Frauenquote für Vorstandsposten oder soziale Gleichstellung der Frau?


Bildmontage: HF

22.04.18
DebatteDebatte, Wirtschaft, Feminismus 

 

Von Reinhold Schramm

»Familienministerin zur Frauenquote. Streng nach Protokoll. Franziska Giffey will Firmen stärker in die Pflicht nehmen, um die Quote zu erhöhen. Doch über den Sprech der Koalition wagt sie sich nicht hinaus. –  Für eine SPD-Ministerin wie Franziska Giffey ist eine Rede bei der Organisation „Frauen in die Aufsichtsräte“ (FidAR) eigentlich ein Heimspiel. Sowohl die Partei als auch die Spitzenfrauen wollen die Ausweitung der Quote.«

Vgl. Tageszeitung, taz.de *

Kommentar

Frauengleichstellung für zwei Prozent?

Etwa 98 Prozent der Frauen bleiben bei der Gleichstellung und Quotenkosmetik auf der Strecke.

"Franziska Giffey will Firmen stärker in die Pflicht nehmen, um die Quote zu erhöhen. Doch über den Sprech der Koalition wagt sie sich nicht hinaus."

Ausweitung der Frauenquote für die gutbürgerliche sozioökonomische Oberschicht in der oberen Firmenetage und im Aufsichtsrat und im Vorstand der DAX-Konzerne.

Ist das die “Gleichstellung der Frau“?

Sind das die vorrangigen Themen für 98 Prozent der Frauen in Deutschland?

Und was geschieht für die Millionen erwerbstätigen Frauen, bei der immer noch ausstehenden Gleichstellung beim Lohn, bei Gehalt und bei der Vergütung? Und für die Millionen Frauen ohne qualifizierte Berufsausbildung und ohne Erwerbsarbeit?

Müssen migrantische Frauen auf Spracherwerb, schulische Bildung und qualifizierte Berufsausbildung weiterhin verzichten? Sind sie weiterhin ihrem Pascha und Familienclan unterworfen? Bleiben sie weiterhin sozial und gesellschaftlich entmündigt? Bekommen sie allenfalls eine Quote als Putzfrau, Hausfrau und an der Kasse beim Supermarkt?

Wann kümmert sich die gutbürgerliche Frau um die soziale, berufliche und gesellschaftliche  Gleichstellung der absoluten Mehrheit der Frauen?

 

* Vgl. Tageszeitung, taz.de am 19.04.2018: Familienministerin zur Frauenquote. Streng nach Protokoll. Franziska Giffey will Firmen stärker in die Pflicht nehmen, um die Quote zu erhöhen. Doch über den Sprech der Koalition wagt sie sich nicht hinaus. Von Patricia Hecht. »Für rund 100 börsennotierte und mitbestimmungspflichtige Unternehmen gilt seit 2016 eine Frauenquote von 30 Prozent für neu zu besetzende Posten im Aufsichtsrat. Weitere etwa 3.500 Unternehmen müssen sich selbst gewählte Zielvorgaben setzen.«

http://www.taz.de/Familienministerin-zur-Frauenquote/!5497214/

 

21.04.2018, R.S.







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