Aspekte zum kommenden Zusammenbruch der SPD


Bildmontage: HF

19.10.18
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Von Reinhold Schramm

»Das kommende Beben. Zusammenbruch. Der Neoliberalismus ist am Ende. Die Frage ist nur, ob er laut oder leise gehen wird. Zwei Szenarien.«

Vgl. Das Meinungsmedium, der Freitag *

Info.- Kommentar

Aspekte.

Zur historischen Rolle der SPD im Dienst der deutschen Bourgeoisie.

User-''Querlenker'' zitiert: ''{…} Und wer bei Rheinmetall arbeitet, ist natürlich dafür, dass der nächste Panzerdeal mit der Türkei oder Saudi Arabien auch zustande kommt.'' Vgl.*

So ist die historisch von der Sozialdemokratie herbeigeführte Bewusstseinslage in den Reihen der ''Arbeiterklasse''. So bereits im Kaiserreich in der Schwer- und Rüstungsindustrie und fortgeführt mit der Zustimmung für die Finanzierung der Rüstungspolitik 1914 im Ersten Weltkrieg. Zu Beginn der Weimarer Republik fortgeführt von der Mehrheitssozialdemokratie mit der blutigen Liquidierung und Zerschlagung der revolutionären sozialdemokratischen Arbeiterbewegung. Bis zum Ende der Weimarer Republik mit der Enthauptung des antikapitalistischen und antifaschistischen Widerstands in Deutschland. Stillhaltepolitik der SPD-Führer und ihrer sozialdemokratischen Gewerkschaftsführung bei der Übertragung der kapital-faschistischen und gesellschaftspolitischen Macht an die NSDAP, SA und SS der deutschen Finanz- und Monopolbourgeoisie, als Voraussetzung für die (restlose) physische und psychische Liquidierung der Revolutionäre in den Reihen der deutschen Arbeiterklasse. Zugleich die Voraussetzung für die Schaffung der ideologischen ''Volksgemeinschaft'' aller sozioökonomischen Schichten und Klassen in Deutschland. Deren modifizierte Fortführung in der Restaurationsphase nach dem (äußeren) Kriegsende und nach der Bildung der (westdeutschen) Bundesrepublik 1949. Verbot der antifaschistischen und antiimperialistischen KPD 1956. Begründung der ''Sozialpartnerschaft'' mit der ökonomischen und politischen Administration der Finanz- und Monopolbourgeoisie im Massenbewusstsein der westdeutschen Arbeiterklasse. Ideologische Transformation des westdeutschen Konsumparadieses mit deren Entwicklung der Produktivkräfte auf das (überkommene) Massenbewusstsein der ostdeutschen Arbeiterklasse. Beseitigung der antikapitalistischen Reste im westdeutschen Staats- und Beamtendienst, mit dem sog. ''Radikalenerlass'', unter Federführung der SPD und BfV, unter Willy Brandt 1972.

Ideologische und materielle Korrumpierung der ostdeutschen Mehrheitsbevölkerung, gesellschaftspolitische Implosion der ''DDR'' auf allen Ebenen und deren relativ friedlichen Übertritt ins imperialistische Konsumparadies. Westdeutsche Vorfinanzierung für die Teilhabe am Konsum der Bundesrepublik Deutschland, am Rentenanspruch, am bürgerlichen Parteien-, Pensions- und Beamtenstatus. Aktive Teilhabe der Ostdeutschen am Imperialismus, an der wirtschaftlichen Ausplünderung und ideologischen und materiellen Kriegsführung der ''Bundeswehr'' und dem Einsatz des BND in der Welt.

Fazit: Die ''Sozialdemokratische Partei Deutschlands'' hat sich um die gesicherte Macht und Herrschaft der deutschen Finanz- und Monopolbourgeoisie in der Geschichte Deutschlands verdient gemacht. Dabei auch trotz des aktuellen Niedergangs der SPD-Spezialdemokraten in der Wählergunst. Zumindest die deutsche Bourgeoisie ist der SPD zum Dank verpflichtet. Jetzt gibt es aber auch für die deutsche Bourgeoisie eine andere Alternative für die sozial- und gesellschaftspolitische Gegenwart (und Zukunft -?-), die AfD, mit gesicherten ideologischen und personellen Anteilen aus der NPD – und insbesondere, bürgerlich-ideologisch, aus der historischen NSDAP. 

- ungeschminkt, aber auch ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Erwiderung von 'scandalous':

    

»Herr Schramm, gute Zusammenfassung!

Übrigens; alle diese von ihnen aufgezählten Schandtaten, wie auch das Godesberger Programm hat die SPD überlebt. Aber eines überlebt sie nicht: ihre neoliberale Phase. Wie auch schon die FDP schon vor der SPD. Der Neoliberalismus ist nicht tot, denn er killt weiter: Parteien, Staaten, Menschen, Solidarität.«

Antwort auf 'scandalous':

Als junger Möbeltischler-Facharbeiter gehörte ich 1970-1971 zu den SPD-Jungsozialisten im Westberliner Stadtbezirk Steglitz, in Lichterfelde West, der Abteilung 5. an. Auf einer Mitgliederversammlung verteilte ich Broschüren über die Korruption bei der staatlichen Wirtschaftsförderung. Diese Broschüren hatte ich beim damaligen SEW-Kreisbüro in Berlin Charlottenburg besorgt. Die Verteilung der Broschüre sollte der Aufklärung über Wirtschaftskriminalität dienen.

Tage später erhielt ich einen Telefonanruf an meinem Wohnort in Lichterfelde West. Ein Mitglied des SPD-Bezirksvorstands war am Telefon. Er teilte mit, eine Besprechung würde beim SPD-Vorstand stattfinden, über meine eigenmächtige Verteilung einer Broschüre der West-Berliner SEW.

Ich erklärte ihm, dafür keinen Auftrag der SEW zu haben und der Inhalt der Broschüre sollte der Aufklärung über Wirtschaftskriminalität in der Stadt dienen. //  

Dieses Beispiel zeigt uns, dass die SPD schon vor dem ''Radikalenerlass'' 1972, die eigenständigen politischen Initiativen von SPD-Mitgliedern der Basis überprüfte und überwachte. Der Staatsschutz war auch schon damals, vor dem sog. ''Radikalenerlass'', eine vorrangige Initiative der SPD-Parteiführung auf Landes- und Bundesebene, auch zur Überwachung der eigenen Partei und SPD-Basis.

 

* Vgl. der Freitag, Das Meinungsmedium: Das kommende Beben. Zusammenbruch. Der Neoliberalismus ist am Ende. Die Frage ist nur, ob er laut oder leise gehen wird. Zwei Szenarien. Von Stephan Schulmeister.

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/wie-wird-der-neoliberalismus-enden

 

19.10.2018, R.S. (Zusammenfassung)







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