Frauen vom Frauenverband Courage stehen fest an der Seite von euch Stahlarbeiter*innen, eurer Familien und Freund*innen im Kampf um jeden Arbeitsplatz.

Mit der Fusion von thyssenkrupp mit dem indischen Konzern Tata Steel will sich thyssenkrupp von der Stahlsparte trennen, um weiter Maximalprofite scheffeln zu können. Sie behaupten heuchlerisch, es ginge um die Rettung der „übrigen“ Arbeitsplätze. Die Vernichtung von Arbeitsplätzen hat aber noch nie andere Arbeitsplätze gerettet! Dieser Politik sollen mindestens 4000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen.

Wer wie die Bosse von thyssenkrupp von einem „Wegfall“ von Arbeitsplätzen spricht, geht mutwillig und berechnend über die Existenz ganzer Familien und die Zukunft der Jugend hinweg. An jedem Arbeitsplatz in den Stahlwerken hängen 4-5 weitere Arbeitsplätze bei Zulieferunternehmen, von denen die Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Familien ernähren müssen! Gerade im Ruhrgebiet, nach den Schließungen von Schlecker, Nokia und Opel, wissen die Menschen, was das bedeutet: Arbeitslosigkeit, Hartz IV und wachsende Kinderarmut. Davon haben die Herren in den Konzernetagen und auch die Politiker in Bundes- und Landesregierung keine Ahnung! Arbeitsministerin Nahles (SPD) stellt sich nicht etwa gegen die Fusion – nein, sie will nur, dass der Firmensitz in Deutschland bleibt und es keine betriebsbedingten Kündigungen gibt. Was ist denn bitte schön besser daran, wenn holländische oder englische Arbeiter*innen ihren Arbeitsplatz verlieren? Was ist denn besser daran, wenn Arbeit*innen „sozialverträglich“ aus dem Betrieb gedrängt werden? Wenn sie mit Druck und Massenmobbing mürbe gemacht werden, bis sie „freiwillig“ gehen, wie bei Opel Bochum oder jetzt bei VW? Jeder vernichtete Arbeitsplatz fehlt unserer Jugend! Deshalb geht dieser Angriff auf Tausende Arbeitsplätze jeden an – Arbeiter, Frauen, Kinder und Jugendliche!

Wir wissen aus den Erfahrungen bei Opel Bochum, dass ihr mit euren Frauen und Familien nicht alleine steht. Wer kämpft, bekommt Solidarität! Wir Frauen in Courage, besonders die Bergarbeiterfrauen und das Frauenkomitee BASTA, haben gelernt wie wichtig es ist sich einzumischen, die Männer herauszufordern gemeinsam mit uns zu kämpfen. Uns für die Zukunft unsere Kinder und Familien einsetzen - das können wir nur organisiert. Organisiert kämpfen wir für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen und eine Zukunft ohne Ausbeutung und Unterdrückung.

Ihr und eure Familien könnt euch auf die volle Solidarität und tatkräftige Unterstützung von Courage verlassen!







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