Aufklärung vs. Feudalismus, (A)“Soziale Marktwirtschaft“ und Religion

16.09.13
TheorieTheorie, Kultur, News 

 

von Reinhold Schramm (Bereitstellung)

Vorbemerkung: Wir müssen das Rad der Geschichte nicht neu erfinden.

Aufklärung: die gegen den  Feudalismus und die ihn rechtfertigende religiöse Weltanschauung gerichtete geistige Emanzipationsbewegung der Bourgeoisie in der Periode der Vorbereitung und Durchführung der bürgerlichen Revolutionen im 17. und 18. Jahrhundert.

Im Laufe des 18 Jh. griff die Aufklärung auf nahezu alle europäischen Länder über, entwickelte sich jedoch in den einzelnen Ländern entsprechend den unterschiedlichen historischen Bedingungen in verschiedener Weise und erlangte unterschiedliche Bedeutung. Am vollendetsten wurde sie in England und Frankreich ausgebildet, wo die aufsteigende Bourgeoisie sich in einem einheitlichen Nationalstaat entwickelte und ihre gesellschaftlichen Forderungen am entschiedensten vertrat. Ihre radikalste und ausgeprägteste Form erreichte sie in Frankreich.

Die deutsche Aufklärung erlangte auf Grund der weniger fortgeschrittenen Entwicklung der Bourgeoisie in Deutschland und der zunehmenden Macht des kleinstaatlichen Absolutismus insgesamt nicht die Bedeutung der westeuropäischen Aufklärung. Kennzeichnend für die russische Aufklärung war ihre enge Verbundenheit mit dem Volk und ihre revolutionäre Grundhaltung gegenüber dem russischen Feudalabsolutismus (Zarismus).

Die Aufklärung hatte, so vielgestaltig sie war, eine einheitliche Grundtendenz: sie bekämpfte die herrschenden feudalen politischen, sozialen, ökonomischen, philosophischen, ästhetischen und theologischen Anschauungen und die bestehenden politischen Institutionen des Feudalismus
. -

Die Aufklärung strebte nach Verbreiterung von Wissen, nach Ausrichtung des Denkens auf die Veränderung der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse und nach Schaffung einer vernunftgemäßen Gesellschafts- und Staatsordnung. -

Religion, Naturanschauung, Gesellschaft, Staatsordnung, alles wurde der schonungslosen Kritik unterworfen; alles sollte seine Existenz vor dem Richterstuhl der Vernunft rechtfertigen oder auf die Existenz verzichten. (Friedrich Engels) -

Ihren Abschluss fand die Aufklärung nachdem die Bourgeoisie ihre politische Vormachtstellung konstituiert hatte und sich der Klassengegensatz zwischen Proletariat und Bourgeoisie herausbildete.

Die Bourgeoisie sagte sich von den progressiven Erkenntnissen und Zielen der Aufklärung los
und nahm in zunehmendem Maße in Theorie und Praxis eine den gesellschaftlichen Fortschritt hemmende Position ein. Die fortschrittlichen Traditionen der Aufklärung wurden vom Proletariat [heute nicht mehr bzw. noch nicht] aufgenommen und [werden zukünftig] im  Marxismus-Leninismus [in der marxistischen Weltaneignung] weiterentwickelt. «
[Eine modifizierte Übernahme, vgl.]

Quelle: Kleines Politisches Wörterbuch. Dietz Verlag Berlin 1973. Vgl.: Aufklärung, S. 81.

Die Herausgabe und Redaktion lag in den Händen eines Kollektivs von Mitarbeitern des Dietz Verlages: Waltraud Böhme, Marlene Dehlsen, Andrée Fischer, Dr. Herbert Jans, Gerhard König, Margot Lange, Renate Polit, Gertrud Schütz. Die einzelnen Sachgebiete wurden betreut: Außenpolitik – Institut für Internationale Beziehungen, Potsdam-Babelsberg; Geschichte, Prof. Dr. Hans Müller; Kulturpolitik, Gerd Rossow; Militärpolitik, Oberst Dr. Werner Hübner; marxistisch-leninistische politische Ökonomie, Prof. Dr. Willi Ehlert, Prof. Dr. Karl-Heinz Stiemerling; marxistisch-leninistische Philosophie, Prof. Dr. Manfred Buhr, Dr. Rolf Kirchhoff, Prof. Dr. Alfred Kosing; marxistisch-leninistische Staats- und Rechtswissenschaft – Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der Deutschen Demokratischen Republik.


VON: REINHOLD SCHRAMM (BEREITSTELLUNG)






<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz