Verblassen die Grünen?


Bildmontage: HF

11.09.13
DebatteDebatte, Politik, TopNews 

 

von Linkes Forum Paderborn

Aus dem Höhenflug in die Sphäre einer "Volkspartei" ist nichts geworden, und derzeit erleiden die Grünen demoskopische Verluste. Woran liegt das?

Eine beliebte aktuelle Erklärung: Einen offiziellen 'Veggie-Day' hätte die Partei nicht propagieren dürfen, da fühlen sich alle diejenigen, denen fleischliche Gelüste nicht fremd sind, diskreditiert und herumkommandiert.

Wird daran nun Steinbrücks Rütteln am Kanzleramtstor scheitern? Die Generalsekretärin der SPD befürchtet so etwas. In Politikerkreisen geht aber ein Bonmot um, das auf eine andere Perspektive hindeutet: Auf den fleischlosen Tag sei die Grüne Partei verfallen, um den Weg zur Koalition mit der CDU/CSU zu ebnen, es sei vom 'Veggie'-Donnerstag ja nur eine Tagesstrecke zum traditionell fleischlosen christlichen Karfreitag, und dann werde es heißen: Schwarz-Grün?

Ist gegessen, die Koalition steht.. Es bleibt ein Problem: Historischen Gewohnheiten nach findet in christlich geprägten Regionen, vor allem süddeutsch-katholischen, am Karfreitag ein opulentes Fischessen statt. Die Debatte, ob sich das Verzehren von Fischen mit 'Veggie'-Verhalten vereinbaren läßt, ist noch nicht abgeschlossen.

Immerhin erwägenswert ist allerdings, ob nicht das Verblassen der Grünen andere Gründe hat als die vegetarischen Neigungen dieser Partei. Möglicherweise war der "Postmaterialismus", der als Markenzeichen und zugleich als Erfolgsfaktor der Grünen so gern herausgestellt wurde, nur eine Fiktion.

Auch bei den Besserverdienenden, und da hat diese Partei ja ihre Basis, kommt die Befürchtung auf, mit wirtschaftlichen Schönwetterzeiten sei auf Dauer nicht mehr zu rechnen. Und der Nachwuchs mit Uni-Examen gerät ins Ungesicherte. Da verflüchtigt sich der Spaß an Ausflügen ins Grüne.

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