Die historische Spaltung der SPD am 4. März 2018


Bildmontage: HF

04.03.18
DebatteDebatte, Politik, TopNews 

 

Von Reinhold Schramm

»Regierungsbeteiligung: SPD-Mitglieder stimmen für Große Koalition. 463.723 SPD-Mitglieder konnten abstimmen, nun steht das Ergebnis fest: Die Sozialdemokraten haben sich für eine neue Koalition mit der Union entschieden.«

Vgl. Spiegel-Online **

Kommentar

Heute, 4.3.2018, 256. 

“Zweidrittelmehrheit“  =  52 Prozent der m/w SPD-Mitglieder!

Die historische Spaltung der SPD am 4. März 2018

Die ungeschminkte Spaltung der SPD im Ergebnis des Votum vom März 2018:

Von 464 Tausend m/w Parteimitglieder entschieden rund 240 Tausend Mitglieder für die Fortsetzung der GroKo.

Etwa 223 Tausend Parteimitglieder stimmten gegen die Fortsetzung oder beteiligten sich aus unterschiedlichen Gründen nicht am Mitgliedervotum.

Demnach liegt der Anteil für die Zustimmung und Fortsetzung der GroKo-Regierung, mit den anderen GroKo-Kapitalparteien, bezogen auf die gesamte SPD-Mitgliedschaft, bei knapp 52 Prozent der SPD-Parteibasis!

Gleichsam konnten 48 Prozent der SPD-Basis nicht für den rechten gesellschafts- und kapitalpolitischen Kurs der SPD-Parteiführung erreicht werden!

Vgl. Kommentar – SPON **

-  -  -

Nichts Neues von der SPD

Aspekte zum SPD-Regierungsvotum am 4. März ‘18

»SPD-Mitgliedervotum zur GroKo: Ja oder nein, Genossen? Die Entscheidung steht bevor: Am Sonntagmorgen wird das Ergebnis des SPD-Mitgliedervotums verkündet. Wie wird ausgezählt? Was passiert, wenn die Genossen mit Nein stimmen? Antworten auf die wichtigsten Fragen.«

Vgl. Spiegel-Online *

Kommentar: 83. - am 03.03.2018:

Im Ergebnis: Mehrheit für Fortsetzung der hündischen GroKo!

Von den rund 463 Tausend Parteimitglieder der Spezial-Sozialdemokratischen Partei sind rund 43 Prozent m/w Pensionäre, Beamte und Angestellte aus dem Staatsdienst. Eine Mehrheit gehört zur Mitgliedschaft der rechtssozialdemokratisch okkupierten DGB-Gewerkschaften. Zehntausende teilen sich hauptamtliche Funktionen in den privaten Betrieben, Konzernen, Partei- und Gewerkschaftsstiftungen, öffentlich-rechtlichen und privaten Medien und DGB-Zentralen und Landesverbänden. Tausende in politischen Funktionen auf Bundes-, Landes-, Kreis- und Stadtebene.

Vor allem hieraus schöpft die jeweilige Landesebene, ebenso wie die Bundesführung der SPD, ihre gesellschaftspolitische Basis und die im Voraus bereits anvisierte Zustimmung. Diese Funktionsebenen sind zugleich von der jeweiligen Einbindung in die Landespolitik der Länderparlamente und darüber hinaus, von der Beteiligung, der rechtssozialdemokratischen Führungsebene, an zentraler Stelle von ihrer Einbindung in die Bundespolitik, Ministerien und staatlichen Behörden abhängig.

Der heutige Anteil aus der differenzierten m/w Arbeiterschaft liegt in der Mitgliedschaft bei 16 Prozent, und damit weit unterhalb des Erwerbsanteils der Bevölkerung. Ebenso stellen die Frauen mit 33 Prozent und die Jugend, zwischen 14 und 30 Jahren, nur eine kleine Minderheit in der SPD. Mehr als die Hälfte der Parteimitglieder sind bereits über 60 Lebensjahre.

Die Mitgliedschaft außerhalb des Staatsdienstes und der gewerkschaftlichen m/w Funktionsträger wird sich erfahrungsgemäß nur im geringeren Umfang an einer Abstimmung beteiligen. Damit ist das Feld für ein weiter so, der rechtssozialdemokratischen SPD-Führung, wohl bestellt. 

 

* Vgl. Spiegel-Online am 03.03.2018:  SPD-Mitgliedervotum zur GroKo: Ja oder nein, Genossen?  Von Max Holscher und Christian Teevs

www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-mitgliedervotum-groko-oder-nicht-tag-der-entscheidung-a-1196131.html

-  -  -

** Vgl. SPON am 4.03.2018: »Zweidrittelmehrheit «

SPD-Mitglieder stimmen für Große Koalition

www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-mitglieder-stimmen-fuer-grosse-koalition-a-1196372.html

-  -  -

04.03.2018, Reinhold Schramm







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz