Das Prinzip Hoffnung der SPD-Führung


Bildmontage: HF

24.02.18
DebatteDebatte, Politik 

 

Von Reinhold Schramm

»SPD-Basis stimmt über Groko-Vertrag ab. Das Prinzip Hoffnung. Für die SPD-Spitze geht es beim Basisvotum um viel. Eine Reise in eine Partei, in der die da oben die da unten nicht verstehen.« – »Die Szene sagt viel über die SPD. Vorne führen, wie früher, die Abgeordneten das Wort. Die Basis soll zuhören.« – »Auf den Plätzen im Dunkeln kommt die Pro-Groko-Werbung nicht so gut an. „Die verarschen uns“, brüllt ein Genosse. Ein anderer ruft: „Die Basis sind die, die ihr nicht sehen könnt.“ Groß wirkt angefressen. So harsche Kritik scheint er nicht gewohnt zu sein. Der lokale SPD-Chef versucht zu beschwichtigen.«  – 

Vgl. Tageszeitung, taz.de *

Info.-Kommentar

"Das Prinzip Hoffnung" der SPD-Führung

  • Die soziale Basis und Zusammensetzung der SPD-Parteimitgliedschaft:

Ende 2016 waren 32 Prozent der SPD-Mitglieder Frauen.

Etwa 22 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren gehören der Gruppe der 14-30-Jährigen an, bei den Mitgliedern der SPD sind es nur 7,5 Prozent (Linkspartei nur 14 Prozent).

Über die Hälfte der Mitglieder der SPD gehören der Gruppe von Personen über 60 Jahren an.

In der SPD gehören 28 Prozent zur Gruppe mit niedriger und 37 Prozent zur Gruppe mit hoher Bildung.

Wie bei allen Parteien, so sind die Arbeiter auch bei der SPD unterrepräsentiert. Die SPD hat einen Arbeiteranteil von 16 Prozent (die Linkspartei hat mit nur 19 Prozent den höchsten Arbeiteranteil von allen bürgerlichen Parteien).

Beamte bzw. Angestellte im öffentlichen Dienst machen in der SPD 42 Prozent der Mitglieder aus (Linkspartei 34 Prozent).

Der Anteil der Gewerkschaftsmitglieder in der SPD ist mit 42 Prozent dreimal so hoch wie in der Gesamtbevölkerung (die Linke hat 32 Prozent Gewerkschaftsmitglieder).

Nach Konfessionszugehörigkeit sind bei der SPD die Protestanten über- und die Katholiken unterrepräsentiert (fast vier Fünftel: knapp 80 Prozent der Linken-Mitglieder sind Konfessionslose).

  • In allen bürgerlichen Parteien sind Frauen, Jüngeren, Personen mit niedriger Bildung und die Arbeiter unterrepräsentiert. So auch in der SPD-Mitgliedschaft.

 

* Vgl. Tageszeitung, taz.de am 24.02.2018: SPD-Basis stimmt über Groko-Vertrag ab. Das Prinzip Hoffnung. Von Stefan Reinecke, Ulrich Schulte, Andreas Wyputta.

www.taz.de/!5483918/#bb_message_3596081

 

24.02.2018, Reinhold Schramm







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