Die CO2- Debatte überdeckt die wirklichen Umwelt- und Klimaprobleme.


Bildmontage: HF

27.09.19
DebatteDebatte, Ökologiedebatte, Umwelt, TopNews 

 

Von G.Karfeld

Die Pflanzen brauchen Sonne, Wasser, CO2 und Mineralstoffe zum Leben. Pflanzen sind CO2- Speicher. Außerdem sind Pflanzen unsere Lebensgrundlage.
Betrachten wir das gegenwärtige Klima, müssen wir feststellen, die Pflanzenwelt hat offensichtlich reichlich Sonne, auch ein Mangel an CO2 scheint nicht vorhanden zu sein, auch Mineralien sind im Boden vorhanden, was bei den veränderten Klimabedingungen jedoch unbestritten fehlt, ist Wasser. Wasser ist auch notwendig um die Mineralien für die Pflanze zu erschließen.
Doch was ist das Thema der momentanen Klimadebatte? CO2! Ein Stoff der laut CO2- Ideologen im Überfluß vorhanden ist. Wasser, der einzige Stoff der Mangelware ist kommt in der Klimadebatte kaum vor.
Eine halbwegs sichere Nahrungsmittelversorgung ist die Grundlage jeglicher Zivilisation. Diese ist aber direkt abhängig von der ausreichend verfügbaren Ressource Wasser. Schreitet die Trockenheit in dem Maße voran wie in den letzten 10 Jahren, bekommen wir ein massives Nahrungsmittelproblem und damit ein großes gesellschaftliches Problem. Der Wald stirbt nicht an zuviel CO2, er stirbt an zuwenig Wasser. Die Erträge in der Landwirtschaft gehen nicht zurück wegen zuviel CO2, sonder wegen zuwenig Wasser. Wir brauchen vorrangig keine CO2- Politik, sondern eine an die trockenen Klimabedingungen angepaßte Landwirtschaftspolitik. Dazu gehört ein auf die trockenen Klimabedingungen angepaßtes Wassermanagement. Sowohl die Art der Landwirtschaft die wir betreiben, wie auch unser Umgang mit der Ressource Wasser stammt noch aus einer Zeit als Wasser im Überfluß zur Verfügung stand.
Wenn die sichere Nahrungsmittelversorgung die Grundlage jeglicher Zivilisation ist, haben wir in Deutschland den Bogen der Industrialisierung bereits überspannt. Dennoch ist es noch nicht genug, auch heute noch fallen in Deutschland der kapitalistischen Wachstumsökonomie täglich 1 Quadratkilometer Natur durch Bebauung zum Opfer.
Unsere gesamte Infrastruktur in den Wäldern und Fluren ist noch aus der Zeit in der Niederschläge im Überfluß vorkamen. Die Landschaft ist von Gräben durchzogen die das Wasser bei Regen so schnell wie möglich in die begradigten Bäche und Flüsse ins Meer ableitet. Bei der heutigen Trockenheit, sind Maßnahmen notwendig die genau umgekehrt wirken. Bei Regen soll soviel Wasser wie möglich zurückgehalten werden um sie zur Bewässerung der Felder für eine sichere Ernte zu nutzen. Diese Wasserspeicherung soll nicht in großen Stauseen stattfinden sondern in sehr vielen kleinen Biotopen und Feuchtgebieten. Dabei kann man die natürlichen landschaftlichen Gegebenheiten nutzen so dass der Aufwand und der Eingriff in die Natur sehr gering bleibt. Häufig ist nur ein kleiner Damm notwendig um einen Teil der Niederschläge im Winter oder bei Starkregen aufzufangen. Wird das Wasser nicht zur Bewässerung gebraucht sind das wertvolle Biotope und Rückzugsgebiete auch für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Das Wasser in diesen Biotopen das langsam versickert hebt den Grundwasserspiegel an was dem Waldsterben entgegenwirkt.
Wir brauchen also ein Umdenken in der Landwirtschaft und im Umgang mit Wasser. Dies bedeutet weg von der industriellen Landwirtschaft mit ausgeräumten Fluren, hin zur kleinbäuerlichen Landwirtschaft mit Hecken die vor Bodenerosion schützen wie wir sie vor 60 – 70 Jahren noch hatten, ergänzt mit neusten Methoden und Erkenntnissen der biologischen Landwirtschaft. Weg von einer Landwirtschaft für den globalen Markt, hin zur regionalen und nationalen Nahrungsmittelversorgung.
Wenn wir Millionen Tonnen Soja für die Massentierhaltung importieren, um wiederum Millionen Tonnen Fleisch exportieren zu können, exportieren wir auch Millionen Tonnen Wasser. Während die riesigen Mengen an Gülle das Trinkwasser gefährden. Diese Gülle wird auch bei Trockenheit von den Mikroorganismen im Boden nur sehr langsam umgebaut, so dass sie beim nächsten Regen in die Gewässer geschwemmt wird. Hinzu kommt, um der steigende Nachfrage nach Soja nachkommen zu können, werden weitere Urwälder z.B. in Südamerika abgeholzt. Das ganze muss auch noch transportiert werden. Die unten verlinkten Artikel zeigen welch enormer Schadstoffausstoß durch die Frachtschiffahrt verursacht wird. Allein die fünfzehn größten Schiffe der Welt stoßen pro Jahr so viele Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos. Zwischen dem Jahr 2000 und 2009 hat sich die Tonnage der Containerschiffe auf hoher See verdreifacht. Ein Grund für die Zunahme der Containerschiffahrt ist vor allem die Globalisierung und die damit verbundene Verlagerung der Produktion in Billiglohnländer nach Asien. Der X- malige Exportweltmeister Deutschland ist bei der Zerstörung der Umwelt an vorderster Front dabei. Dabei wird jede neue Exportweltmeisterschaft als Erfolg gefeiert. „Deutschland geht es gut“ sagte die Kanzlerin Merkel, sie verhöhnt dabei die jedes Jahr steigende Zahl der Armen wie auch die vielen Menschen die das Klima- und Umweltproblem umtreibt. Es ist in dieser Situation schon sehr erstaunlich dass viele Umweltgruppen immer noch an eine Lösung der bestehenden Probleme bei Beibehaltung des kapitalistischen Systems glauben.
Die globalen Konzerne sind dabei die Daseinsvorsorge der Weltbevölkerung unter ihre Kontrolle zu bringen. Wir brauchen eine Regionalisierung der Daseinsvorsorge. Das bedeutet mehr Freiheit und Selbstbestimmung. Mehr Autonomie kann in Zeiten der Krisen des kapitalistischen Systems zu einer Überlebensstrategie werden. Dies erfordert aber auch den Nationalstaat zu verteidigen. Nur er gibt uns die Möglichkeit des politischen Einflusses. Das schließt natürlich die Möglichkeit nicht aus mit politischen Gruppen anderer Länder eng zusammen zu Arbeiten. Aber die einzige Möglichkeit Veränderungen durchzusetzen besteht auf der nationalen Ebene. Die EU ist eine Diktatur der Bürokraten, sie ist das Zentrum der Macht der Konzerne.

https://www.srf.ch/kultur/wissen/schifffahrt-das-schmutzigste-gewerbe-der-welt

https://kenfm.de/tagesdosis-20-9-2019-der-blinde-fleck-podcast/








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