Seit dem Oktober vor inzwischen drei Jahren


[1] Wilhelm Busch, Selbstporträt, 1894

07.12.14
DebatteDebatte, Soziales, Bewegungen, TopNews 

 

von Klaus Horn

lese und schreibe ich für scharf-links online, sehr geehrte Frau Birgit Kühr. Darum kann ich etwas beurteilen, dass Ihre begründete Frage „Warum verhalten sich die Menschen so“ erst- malig mit so einer Deutlichkeit veröffentlicht wurde.

Obwohl so mancher diese und jene Gebrechen hatte. Ihre aber nach einem Kampf gegen menschliches Unrecht von inzwischen 10!/2 Jahren ohne anzukommen „gegen viele Feinde, Menschen, die mich meiden und viele Anfeindungen“.

Nun hoffen und erwarten Sie in scharf-links nicht nur eine Diskussion, sondern auch eine Antwort.

Das ist ein Problem!
Wir, die vielleicht Antwortenden, werden in die Lage versetzt, die Menschheit mit inzwi- schen auf 7 Milliarden angewachsenen Menschen mit einer Antwort zu vertreten. Denn gibt es eine Gegend auf dem Planeten, in der sich der Mensch nicht so ähnlich verhält wie von Ihnen festgestellt?

Was tun?
Ich schlug ein ernst gemeintes Buch auf mit dem Titel „Geflügelte Worte“. Mal sehen, welches passende Geflügelte ich für mich heimlich „abstauben“ könnte. Eine Unmenge erwartete mich zum: Mensch, Menschen, Menschheitsdämmerung, Menschheitsideen, Menschliche, Menschlichkeit. Darunter das von großen Geistern durch die Jahrhunderte und rund um die Welt. So etwas und so etwas:
Wie der Mensch ist, wie er sein sollte, und wie er weder ist noch jemals sein wird. Darüber hinaus geht das ja auch schon im ältesten Geschichtsbuch so richtig los, näm- lich im „1. Buch Könige“ des Alten Testaments:
„Es lebe der König! Nieder mit dem König!“
 
Sie sind also gar nicht allein! 

Mal abgesehen von den zunehmenden Beschwörungen, endlich etwas für den Klima- schutz zu tun, weil…Und dann poltern nicht nur die noch vereisten Polkappen in die Ozeane … gibt es nicht nur aber auch eine aktuelle NASA-Studie, nach der die Menschheit an ihrem Ende angekommen ist.

Wäre er, unser Mensch, nur nicht vom Baum gestiegen! Dann ja dann…

Man bleibe optimistisch.
Und wenn auch nur für die Zeit der durchschnittlichen Lebenserwartung, in der Sie mit 83, Frau Birgit, mir - als ein Mann mit nur 78 – deutlich überlegen sind nach den letzten statistischen Berechnungen für die Deutschen. Und wenn nun noch die Frauenquote über uns Männer kommt, dann wird klar, wer die Dinge in die Hand nehmen muß, um den Menschen zu bessern!

Dennoch halte ich viel von Wilhelm Busch´s 'Gleichberechtigung':
„Kein Ding
sieht so aus, wie es ist. Am wenigsten der Mensch, dieser lederne Sack voller Kniffe und Pfiffe.“(1)

Bestimmt haben Sie sich, Frau Birgit, an Cervan- tes „Don Quichotte“ erinnert, da Sie schreiben:
„Wir kämpfen gegen Windmühlen“.

Miguel lebte bis 1616. Und zusammen mit Sancho auch schon zwischen Traum und Wirklichkeit. Diese Geschichte hält sich erfolgreich bis heute. Beide erhielten, also der Ritter und Sancho, ein Denkmal in Madrid.

Und auch Honore´ Daumier malte ein sehr schö- nes Bild über den Ritter auf seiner Rosinante.

Das kann doch Auftrieb geben.
Oder etwa nicht?

Ein Gruß
Klaus Horn

1 Wilhelm Busch „“Zwiefach sind die Phantasien“ Leipzig 1972 Seite117.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Busch


VON: KLAUS HORN


Zum Artikel “Warum verhalten sich Menschen so“ von Birgit Kühr - 08-12-14 20:45
Thema: “Warum verhalten sich Menschen so“ - 06-12-14 20:43




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