Der alte Irrweg der "Linken": Der Nationalstaat über alles?

28.03.16
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Von Siegfried Buttenmüller

Rosa Luxemburg hat bereits um 1900 formuliert wie mit der sogenannten "nationalen Frage" umzugehen ist. Leider sind Sozialisten, Sozialdemokraten und Linke dieser Linie nie gefolgt. Der Nationalismus wurde immer stärker und auch die "Linken" gaben und geben Kriegskredite und setzten sich für die jeweiligen Nationalstaaten ein, anstatt dafür den Kapitalismus in der Diktatur des Proletariates zu ersetzen. Das ganze endete in den Blutbädern des zwanzigsten Jahrhunderts, den Weltkriegen und all den anderen Kriegen.

Diese Entwicklung dauert bis heute an denn allein durch die Zerschlagung der Sowjetunion und Jugoslawiens sind in neuen Kriegen zahlreiche neue Staaten entstanden. Nach Ländern wie Syrien und Irak ist nun die EU das nächste "fette Schwein" das auf dem Altar des Nationalismus geopfert werden soll. Außerdem streben Kurden, Palästinenser, Kosovaren, Schotten, Norditaliener, Basken, Katalanen, Flamen und viele Andere nach ihrem "eigenen Staat", der angeblich die Lösung der Probleme ist.

Würden die Linken nun den Internationalismus und Sozialismus als Alternative propagieren, wäre dies kein allzu großes Problem. Doch überall unterstützen Pseudolinke die Nationalbewegungen und ihren Krampf für einen "eigenen Staat".

Anstatt das weltweite Proletariat zu einigen im Kampf für eine Zukunft für alle Menschen, beteiligen sie sich an der Spaltung anhand nationaler sowie auch an religiös / weltanschaulicher Grenzen". .

So kommt es das gespalten wird in Kurden, Araber, Türken, Palästinenser, Israelis, Iraner, Russen, Ukrainer und viele Andere und das diese gespaltenen nun fortwährend gegeneinander gehetzt werden können. Ohne Pseudolinke Nationalisten wäre das auf jeden Fall nicht möglich und das Proletariat könnte seine Überlegenheit zur Geltung bringen und das Heft in die Hand nehmen.

Kein neu gegründeter Staat ist heute überlebensfähig, alle sind abhängig vom internationalen Kapital und dessen Institutionen. Dem Kapitalismus kann mann nicht durch die Gründung eines "eigenen" Kapitalistenstaates entrinnen, sondern nur durch ein ganz anderes Wirtschaftssystem das den Kapitalismus ersetzt. "Sozialismus in einem Lande" gibt es nicht und das propagieren die kleinbürgerlichen und bürokratischen "Linken" auch gar nicht. Ihre einzige Hoffnung ist die Nato, die EU und das große Kapital das ihnen persönlich vielleicht ein angenehmes Leben ermöglicht, wie sie glauben.

Ihre Pläne und Vorstellungen sind jedoch verheerend da sie die Zerschlagung ganzer Staaten und Regionen bedeuten und weitere Kriege, Fluchtbewegungen und Niedergang zur folge hätten.

Alle Mittel damit alle Menschen auf der Welt gut leben können sind im großen Überfluss vorhanden. Es geht darum die Spaltung der Menschen in Nationen, Religionen oder gar Rassen" zu überwinden und denn gemeinsamen Kampf für Menschenrechte und ein anständiges Leben für Alle durchzusetzen.

Eine Gesellschaft die vom großen Geld und Profitinteressen regiert wird ist dazu nicht in der Lage, genau so wenig wie bürokratische und kleinbürgerliche Pseudolinke dazu nicht in der Lage sind.

Die Menschen müssen sich noch stärker vernetzen und auf die Straße um die Interessen der Masse der Gesellschaft zur Geltung zu bringen, sei es gegen Krieg, gegen Atomkraft, gegen Sozialabbau, gegen Umweltzerstörung, gegen Diktatur, Terrorismus und alle Auswirkungen der Herrschaft weniger Kapitalisten über die Gesellschaft.

Demokratie und eine bessere Gesellschaft kann nur von unten erkämpft werden und über alle Grenzen hinweg.

Der Text den Rosa Luxemburg bereits 1900 zur "Verteidigung der Nation" geschrieben hat ist auch und gerade heute noch Top Aktuell. Nicht nur für Polen sondern für alle Länder der Welt.

https://www.marxists.org/deutsch/archiv/luxemburg/1900/nat/index.htm

 

Siegfried Buttenmüller

 







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