„Warnung vor Falschmünzern“


Bildmontage: HF

01.09.13
TheorieTheorie, Sozialismusdebatte, News 

 

von Max Reimann - Reinhold Schramm (Bereitstellung)

Linke Phrasen - Rechte Politik. Gegen Maoismus und Bourgeoissozialismus

„Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Jeder von Euch hat schon davon gehört, oder gar selbst erfahren müssen, dass man vor unseriösen Händlern auf der Hut sein muss, die schlechte Waren, mit schönen Etiketten versehen, an den Mann bringen wollen. Das gilt aber auch für politi- sche Etikettenschwindler. Lasst Euch darum nicht davon täuschen, dass sich so viele Gruppen kommunistisch nennen.

Es stellt sich die Frage: Wer sind wirkliche Kommunisten und wer treibt mit ihrem Namen Schindluder? Woran kann man das erkennen?

Kollegen, geht von Euren eigenen Erfahrungen aus.
Kommunisten haben sich stets für die Interessen der Arbeiter eingesetzt
. Dafür sind sie unter Hitler in die Gefängnisse und KZ’s gegangen. Dafür wurden tausende Kommunisten hingerichtet.

Auch heute kann man die wirklichen Kommunisten daran erkennen, ob sie Arbeiterinteressen vertreten. Was die Arbeiter heute brauchen, sind sichere Arbeitsplätze, stabile Preise, höhere Löhne. Diese brennenden Anliegen hat die DKP in den Mittelpunkt ihrer ‘Aktion Preisstopp und Arbeitsplatzsicherheit’ gestellt.

Was tun die maoistischen Gruppen, die sich auch kommunistisch nennen? Mit radi- kalen Phrasen lehnen sie die Vorschläge der DKP für Preisstopp und Sicherung von Arbeitsplätzen als ‘Arbeiterverrat’ ab.

Arbeiter wissen: Das Übel besteht darin, dass die Arbeiter nichts und die Unternehmer alles zu sagen haben. Um dies zu ändern, unterstützt die DKP die gewerkschaftliche Forderung nach Mitbestimmung als einen ersten Schritt.

Die maoistischen Gruppen dagegen hetzen in trauter Eintracht mit den Unter- nehmerverbänden, mit Schleyer und Sohl gegen die Mitbestimmung. Von Euch gewählte Betriebsräte werden von ihnen als ‘Arbeiterverräter’ verleumdet.

Arbeiter wissen: Für die Durchsetzung von Arbeiterinteressen sind starke Gewerkschaften notwendig. Darum unterstützt die DKP die Einheitsgewerkschaft als eine der wichtigsten Errungenschaften der Arbeiterbewegung unseres Landes.

Genau wie die Konzernbosse und die CDU-Führer, versuchen die maoistischen Gruppen dagegen die Einheitsgewerkschaften zu spalten. Sie wollen in ihnen Fraktionen bilden oder gar Gegenorganisationen aufbauen. Bei Betriebsräte- wahlen versuchen sie der Arbeitereinheit Spalterlisten entgegenzusetzen.

Immer wieder zeigt sich, dass die maoistischen Gruppen Etikettenschwindel betreiben. Sie sind keine Kommunisten. Sie sind keine Vertreter der Interessen der Arbeiter sondern gewöhnliche Hilfstruppen des Großkapitals und der Reaktion.

Die DKP ist die einzige kommunistische Partei in der Bundesrepublik. Ihr sind die Traditionen der Arbeiterbewegung Verpflichtung zum handeln. Sie vereint in ihren Reihen tausende ehemalige Mitglieder und Funktionäre der 1956 widerrechtlich verbotenen KPD, die dem antifaschistischen Widerstand angehörten.“ (Max Reimann)

Quelle: Broschüre der DKP - nach dem 20. Jahrestag des KPD-Verbots. Auszüge aus den Referaten und Diskussionen der Veranstaltungen der DKP Kreis München und Augsburg. Vgl.: Max Reimann, Mitglied des Präsidiums der DKP, langjähriger Vorsitzender der KPD: „Warnung vor Falschmünzern“.

Auszug aus den Vorbemerkungen von Hans Schneider, DKP Südbayern 1976

„Diese Broschüre erscheint kurz nach dem 20. Jahrestag des KPD-Verbots. Ich halte es deshalb für richtig, an dieser Stelle auf den engen Zusammenhang des Kampfes um die Aufhebung des KPD-Verbotes mit der Auseinandersetzung gegen jene Grüppchen hinzuweisen, die sich zur Täuschung der Öffentlichkeit die Bezeichnung kommunistisch zugelegt haben. Während die Herrschenden nach wie vor am KPD-Verbot festhalten, genehmigen sie Spaltergruppen, die mit der kommunistischen Bewegung nicht das geringste zu tun haben, den Missbrauch des Namens der verbotenen KPD. Sie genießen das Wohlwollen des Monopolkapitals und seiner politischen Vertreter im Kampf gegen die Sowjetunion, die DDR und gegen unsere Partei, die DKP. Die maoistischen Grüppchen wenden sich wie Strauß gegen die Entspannung, fordern die ‘Befreiung’ der DDR. Sie sind gegen Abrüstung, für die Stärkung der NATO. Ganz im Sinne des großen Kapitals verleumden sie die Gewerkschaften und betreiben Spalterpolitik. Unter dem Fälscheretikett werden sie als kommunistische Parteien zur Bundestagswahl zugelassen. In Wirklichkeit sind sie nichts anderes als ‘linke’-getarnte Verfechter der imperialistischen und fortschrittsfeindlichen Politik. {...}“

(Hans Schneider, damaliger Bezirksvorsitzender der DKP Südbayern.)

Vgl.: Linke Phrasen - Rechte Politik - 1976
www.dkp-muenchen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=904:qlinke-phrasen-rechte-politik-zur-politik-des-arbeiterbundesq&catid=54:dkp-rosenheim&Itemid=72

 

 


VON: MAX REIMANN - REINHOLD SCHRAMM (BEREITSTELLUNG)






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