SPD-Linke: Aufwachen! - und für das Finanz und Monopolkapital nicht mitregieren!


Bildmontage: HF

05.03.18
DebatteDebatte, Politik 

 

Von Reinhold Schramm

»GroKo nach SPD-Mitgliederentscheid Aufwachen, bitte! Regieren! Union und Sozialdemokraten können sich nach dem SPD-Mitgliederentscheid jetzt voll auf die Regierungsbildung konzentrieren. Noch fehlt allerdings die Ministerliste - und jede Euphorie.«

Vgl. Spiegel-Online *

Kommentar

Noch ungeschminkte Aspekte zur Spaltung der SPD-Basis.

Zur erneuten (historischen) Spaltung der rechtssozialdemokratischen Mehrheits-SPD am 4. März 2018

Von rund 464 Tausend SPD-Parteimitgliedern, stimmten etwa 240 Tausend: 52 Prozent, für die fortgesetzte rechtssozialdemokratische Unterstellung, in der vom Kapitalinteresse dominierten GroKo und für deren Ein- und  Unterordnung unter den C_lub D_eutscher U_nternehmer, der gesellschaftspolitischen Parteien der bundesdeutschen Finanz- und Monopolkapitalisten und Dividendenmilliardäre.

Um 120 Tausend Sozialdemokraten, 26 Prozent, stimmten gegen ihre freiwillige Unterwerfung  und den Anbiederungskurs ihrer rechtssozialdemokratischen Führung. Um 100.000 Sozialdemokraten, 22 Prozent, beteiligten sich aus unterschiedlichen Gründen nicht am Regierungsvotum. Darunter auch resignierte m/w Parteimitglieder.

In geschichtlicher Erinnerung:

In zahlreichen sozialdemokratischen Parteiorganisationen nahm die Unzufriedenheit der Mitgliederbasis mit der offiziellen Parteipolitik der SPD-Führung rasch zu. Diese Entwicklung hatte im Januar 1917 zur Folge gehabt, dass die rechtssozialdemokratische Mehrheit die Spaltung vollendete und die Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft sowie ihre Anhänger aus der Partei ausschloss. Das gab den äußeren Anstoß zur Gründung der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) auf einer Konferenz der Parteiopposition, die vom 6. bis 8. April 1917 in Gotha tagte. In etwas mehr als einem Jahr sammelten sich in der neuen Partei rund 100.000 Mitglieder. In ihrer Spitze erreichte die neue sozialdemokratische Partei eine Mitgliederbasis von 900 Tausend. // Die Gründe für ihre historische Niederlage wäre in unserem Zusammenhang eine andere Geschichte.

Heute, im Jahr 2018, bietet sich für die gewerkschaftliche und sozialdemokratische Linke eine sozialdemokratische, sozialökologische. antikapitalistische und gesellschaftspolitische Alternative mit der außerparlamentarischen und parlamentarischen Partei: Die Linke.

 

* Vgl. SPON am 05.03.2018:  GroKo nach SPD-Mitgliederentscheid Aufwachen, bitte! Regieren! Union und Sozialdemokraten können sich nach dem SPD-Mitgliederentscheid jetzt voll auf die Regierungsbildung konzentrieren. Noch fehlt allerdings die Ministerliste - und jede Euphorie. Von Florian Gathmann.

www.spiegel.de/politik/deutschland/nach-spd-mitgliederentscheid-groko-kommt-euphorie-fehlt-a-1196409.html

 

05.03.2018, Reinhold Schramm







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