Zum 200. Geburtstag von Karl Marx: "Selbst auf die Gefahr des Galgens"


Bildmontage: HF

03.05.18
TheorieTheorie, Debatte 

 

Der hier wieder veröffentlichte Text (pdf-Datei im Anhang) unseres Autors Dr. Richard Albrecht wurde bereits vor zehn Jahren in dessen Rechercheband SUCH LINGE gedruckt. Gern veröffentlichen wir ihn hier noch einmal im Netz als relevanten Beitrag zur Marxforschung: Es geht um das Marx teilweise bis heute fälschlich zugeschriebene bekannte GALGEN-Zitat aus dem ersten Band des "Kapital". Das nicht von Marx selbst stammt. Sondern von Marx zustimmend nach einem zeitgenössischen englischsprachigen Publizisten zitiert wird. In diesem kennzeichnete Marx das empirisch-reale Kapital als einen so barbarischen wie kriminellen, weil auf Maximalprofit gerichteten, Handlungszusammenhang: Für das anlagesuchende Kapital gibt es „kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“ Wobei Marx wegen  der propagandistischen Wirksamkeit der Aussicht auf Höchstprofit von 300 Prozent pro Jahr aus der Denkmöglichkeit, daß solche kapitalistschen Exproprioateure oder Ausbeuter gehängt werden, die Gefahr, an den Galgen zu kommen, machte.

Beim genauen Lesen von Richard Albrechts mehrsprachig-smarten Forschungsbericht zu Karl Marx´ Galgen-Zitat fällt en passent oder ganz beiläufig noch etwas Anderes auf: Dieser kurze zweiteilige Forschungsbericht ist bis heute der eingehendste und genaueste Beitrag zur philologiehistorischen Aufklärung dieses Marxzitats; das mag angesichts der seit gut hundert Jahren realexistierenden, in Ost und West gleichermaßen staatsknetisch alimentierten Marxforschung, den staatsgedienerten Marxismus in Ganzdeutschland eingeschlossen, erstaunen. So gesehen wird, wenn man so will, dieser Zusammenhang von einem selbständig forschenden Autor im Wortsinn vorgeführt ...

 




Richard_Albrecht_SELBST_AUF_GEFAHR_DES_GALGENS_2018_NEUBEARBEITET.pdf



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