Raubritter auf Kreuzzugs-Revanche

28.12.11
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von Necati Mert
Redaktion DIE BRÜCKE – Forum für antirassistische Politik und Kultur

Die Raubritter machen sich auf ihren Kreuzzugs-Revanche in den Morgen auf – die Rattenfänger, Fabel-Fabrikanten, Marketender, Marktschreier, Marie-Manager und andere  hinterher

Das Gedankengebäude folgender Notate fußt auf den archaischen Arrangements, auf der Lügenlyrik und Opferorgie der Repertoire-Reporter, Agitationsagenturen der Journaillen-Junta mit ihren argen Argumenten in der Hinterhand sowie als imaginär institutionalisiertes Leihlaien-Instrumentarium des Interventionsimpulses mit faulen Fragmenten des Jägerlateins, zugleich auf zwei Fragen:

1) Warum die von Anfang an geplante „Regime Change„ in der Jamahirija Libyen, deren „Despoten„-Oberst sich in allen elementaren Punkten mit den super-imperialistischen westlich mächtigen Oligarchen-Organen als kooperations-, sogar kollaborationsbereit erwies, vor allem im Feldzug der Feste Europa gegen die Invasion der Armenarmeen als eine recht starke Stütze der Frontex-Operationen arrangierte?

2) Warum die High-Tech-Maschinerie oben am Himmel sowie die Sondersöldnerkommandos unten am Boden die ordinär optimale Operation orakelhaft ein halbes Jahr stundeten, nachdem sie ziemlich zeremoniell mit einem Zeitraum von ein paar Tagen den Reigen eröffnet hatten?

Daß es sich bei dieser asymmetrischen Attacke auf die Volksjamahirija mit ihrer sechs Millionen Einwohnern nicht um den Schutz der Zivilisten drehte, sondern um einen Sturzsturm, trat von den ersten Stunden des Bombardements an zutage. Die Erdlinge wurden erneut Zeugen vom Titanen-Triumph eines supranational unverkennbaren Gangstertums. Die westliche Wertgemeinschaft legte ihr blutrünstiges Gesicht ein weiteres Mal offen und hinterließ eine gewaltig ramponierte Gegend – gegen alle moralischen Regeln der Humanität, die sich als manieriert, manipuliert und als mondialer Marasmus manifestieren läßt – als ein maroder Mechanismus der merkantilen wie monetären Mentoren.

Spontanen Spielraum hatten in dem von Pentagon-Strukturen systematisierte Szenario alle grob grollenden globalen Groupies des Kraken-Kapitalismus: Die NATO, die UNO, die EU, das Känguru-Gericht (Der Internationale Strafgerichtshof) in Den Haag, die Arabische Liga, sogar eine Libyen-Kontaktgruppe, eine Initiative des Pendant-Präsidenten des „Great Middle-East-Projects„ Recep Tayyip Erdogan, der als Premierminister der Republik Türkei innerhalb von ca. zehn Jahren ein Vermögen in Milliardenhöhe einsacken konnte und in den Kapitalen des Westens als neoliberaler Reformator und moderater Muslim-Bruder mit Bravour gepriesen wird.

Fingerfertig inszeniert von speziellen Globalismus-Gladios wie SOCOM (Special Operations Command) mit ihren Laien-Leih-Gelichtern in Ramborollenmanier (obwohl sie im dünnen Drehbuch der Invasionsinschrift als fingierte Feier-Figuranten zu fungieren hatten), den Revanche-Revoluzzern, prekären Puschto-Putschisten, respektive Rabenaas-Rentiers und zuletzt mit dem resistenten Rückhalt der medialen Meute, der formalen Front-Formation der Propaganda-Prätorianer der poppigen Privatier- und Piraten-Kaste mondialer Apartheidspyramide, der Get-together-Party global kulturalistischen Genres.

Barack Husein Obama ermächtigte bereits im März 2011 die CIA, „jede Art verdeckter Operationen„ zu betätigen. Die britische Gewalt-Briganten räumten ein, daß ihre Spezialisten der Gorilla-Spezies auf dem Schlachtfeld auf der Seite der Söldling-Zöglinge attraktiv aktiv agierten.
Die von diesen Kellerkakerlakenkillern gelenkte Kreaturen-Front „Rebellen„ zu nennen, ist ein Affront gegenüber den wahren Revolutionären von Gestern und Gegenwart. Es kursierten Fotos, auf denen die angeblich libysch heimischen Regime-Rivalen mit deren Trachten, Erscheinen und Waffen zu typischen Sold-Legionären gleichen. Die Schlachtorgie inszenierten die Prachtstücke des Präsidenten, die Stuben-Stabsstreiter, nicht allein anhand des High-Tech-Werks vom Himmel herunter, sondern auch mit spartanischen Spezialkillern am Boden. Auch die britische „Special Air Service„ (SAS), die Fremdenlegionäre sowie Special Forces aus Frankreich, Katar und Jordanien, die blutdürstigen Paviane, spielten eine Schlüsselrolle bei der einfachen Einnahme von Tripolis im Turbogang – die Spezialtrupps wie Raben-„Rebellen„ verkleidet, die dem Vernehmen nach bereits vor dem Freibrief der UN-Resolution im libyschen Territorium stationiert worden waren.

Noratlantischer Pakt (auch Pack) als Invasionsarmada des Pentagoniens errang den Triumph über die eigenwillige Jamahirija Libyen. Eine Tragödie für die Unterlegenen, für die Nachbarschaften des Schwarzen-Kontinents – ringsum aller urbanen Gegende, wo sich die Kapitulanten des Kannibalen-Kapitalusmus irren. Die Maxime der Güte des Geschicks lautet: Kein Gefilde der Peripherie darf in Souveränität entlassen werden. Schuldenbedingte Hörigkeit und Knechtschaft schreibt sich als der Schicksalsschlag der gentilgesellschaftlichen Stressoren. So die glorifizierte Demograzia in der gemischt geräuschvollen unter den grauen Globalismus-Glocken. Das Schwergewicht westlichen Werte-Werker erweist sich wiederholt als Husarenritt mit ihrer tödlichen Härte. Eine Weltgemeinschaft frei assoziierter Individuen läßt sich im Universum dieser verdrehten Werte-Weiten nicht aufspüren. Ihr kulturalistisch kaltblütiges Konstrukt stellt sich sperrangelweit in die tragische Traditionslinie von Spenglers „Untergang des Abendlandes„ – oder in das Lehrgebäude des Pentagon-Pensionärs und Pracht-Paradies-Patrioten Huntingtons „Zusammenprall der Kulturen„ („Clash of Civilizations„).

In bester Kolonialtradition und Meuchelmanier traten die Desperado-Despoten herrisch hervor. Mit ihrem faulen wie lauten Freedomfighters-Gedröhn in allen Kanälen, Blättern und Foren. Keine Frage: Für die North-Atlantic-Terror-Organization (NATO) haben das Völkerrecht und die UNO-Charta offenbar nichts zum Inhalt, dem sie Respekt zollen sollen. Werden jetzt ihre Generalissimi von einem Tribunal ins Verhör genommen? Gewiß nicht. Denn sie haben schließlich das mentala Mandat des Monumental-Mächtigen gehandhabt, wie sie im Werte-Wächter-Wälzer des Neodarwinismus oder der Rassen-Hierarchie memorieren, um den Aufbau eines Eine-Welt-Apartheidsapparats in Aussicht zu nehmen.

Ihren Tatendrang nach dem Gewalt-Gewerk lassen die demokratischen Despoten in einer Institution internationaler Intrigen legitimieren und ihren Tarngewand humanitär polieren: UNO-Sicherheitsrat! Statt des ihm auferlegten Gewaltverbots sanktionierte er ein Gewaltgebot, eine Mitgliedsrepublik zu überfallen. Künftig wird nun in die Souveränität von ungern gesehenen Staaten eingegriffen und von außen eine „Regime-Change„ nach Belieben forciert.

Wie folgt fokussiert die Fabel-Frage: Es war kein Geheimnis, daß das Trivial-Triumvirat Paris-London-Washington von Beginn des Konflikts an die Schlachtorgie nicht allein anhand der High-Tech-Hagel vom Himmel inszenierte, sondern auch ihre Söldlinge bzw. Spezialkiller dort am libyschen Boden stationierte, die wiederum ihren ortsansässigen Zöglingen vor Kameras zu posieren halfen. Warum hat der Sturm auf Tripolis nichtsdestotrotz solange als gedacht vorher gedauert? Gewiß, der Widerstand der loyalen Jamahirija-Kräfte spielte fraglos eine ziemlich zentrale Rolle. Oder haben die arg aifrigen Agenten der Nachrichtenagenturen perfekt perspektivisch dafür gesorgt, daß sich die Invasion-Initiative hinzog?

Auf welchen Souverän zielt nun die NATO-World-Domination-Tour? In welchem Moor des Morgenlandes? Wo herumfuhrwerken ihre Agenten? Wie formulieren sie dieses Mal ihre Tatarennachrichten? Wann startet letztendlich die High-Tech-Armada zur nächsten humanitären Attraktion? Pastoral. Patronaten-patriotisch?

Wen kümmert, daß auf dem Erdenrund unter dem christlich-abendländischen Werte-Warte-Turm 2,6 Milliarden Zweibeiner mit weniger als zwei Dollar, fast eine Milliarde mit weniger als ein Dollar am Tag vegetieren müssen. Jedenfalls nicht die Marktschrei-Mentoren und Mäuse-Meute des metropolitanen Bollwerk und ihre Ständestaats-Scharlatanen, die dem global sozialen Dunkel mit Feuerwerk und Eliten-Gala begegnen – dann mit Trabanten-Tribunal, Tribunen-Tamtam und Treueid-Trubel auf dem Trümmer-Turm.

Im Postszenium der Patronagen-Partie dreht es sich aufs Neue um die Anteile an der bombigen Beute. Lobbyisten der Magnaten soufflieren, Extra-Experten formulieren, loyale Mandatare legitimieren. Die Oberetagenmanager der Petroleum-Patronen reiben sich früher als gedacht die Hände, um das Fell des Bären zu verteilen, bevor er erlegt ist.

Mit dem Ausmerzen der Jamahirija Libyen verstärken sich die Schmerzen im Herzen der Mohren. Die neokoloniale nordische Nomenklatur zählt millionenfache Hungertoten, die ihre Manöver und mächtigen Märkte verursachen. Gleichwohl intensivieren sie die Piratenjagd am Horn von Afrika. Die dortigen Gewässer werden in den letzten Jahrzehnten immer taktloser von den europäischen Fang-Flotten in Milliarden leergefischt sowie die Küsten-Breiten mit hochgiftigen Müll vollgekübelt, der Rest unverbrauchter Ressourcen geraubt, für den eigenen Nutzen bestellt, bepflanzt, geschürft und am Ende leergesaugt. Wie schon zu den Glanzzeiten der aufklärerisch klassischen Kolonialherren werden die Grenzen Afrikas mit Linial und Bleistift festgesetzt, um die natürlichen Reichtümer  des Kontinents recht bequem aufzuteilen. Die Flucht seiner Einwohner läßt sich als die einzige Alternative favorisieren. Doch operiert die technisch hochgerüstete Frontex-Flotte der Bankier-Bankett-Bastei im mediterranen Teich gegen jene Menschenscharen, die auf das elementarste Menschenrecht pochen, dem eliminatorisch katastrophalen Elend und trivial tobenden Hungertod zu entkommen.

Die Extra-Beutestäbe der staatlichen Standort-System-Strukturen signalisieren den experimentellen Start der modernen Managementsmaschinerien. Und Intrigen-Instrumente. Während die Regime-Regenten der Rentier-Revue im Groß-D-Land darüber laut nachdenken, auch ihre Sondersoldataske in Libyen zu stationieren, verkündete gegen Ende August 2011 das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, die Kooperation mit der Industrie solide zu verstärken und die Koordinationskontakte mit den dubiosen, doch von Werte-Werbern hochgepäppelten NGOs aufzufrischen, die sich ohnehin als Fünfte Kolonne der humanitär getarnten militärischen Interventionsintentionen Meriten erwerben – als Tentakel der Re-Kolonisation unersetzlich brauchbar.

Der Überfall auf die auf die Jamahirija Libyen ist ein ganzes unehrenhaftes Unterfangen des Abendlandes als barbarischer kannibalischer Neokolonialismus. Keine Demonstration, kein gewichtiger Widerspruch. Die Pazifisten wollten den Genuß im Urlaub nicht verpassen. Die linkslastige Zirkel kümmerten sich um die Kontradiktionen der kapitalistischen Krise, stritten über den Anti-, Post- oder Prozionismus. Manche Kommunisten richteten ihr Augenmerk allein auf Gazza-Blockade durch den Apartheidsstaat Israel und auf die dortigen islamistischen Hamas, die zu den ersten Gratulanten des „Sirene„-Sturms auf Tripolis gehörten. Die ehemals friedens- und nun mehr interventionsbewegten Bravour-Barden sowie die blümeranten Bellizisten rochen den Braten, trauerten um Nicht-aktive-dabei-sein ihrer Flieger-Bomber. Der Blogger-Block der Cyber Space im www-Sumpf befaßte sich mit seinem Ich-Teig. Tragisch. Natürlich gibt es auch in diesem Nachraum Ausnahmen, aufrichtige Individuen, die um naturhafte Nachrichten sorgen. Und was schließlich die ergebenen Partner des moderaten Islams am Bosporus unter dem populären Privatier-Parvenü Recep Tayyip Erdogen, dem Menschenrechtspreisträger Muammar al-Gaddafis, angeht, anfangs zögerten sie sich etwas, hatten dann der Order des OneWorldOberhaupts in Washingtons zu folgen und schlossen sich den willfährigen Leisetretern der neokolonial kollektiven Intervention an – den Chancen-Chamäleons wie die Überläufer von Tripolis nach Bengasie, die Schützlinge des Nordatlantischen Pakt-Patronats, die Jägerlatein-Leih-Laien auf dem Werdegang der westlichen Werte-Welten.

Zyklopen-Zorn und Zensoren-Zyklon


Der Nordatlantikpakt, der abgekürzte Titel NATO – die aggressive Militärmaschinerie, erhob sich auf den Olymp des Globus und operiert allerorten. Das Anfang des Millenniums boshaft bombardierte und zerteilte Jugoslawien kam ein Experimentsfeld vor. Das planetäre Protektoratsbündnis zielt auf die strategische Kontrolle über elementare Rohstoffe, Schlüssel-Regionen und Routen, um den Wert-Magnaten der Waren den Super-Surplus und den Mäuse-Managern Bonus- und Malus-Punkte zu sichern. Findige Finanzbarone und Oligarchien an der Wall Street erwarten von ihm, daß er nah und fern Szenendisziplin fordert, fingiert und forciert.

Das Triumvirat Obama-Sarkozy-Cameron triumphiert. Nobel unter der NATO-Flagge. Flagrant. Heroisch auf dem Niveau des Neo-Neroismus. Tripolis - so heißt die Hauptstadt, über die die knallhart kalten Killer-Flieger Feuerregen strömen lassen. Libyen – so heißt das Land, das wie ein Leuchtturm im Norden des tief beraubten Minderbegüterten-Kontinents hervorragte, das daher die Luftflotte der humanitären Eliten-Allianz zerbombt samt seinen Bürgern und Güter-Bestand. Ein hochexplosiver Bomber-Horror, dem unzählige Zivilisten zum Opfer fallen. Im Auftrag jener UNO, die sich mehr und mehr fakten- bzw. offenkundig zu einer Anstalt, dem Rechtsarsenal westlichen Staatsterrorismus verwandelt.

Das Begleit-Personal der Journaillen-Junta manipuliert das „casus belli„ weitläufig, statt Licht ins Dunkel zu bringen. Die Repertoire-Reporter sehen willentlich davon hinweg, daß z.B. Todesschwadronen in den „befreiten Zonen„ jener Chaos-Chor-Chamäleons und Leihlaien, die von der grünen zur königlichen Flagge wechselten und sich fortgesetzt von der Formation der Invasionsintriganten dirigiert dutzende schwarzafrikanische Arbeitsmigranten abschlachteten, von der Agenturen-Aura dennoch als Résistance-Regimenter charakterisiert sowie chargiert werden – natürlich nicht als Chancen-Connection der Crash- Cliquen.

Um die jugoslawische Provinz Kosovo Anfangs des Millenniums zu befreien, ließen die NATO-Tyrannen über Belgrad Bomben regen, folgten dann mit den Augen weit offen, wie sich dieses Amselfeld zügig zum Zellen-Zentrum des Drogen- und Organhandels verwandelte. Zu einer Oase der Mädchenhirte und von den Zivilisierten-Zentren protegierten Banden als demokratische Regentschaften, die auf die krumme Tour reisen und nicht-arisch-albanische Anwohner vor den sperrangelweiten Augen der dort stationierten NATO-Schergen drangsalieren und fortscheuchen.

Nicht mehr viel hört man vom arabischen Frühling, der demokratisch revolutionären Romantik in den bunten Bildern vom Tahir Platz in Kairo, die zum Mythos stilisiert wurde. Längst nicht mehr. Denn in den Breiten Maghrebs dreht es sich um das Rivalitäten-Revival der Kolonisatoren. Ihre Kriegskoalition gegen die Volksrepublik Libyen läßt sich nicht als ein loses Lustspiel einstufen, sondern als Auftakt der expansiven Attacke auf den ganzen Kontinent südlich vom mediterranen Teich. Auch die Berliner Reichstagsrepublik bereitet sich vor, ihren Anteil an der Beute fettleibig zu festigen – mit künftigen Militäreinsetzen weltweit. Wiederholt bekräftigte der deutsche Wehrminister Ende Mai 2011, daß der Umbau der Bundeswehr zur Berufsarmee damit einhergeht. Eine Mehrheit von ca. neunzig Prozent der parlamentarischen Parteipatrone steht hinter diesen poppig pappig germanischen Ambitionen – zum ungehinderten Zugang zur Hohen See und elementaren Natur-Ressourcen sowie Märkten. Nicht nur die Grünen-Gurken stimmen den Expansionszielen des Groß-D-Landes zu, sondern auch die NGOs als „Fünfte Kolonne„ oder Helfershelfer im Freiwilligen-Kompanien – und natürlich die „Vierte Gewalt„, die Journaillen-Junta mit all ihren Reserven des Jägerlateins sowie einem Jelängerjelieber-Strauß. Die freie Assoziation autonomer Individuen werden negiert. Sie darf nirgends und niemals an das Areal des Realen gelangen.

Das „humanitäre„ Hurra-Bombardement der nordatlantisch nominierten bzw. normierten „Regenbogenkoalition„, die sich im Normalen als einen Fata-Morgana-Horror charakterisieren läßt, gewährt der von eigenen Geheimdiensten enthusiastisch befeuerten Regime-Change-Revolte bombastischen Beistand. Eine „Jasminrevolution„, nach der die Kreuzmaler auf dem Wahlzettel generell als Zaungast bleiben, hatte in Jamahirija Libyen scheinbar keine Chance, da dem von den Dissidenten diktierten Kurs die Population nicht zu folgen vermochte. Die absolute Mehrheit wehrte sich gegen die brutale neofeudale Knechtschaft des blutbefleckten Imperialismus und stellte sich loyal auf die Seite des legitimen Regimes mit Muammar al-Gaddafi an der Spitze. Die Regie der brutale Bombergewalt vom nackten Himmel herunter zielt darauf, sie zum Lager der Leibeigenen unter der königlichen Flagge bewegen.

Das Kanguruhgericht „International Colonial Court„ (ICC) mit den Roben-Rittern des Dilettantismus kam der Begierde der „humanitären„ Terror-Invasoren nach, stellte das dornige Dokument „Haftbefehl„ gegen Muaamar al-Gaddafi und zwei weiteren Repräsentanten des Tripolis-Regimes aus. Eine Art Kollaboration mit jener koalitionären Kamarilla, die sich allein mit Abwerfen von Uranbomben und Abschießen von Raketen nicht abfindet, versucht die Loyalisten soweit zu bringen, daß sie in den sauren Apfel beißen. Die Riten-Richter in den Haag nehmen die Dekrete der Mächtigen in summa als synchrone Rechtslehre für ihr „Internationales Strafgerichtshof„ in Dienst.

Die nachlässige Manipulationsmaschinerie funktioniert wie geölt. Die Nachbarschaften der Welt trauern nach. Aber ihr Gedächtnis bleibt wach, aus dem sie später ihren Spätlingen mit Worten malen, was sich in dutzenden Orten des Orients ereignete. Doch werden die Demokratie-Despoten mit ihren Alliierten, Sekundanten und Subalternen das Trillern-Oper der humanitären Bombenhagel gemeinhin weiter spielen – im Musentempel der Scharlatanen-Schar hinter dem Parasiten-Portal des Networks, in Gazetten-Spalten und televisionären Taumel- oder Trauer-Foren.

Für Johan Galtung, den Nestor der internationalen Studien für Frieden und Freundschaft figuriert das Den Haagener UN-Sondertribunal, der Weltstrafgerichtshof als Fortbestand des kolonialistischen Konfliktkomplexes. Mit einer Handvoll als „humanitäre„ Horen hausierenden Haudegen im Gepräge der Handlanger des Novum Okzidentum, die ins Kriegsgeheul einstimmen und demgemäß die relevanten Rechtsregularien artikulieren, um selbst arrivieren zu können. Sie rekrutieren sich eigenartig aus ruhmbegierigen Rhetoren und Repertoire-Renommisten und Rentier-Reserven.

Flammenwolken am Himmel der Jamahirija Libyen

Die Maienzeit 2011 zeigte sich in manchen Winkeln besonders bleiern, mit Brandgeruch beim Bombenhagel am Himmel einer Weltwüstengegend, die durch eine grüne Revolution das Elend besiegte. Humanitär nennt sich daher der fiese Sturm, der darauf zielt zu torpedieren, daß Lebensnot und Hungertod in einem Ort beiseite geräumt werden, der nicht in der Geographie des Imperiums Nord liegt. Daher reflektieren die Vokabeln Humanität und Zivilisation samt ihren Instrumentarien wie Menschenrechte, Demokratie, Freiheit, u.a. das Recht des Zentrums ökonomisch in der Höhe auf Gewalt mit selbstgerechtem Gewicht. Der Methusalem memoriert eigene Memoiren, träumt von dem mächtigen Aufbruch der kolonialistischen Kompanien arischer Rassenart. Die Honoratioren honorieren die Invasion der Söldner und Sonder-Soldataske der Flieger-Flotte in südlichen Breiten des mediterranen Teichs. Der christlich-abendländische, krischen-kosmische Kulturkreis blüht von Neuem auf, trägt der Expansion der Wüsten-Welten beträchtlich bei. Mit genuin Gelüsten und furchtfrei.

Nachwinter-Verkehr 2011. Der Potentat Nicolas Sarkozy bellt und belehrt die Global-Bellizisten – der Zwerg im Élysée-Palast, Möchtegern-Napoleon der Granda Nation. Mit oder ohne Pariser kann er noch. Mit der Grazie-Gattin unter Getreuen. Die Liaison in der Fruchtsaison. Andere Häuptlinge neigen zu Neidlingen. Nur der Patronaten-Prinzipal des Stifel-Staates, Silvio Berlusconi, nicht. Der Mätressen-Maestro, der in seinen Memoiren mit Vorliebe artikulieren würde, wie er  die Tesettür-Matrone des Mammon-Muslims Recep Tayyip Erdogan am Bosporus mit einem Wagenkuß ergötzte.

Hysterie und Heuchelei kennt seitens des huldvollen Westens keinerlei Schamgrenzen. Das Feld überragt in allen Weiten und Breiten das Recht des Dschungels. Ethnisiert entfesselte Busch-Burschen gehen sich kernig in die Kehle. Servil. Seriös. Systematisch.

Rekolonisieren gehört zur arischen Ambitionen des nordatlantischen Piraten-Pakts mit seinem Feldzug gegen das Terrain der „grünen Revolution„. Nachdem sie, die Zombie-Goebbels den Rücken der Terror-Agenten für den Mord an Regimetreuen freigebomt und dieses Bubenstück nicht zum Sturz des Oberst Moammar al-Gaddfi geführt hatte, zielte der Kommando-Pack des Paktes darauf, die Staatsspitzen in Tripolis zu liquidieren, den Patriarchen den Sturm ins Regimenter-Palast den Weg zu ebnen, sie danach als Litanei-Lakaien und private Papageien zum Gegenstand ihres geschäftigen geschmackigen Geschehens zu haben.

Wie schamlos sich diejenigen in dieser Frage verhalten, die nun buchstablich im Tarnmantel der Menschenrechte zum Waffengang rufen, um den Kontanisten-Konkurrenten Muammar al-Gaddafi in Exitus zu befördern oder aus dem Lande zu verjagen. Allerdings war es seine Missetat, sich mit den demokratischen Domäne-Despoten der imperialistischen Zoten-Zentren gegen die Migrationsfluten der schwachen Schwarzen zu kooperieren, den Europiden-Potentaten  als Türsteher, grober Gorilla ihrer bombigen Bomber-Bastei zu Diensten zu stellen. Der einst renommierte Revolutionsführer im Schwarzen-Kontinent, der hervortrat, den dortigen Armen-Armeen gegen das markante Marketender-Maskaron und den Missionaren-Mist und Mut zu verleihen, mutierte zu einem willigen Kollaborateur der neokolonialistischen Kannibalen, Kabare-Kamarillas und Kapriole-Kreaturen, erwartete sehnlich sensibles Signal, von Tartüffe-Tünche-Tüchtigen des globalen Syndikaten-Sentiments über alle Lob zu erhalten. Stattdessen bekam er Raketenrauch, Bombenwolken und Brandgeruch an seinem Himmel. Sein Gegenüber, das sich aus Abtrünnigen und Dschihadisten, von Washington und London beorderten Södlingen rekrutiert, beginnt bald, den Schlußverkauf der nationalen Ressourcen zu arrangieren.

Welch eine kontradiktorische Targikomödie. Druden-Drama. Druiden-Droge. Donnerwetter-Dramaturgie. Es ist wieder Muammar al-Gaddafi, der sich vom Pan-Arabismus abwendete und versuchte, das arge Image des archaischen Rassismus gegenüber den Dunkelhäutigen zu durchbrechen, ließ sie großzügig zum Broterwerb in Libyen einreisen. Und nun! Auch wenn nicht in Schlagzeilen, häuften sich Berichte über brutale Rachsucht, blutige Attacken der von NATO-Souveränen behüteten und protegierten Freischärler auf die schwarzen Wanderarbeiter in Hunderttausenden. Dutzende wurden in den ersten Wochen des bewaffneten Konflikts schon gelyncht und massakriert. Ein türkischer Bauarbeiter berichtete der britischen BBC, daß sie mit ansehen mußten, wie siebzig bis achtzig Arbeiter seiner Firma aus dem Tschad mit Äxten und Baumscheren niedergemetzelt wurden. Die mondialen Modell-Mentoren und mainstrem-mentale Journaillen-Junta nahm davon kaum Notiz.

Bengasi-Kontras und Mitleidsmarkt

Was die Konzil-Kumpanen, CIA-Zöglinge unter der Oberhand der Cäsaren-Zombies angeht, sie werden ihre treuen Untertanen zu Leibeigenen ihrer bombastischen Protektoren modellieren und zu Klinkenputzern im eigenen Haus. Denn die nordischen Petroleum-Patrone werden sich die Quellen ihrer Ressourcen sicher schnell bemächtigen, einen bescheidenes Stück bestimmt den Kamarilla-Kumpanen der Kokotten- Kameraderie, den Status-quo-Stammes-Häuptlingen sowie den Hurra-Huren der fremden Legion überlassen. Die neoliberale Libertinage wird den Kompanien der Kollaborateuren den Anstoß geben, ein Elendmanagement zu institutionalisieren. Instruktiv. Intensiv.

Alle westlichen Gewalteliten hätten in Maghreb leichter Menschenscharen im Elend und demokratische Despoten, die für einen ausgiebig dotierten Posten jede Direktive direkt ausführen, gerade so wie hier oben. In diesem Kontext läßt sich folgen können, warum die Protestwellen in Jamahirija Libyen in einen regelrechten Bürgerkrieg ausarteten.

Bellizistische Bravour-Bastarde gewinnen Überhand, auch in der Sperrsphäre der Intelligenbestie. Noch können die willigen Alliierten des nordatlantischen Paktes den ersehnten Triumph nicht für sich reklamieren, auch nach dem überlaut wie feierlich geschmiedeten Abgang des betagten Obersts, der den gezielten Mord eines seiner Söhne und drei Enkelkinder trauert. Doch der Mordlust der Aliminations-Alliierten läßt sich noch nicht stillen. Demgegenüber steht der nationale Widerstand – welch ein Reinfall. Am 20. Mai tauchten im Internet-Dschungel Notizen von einer Regime-treuen Rebellion in Bengasi gegen die „Rebellen„-Rummel auf. Zudem habe man an Vorderfront vieler Häuser in dieser Hochburg der Königssöldlinge wieder vielerlei grüne Fahnen der „Jamahirija„ beobachtet. (...) Die westliche Wagenburglinke befindet sich bereits im mehrdimensionalen Dilemma mit ihrem kontradiktorischen Diktionen – größtenteils hinter der Alliierten-Attacke der NATO auf Libyen, den demokratischen Drohnen und Luft-Bombern, also dem superimperialistischen Impetus. Als Ausnahme gelten das Tageblatt „junge Welt„, der Frankfurter Verlag „Zambon„, der Blog „mein-parteibuch.com„, die Zeitschrift „GegenStandpunkt„ u.a. Die judeophil beeinflußten Blätter wie „konkret„, „Jungle World„, „iz3w„, „Bahamas„ oder der Wiener per E-Mail agierende „Café Critique„ u.a. halten den antiimperialistischen Widerstand im Trikont für wertlos, wenn nicht verderblich. Diese Apolegeten der abendländischen Piraten-Apparate haben scheinbar Spaß daran, Elendsbilder in ihrem Monitor zu kiebitzen – natürlich mit einem mentalen Mitleid, vor allem, wenn die farbigen migrantischen Meuten am Limes ihrer Bastion anwächst und droht, die breiten Zonen der Prosperität zu überfluten, die Zentren der Zivilisierten-Zirkus-Zoten. Eine andere Art der linkslastigen Tragikomödie liegt im Mittelweg. Ihre Akteure und Aktivisten akklamieren zwar das Bombardement des Nordatlantkpaktes nicht, einen solidarischen Akt mit dem Regime in Tripolis lassen sie aber bleiben. Der Marasmus des gutartigen Imperialismus scheint die metropolitan militanten Mischpoken allerwärts infiziert zu haben wie das Domänen-Doppel-Dogma des Donnerwetter-Demokratismus, dem in praxi die Dompteuren-Doktrin des Despotismus innewohnt.

Der einst prominente Protagonist des Revolutionsregimes wird solange attackiert, bis er mit Pauken und Trompeten dem Untergang geweiht, in die oder aus der Wüste verjagt wird. Denn trotz seiner kollaborationsbereite Versuche, sich mit den Kopf-Kompagnons des Imperiums Nord zu Kompromisse zu schließen, bleibt er ein Stachel im Fleisch des globalen Hegemons, der in Maghreb das primitive Piraten-Programm einer „Regime Change„ propagiert.

Was ist das nun präzise? Eine infame Fama? Ein genuin geschätztes Geschenk, das dessen Adressanten neben dem Verlust ihrer Souveränität auch der Weiterverfall ins Höllen-Elend kostet? Eine Fata Morgana während des Irrgangs durch den lauten Wüstenwind?

Welcher Wunder steckt im Nukleus des Wechsels? Der Kannibalen-Kapitalismus? Die globale Finanzoligarchie mit ihrer Killer-Klientel? Das Spektakel der Tüchtigen-Gewalt gegenüber der Elenden-Anstalt? Die Cosa-Nostra-Casanovas im Postszenium hinter der Kamarilla-Kulisse? Marktschreier-Scharia und Scharlatanen-Schickeria? Rigide Kastenpyramide und liquide Literatur-Schmiede? Messenmär im Mäuse-Meer? Massen-Melancholie im MiserenMorast? Maskeraden-Manie oder Mandataren-Magie?

Und die UNO? Urheber des Pretextes für Kriegseskalation? Der Urort des universalen Urians in den Breiten des urbanen Unikums? Der trübe Tartüffe-Tempel der Tüchtigen, wo sie ihre Resolutionen zum „Command- und Control-Structures„ redigieren, die dann anhand des Ellbogen-Elaborats der mass-medialen Meute in allen Ecken und Enden des Erdenrunds Nachhall finden. Also die UNO?

Dort haben im Frühjahr 2011 die Alt-Neu-Kolonisatoren das Maghreb-Regime der „Jamahirija„ delegitimiert und ihre Mordmaschinerie in Eisatz gebracht, unter „Operation Odyssey Dawn„ („Odyssee Morgenröte„), die bei Lichte besehen auf die Beute der flüssigen Ressourcen wie Petroleum und Wasser zielt. Dieser akute Akt zeichnet sich schon seit Jahrhunderten als die präferierte Profession des nordisch weißen Mannes, der Zivilisierten-Zyklopen ab.

Misanthropie – diese Aufschrift des läßt sich mühelos den Abendländern anhaften, solange sie mit dem massiven Einsatz ihrer Hochtechnologie die natürlichen elementaren Grundlagen des humanen Lebens zugrunde richten. Mord und Raub gehören zu ihrem gestrigen wie gegenwärtigen Gewerbe, das sie unter dem Tarnmantel der Menschenrechte meistern und ihre Expansionsambitionen in die Wege leiten, am Ende den enteigneten Erdlingen endloses Leid zufügen.

Gestützt auf ihr High-Tech-Waffenarsenal und auf ihre repräsentative Demokratie pflegen sie den Blütentraum, das Naturreich allesamt auf dem Blauen Planeten im Reservoir einiger weniger Eigenart-Arier zu deponieren, die restliche Population gemäß dem Lehrgebäude des Neodarwinismus sowie Malthusianismus in Reservaten auszurangieren, zu liquidieren oder als Galeerensklaven in Gebrauch zu haben. Eine Schreckenvision! Nur, ihre „humanitären Interventionen„ oder „Regime Change„-Scharlatanerien liefern zur Genüge Affirmationen dafür. Die Weltgegende, die sie im letzten Jahrzehnt der Geschichte überfielen und unterwarfen, um dort gemäß dem Drehbuchdiktat hypothetisch Demokratie zu installieren, wurden in bodenloses Elend und fürchterliche Schlachtfelder gestürzt. Genaugenommen sollte ihr doktrinäres Gebilde der Demokratie als Wunderwerk ihnen selbst vor den chronischen Krise Schutz gewähren.

Zutage tritt die Heuchelei allemal, wenn von Demokratie und Menschenrechten die Rede ist. Hier die Sympathie fürs Guerilla-Marketing, dort die Antipathie und das Martyrium, unter dem die Minderbemittelten leiden. Mit Arbeitsstätten-Sentiment werden sie an der Nase herumgeführt. Es folgt dann der Amtsschimmel der IWF mit der renommierter Rhetorik, Reglementen und Rezepten. Wo sie auch immer angewendet werden, blutet die Gesellschaft aus.

Zusammengekommen in der Humanitären-Zone der Geschichte ziehen die zeitgenössischen Zombie-cäsarischen Zeloten der Zivilisation Augen auf sich. Lichtleicht. Als zornmütige Zyklopen. Dem beabsichtigten Sturm auf die Hauptstadt Tripolis werfen ihre Epaulette-Architekten der Invasionsvision einen fadenscheinigen Schleier maßgeblicher Rechtmäßigkeit dadurch über, daß mit der hypothetischen notwendigen Schutzmission für die Zivilisten dort begründet wird – gestützt auf die luftdichten Schmutzkampagne gegen ihr genuines Gegenüber.

Retrospektive Regime-Rebellen

Die Luft- und Seearmada der Troika Obama-Sarkozy-Cameron verwandelt ein ganzes Areal, dessen urbane Urheber mit einem gigantischen Wasserprojekt „Great Man Made River„ den Weg einschlugen, es binnen kurzem zu einem grünen Garten zu entwickeln, in eine Müllhalde des Elends und eine dicht dämmerigen Sackgasse sozialer Barbarei sowie neoliberal aufgefrischten Catch-as-catch-can-Klane. Welch ein Humbug? Die Öko-Paxen-Pack-Partei im pan-germanischen Gelände spendet Freude für den Luftfeldzug des Imperiums mit uranverseuchten Streubomben. Noch hat Kooperation statt Konkurrenz Oberhand. Fragt sich nur, wie lange?

Napoleon Bonapartes Träume, z.B. Rußland in die Knie zu zwingen, nehmen sich im vagen Vergleich zu denen des nordamerikanischen Empire durchaus dürftig aus, das im Sinne hat, den gesamten Globus zu kolonisieren. Seine Stabssysteme  setzen einen martialischen Marasmus in Umlauf, der droht, das Menschentum in den Orkus zu stürzen, wenn es sich der epidemischen Katastrophe des Kannibalen-Kapitalismus – als ein Dublette des Mephisto – widersetzt, dagegen bergeweise rebelliert oder revoltiert. Dort am Potomac führen sich die Donnerwetter-Demokraten sowie Eldorado-Autokraten das Schickeria-Championat schwermütig wie züchtig, zeremoniell und ohne Zweifel zu Gemüte, diktieren die digitale Dragoner-Dramaturgie, ringen mit harten Bandagen für die Balance der Carte blance, was das Patronage-Pathos der Menschenrechte anbelangt. Sie hantieren mit dem Hauptteil der Humanitas, hausieren mit Havarien, dem Husarenstück der Ethnokratie, um die Generationen im Gegenufer strammzuziehen. Dem weggefallenen Wahlgang folgt der Waffengang. Keiner kann wissen, wann die Armut im Wagemut aufgeht. Aber den Enteigneten, die hungern, wird wahrscheinlich empfohlen, den Hungerstreik als Kampfmittel einzusetzen. Das könnten die normierten NGO-Nomaden des metropolitanen Pols. Doch sie wollen aufgrund der fetten Gehälter bärenstark bleiben, um den Facebook-Revolutionen, der „Arabellion„ eben die richtige Route zeigen zu müssen – in die orakelhafte Vasallen-Varia der okzidentalen OneWorldOrder.

Die Abtrünnigen des Gaddafi-Regimes, die Wetterfahnen-Verräter ließen sich zu Vertretern des super-imperialistischen Systems stilisieren. Auch der Potentaten-Poker wechselte seinen Begleitton vom humanitären Hurra-Chor der „Koalition der Willigen„ zum Huren-Hymnus des Nordatlantischen Pakts, des abendländischen Gewalt-Apparats. Weiter unter der Troika Barack Husein Obama, David Cameron und Nicolas Sarkozy. Drei Triumphatoren des Turbo-Terrorismus unter den lauten Globalismus-Glocken. Ihren Bravour-Bombardements fallen Zivilisten in Mengen massiv zum Opfer, ihrer Uranmunition ferner die Mutter Grün.

Die weiten Mehrheiten auf beiden Ufern des nordischen Atlantik schauen diesem trivialen Verbrechen, dem aktuellen Titanen-Tun dickfellig und akklamierend zu. Die Vierte Gewalt gewährt ihm Rückhalt, indem sie sich des Jägerlateins bedient und Tartüffe-Takts. Es gibt gewiß zu diesem Monster-Moment und der High-Tech-Marter-Maschinerie Gegentöne in Tropfen, in Marginalien markiert, die dem libyschen Volk Solidarität bekunden, mehrheitlich jedoch im Distanz zu dem Oberst Muammar al-Gaddafi.

Zum Beispiel Linguistik-Professor Noam Chomsky, der kontradiktorische Krisenkommentator und Kritiker des Wall-Street-Empires, nebenbei dessen Walls in der Levante, Israel, der sich wieder so angibt wie eine Lore nackter Affen, wenn er Einspruch gegen den Konsens zur Kriegskonnexion erhebt, zur Konstruktion der kosmischen Konstitutionskonvention der kraken- und krisen-kapitalistischen sowie kriegskreischenden Kapitalen der Demokreaturen. Keine Kompromisse mit dem kosmopolitanen Demos und Dämon gerade im Gegenüber der Domänen-Doktrin und Dolce-vita-Drollerie.

In einem Interview in „www.hintergrund.de„ vom 21. April 2011 (Amerikanisch in „chomsky.info„ vom 30. März 2011) thematisiert Noam Chomsky nach langem Hin und Her auch den Maghreb-Konflikt, tituliert Muammar al-Gaddafi als den „grausamen Diktator„, „einen brutalen Tyrannen„, „lästigen Diktator„, ohne ein einziges Wort als Nachweis zu einem solchen Titanen-Typus verwenden zu wollen. Es genügt ihm offensichtlich nicht, von einem pan-afrikanisch prahlenden Revolutionsoberst zu sprechen, der trotz aller Zugeständnisse gegenüber der nordischen Nomenklatur ein querköpfiger Stachel im beleibten Korpus der globalen Gockel auf dem abendländischen Sockel bleibt. Ein fettleibig starkes Stück Solidaritätssong. Genauso stark sichtbar sticht der Sprach-Revolutionär die Causa, seine frigide Fiktion des „casus belli„ in einem Satz hervor: „Gaddafi unterdrückte den anfänglich friedlichen Aufstand mit brutaler Gewalt, so dass er in offene Rebellion umschlug...„

Wie sich nun zwischen einem „friedlichen Aufstand„ und einer „offenen Rebellion„ unterscheiden läßt, bleibt gerade das Geheimnis des prominenten Gelehrten der Linguistik. Noch orakelhafter erscheint seine Prophetie bezüglich des finalen Artefakts des arg aggressiven Interventionsakts. Sie enthält ein geteiltes Gefilde mit der Genesis einer Art Emirat in seinem Osten und ein staatlich strukturiertes Gebilde mit territorialem Elend im Westenteil. Zwar fordert er, daß die Bewohner dieses vom imperialistischen Bündnis attackierten Landes über ihr Schicksal selbst zu entscheiden haben, worauf er jedoch ferner hofft, läßt sich als geheimnisumwitterte Dogmen-Dokumente des Dirigent-Demokraten sowie als NATO-Diktat in abend-dämmeriger Art der Demagogie deuten.

Vielerlei Verdacht-Momente und Indizien, daß der „friedliche Aufstand (?)„ lange zuvor von nordamerikanischen und britischen Geheimdiensten und ihren lokalen Leisetreter im Verbund mit der neoliberalen Rentier-Renegaten im Voraus erledigt wurde, dringen ins Gedächtnis- und Gedankengebäude des Litanei-Linguisten nicht ein. Auf welchen Kriterien seiner Kritik an der Troika des High-Tech-Terrorismus fußt und fruchtet, kommt nicht einmal am Rande seiner scheinkritischen Kommentare zutage.

Bravour-Bomben der Menschenschutzmetapher schlagen Tag und Nacht in Wohnvierteln der Jamahirija-Hauptstadt Tripolis und anderen Ortschaften, hinterlassen jene schwarze Wolken, die das Blickfeld auf die Morgenröte belagern. Der gewaltsam erzwungene Abgang des Revolutionsobersts wird das Ende der Fahnenstange sicher nicht erreichen. Ganz im Gegenteil. Es markiert den Beginn der komplett offensiven Invasion im gesamten Schwarzen-Brünetten-Kontinent.

Die Renegaten im metropolitanen Pol der Erde drücken aufs Tempo, wärmen sich am Granatenfeuer und bequemen sich inbrünstig dem hegemonialen Horror, mal als Hurra-Hurien und mal als Husarenstück-Humanisten. So oft, wie sie das bombige Bordell des Borderline-Journaille mit Bravour begeisten. Welch eine europid patriotische Partei. Soft skill und emanzipationsbewegt gekleidete Ökopaxen treten als die Avantgarde der Bellizisten hervor und bekunden Bedauern, daß die Himmelskiller ihrer Bundeswehr nicht dabei sind, während libysche Lokalitäten und Nachbarschaften mit Uranmunition und Raketen überzogen Werden.

Husarenritt des Herostraten

Der Turbo-Terrorismus der Domäne-Demokraten torpediert jeglichen Akt, den souveräne Staaten starten wollen, um dem Konkurrenten-Konflikt auf dem gewaltlosen Weg ein Ende herbeizuführen. Die Kriegskoalitionäre der martialischen Maschinerie drohen mutwillig den gesamten Erdteil südlich des mediterranen Teichs, präsentieren sich fest entschlossen, das Regime der Libysch-Arabischen Jamahirija samt ihren Regimentern zu eliminieren und den neokolonialistischen Kreuzzug des christlich-abendländischen Allianz abermals aufzunehmen. Im Konsens ihres Zivilgesellschafts-Zirkus und ihrer cäsarischen Zombie-Zeloten. Sie vertrauen auf die Rolle ihrer Rentier-Renegaten, die lokalen Lakaien der Global Players für ihre Ambitionen, zielen jedoch darauf, die reichen Bodenschätze des Schwarzen-Kontinents zu privatisieren und eisern die Hand darauf zu legen. Die kollaborationsbereite Bengasi-Pack wird seine Dankbarkeit häufig zum Ausdruck bringen müssen, wenn ihr die Haramiten, die Raubritter im Maskeraden-Mantel der Humanität, einen Bruchteil der Beute als Sold zurücklassen. Auch wenn sich im Hinterland dieser Stadt 80% der libyschen Petroleum-Reserven befinden, wird sich dort das Elend genauso bitter verbreiten wie überall in den Nachbarschaften. Eine Science Fiktion des Horrors wie in Mesapotamien und am Hindikusch steht ihnen bevor.

Die kontradiktorisch konterrevolutionären Rebellen-Pöbel verhalten sich stromlinienförmig wie Fremdenlegionäre gemäß dem Gesetzesgenre des Sarkozynismus. Die treuen Untertanen der Terror-Staaten bleiben mucksmäuschenstill, akklamieren den strafwürdigen Akt ihrer Häuptlinge. Im Palaver-Pavillon oder beim Tingel-Tangel-Turnier tüfteln sie den Tartüffe-Takt, schließen sich jenem Scharlatanen-Schimpf an, mit dem die Schmierulanten in der „Stürmer„-Manier gegen den Oberst Muammer al-Gaddifi hetzen und auf die neoliberal geschulten Handlanger, die gentilgesellschaftlichen Nomenklatur setzen.

Terrorregen im Himmel. Killer-Drohnen und Hinterhalt-Helikopter im Einsatz, die Einwohner von Tripolis unter dem Bombenhagel. In „Tahrir Square„ (Platz des Dispens) von Begasi wehen königliche, us-amerikanische, britische, französische und italienische Fahnen nebeneinander. Sie, die dirigierten Fondeure, empfangen die Leisetreter der nordischen Journaillen-Junta feierlich. Im seltenen Fall wehleidig, andermal fröhlich phantasievoll. Nach jeder Schlägerorgie liederlich, formal, instrumental, mental. Auf dem neofeudalen Niveau wird eine Schlacht-Arena der Klan-Kleptomanen als Gladiatoren eventual unter der Aufsicht der evangelikalen Eleven in Szene gesetzt.

Zum vierten Mal seit dem Ende des Kalten Krieges startet das christlich-abendländische, nordatlantische Bündnis eine intensive Invasionsattacke – gestützt auf Intriganten-Indizien als „casus belli„. Als Laienlüge erwiesen sich die „ethnischen Säuberungen„ in Jugoslawien, als Tartüffe-Tünche die Bestand der „Massenvernichtungswaffen„ im Irak, als Winkelzug, daß in Afghanistan das Network-Zentrum des „internationalen Terrorismus„ haust. Und nun der Maghreb-Staat Libyen. Da dreht es sich dabei um die Liquidation eines ungehorsamen Souveräns. Gewiß stecken hinter dem Kannibalen-Kommando die Trust-Tyrannen, aber auch der ganze NGO-Ring wie die „Human Rights„-Husaren mit Trug, Tamtam und Trommel gegen das legitime Regime.

Die Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrates, die den argen Aggressoren den Persilschein erteilte, „alle notwendigen Mittel„ zu ergreifen, um die angeblich bedrohten „Zivilisten zu schützen„, ähnelt nach Dafürhalten des Premierminister der Russischen Föderation, Vladimir Putin „mittelälterlichen Aufrufen zu Kreuzzügen„.

Die Krakenarme der kranken Nordatlantischen Bündnis-Armee zeigen sich allgegenwärtig, erklären die Population der Proteste als minderwertig, als primitive Parias. Darauf fußt die desolate Doktrin jener Dolce-vita-Deputierten, welche sich aufspielen, die gegen die imperialistischen Zentren gerichteten rebellischen Regimes als wirre Desperados zu determinieren. Emporstrecken dann die urbanen Metropolen, transformieren die metropolitan universalen Urbanitäten des repräsentativ demokratischen Despotismus.

Im Hinblick auf Muammar al-Gaddafis System des Plebiszits entlarvt sich die nordisch westliche Demokratie des repräsentativen Typus als Irrgarten der Intrigen, mit dem monumental Betrug betrieben wird – mit dem Einsatz der privaten Eigentums- und morbiden Mäuse-Maschinerie. Der despotendämmerige Tag bricht nicht an, der Sturmangriff der Janitscharen-Scharen auf Tripolitaniens bleibt lange Monate und Vielleicht Jahre aus. Was die Interventen der Integritäts-Intention meistern, korrespondiert im Geringsten mit dem Realen, sondern mit dem renovierten Revier der Recycling-Rivalen. Selbst die rege Regen der Uranmunition scheint infolgedessen die Regime-treuen Menschenlandschaften nicht einschüchtern zu können.

Auch eine große Zahl von britischen und französischen Fremdenlegionären und sonstigen Söldlingen konnten das Blatt trotz des barbarischen Bombardements der Regime-Truppen von oben bisweilen kein bißchen wenden. Die übergelaufenen Urheber der Benghasi-Banden beklagen sich, daß ihnen in stämmigen Mengen Moneten versprochen, jedoch nicht überwiesen wurde. Auch auf die Sympathie der breiten Massen müssen sie noch lange warten, obwohl die mentalen Agentur-Tour-Truppen der Mainstream-Medien ihnen im Hauptquartier ihres Gewaltgefüges ruckweise Rückhalt gewährten, und sich partiell zum Sprachrohr dieser Maskeraden-Meute machten, diesen liebedienerischen CIA- und NGO-Marionetten Flankenschutz lieferten.

Humanismus und NGO-Nomenklatur als normative Makulatur

Der Mitleidsmarkt floriert. Humanitäre Hilfswerke fiebern nach, die mannigfachen Konflikte nicht endigen, sondern allerenden in die Länge strecken zu sehen und so Lichtblick auf Spendentöpfe auch künftig zu pflegen.

Notebene: Die Not ist das Butterbrot der NGO-Nomenklatur. Sie wurzelt in allerlei Katastrophen – von Natur-Unheil über Ethno-Dramen bis zu Migrationstragödie. Nicht einmal in Mini-Marginalien finden sich Erfolgsnotizen ihres Handwerks. Die Not bleibt ihr Gott. Frivol und flott. Sternen-Schrott zwischen Abend- und Morgenrot. Das Gebot und Plot. Trott und Verbot

Das Groß-D-Land hält sich zwar aus der Meuchelei heraus, versucht jedoch, den Gauner-Gesang andersartig anzustimmen. So überbrachte das Prinzipal des Auswärtigen Amtes an der Spree, Guido Westerwelle, Mitte Juni 2011 der Bengasi-Pack 7,5 Millionen Euro. Sein Partei- und Kabinettsfreund Dirk Niebel versprach dem Meute-Rat eine weitere Summe von 7,5 Millionen. Der kurzfristige Besuch der beiden wurden von NGOs begleitet, und zwar mit mancherlei medizinischen Gütern im Gepäck. Diese milde Gabe soll für den Schutz der schwarzen Menschenlandschaften zu Gute kommen. Etwas wäre geschehen, wenn die Libertinage-Legionen mit ihrer Lynchjustiz und Jagdparties und die Dunkelhäutigen in ihrem Gewaltgefilde aufhören. Folglich betrat der Berolina-Bote die Linien jenes Prokrustesbett-geilen Potentaten Nicolas Sarkozy, der mit romanesken Kommentaren die Terror-Romantik und Turbo-Tortur in die Wege leitete, zuvor Tausende von Romas in Elendsgegenden der Balkanien deportierte, um das ultra-nationalistische Votum der Grande Nation ultimativ für seine Wiederwahl zu garantieren.

Die Menschenrechtsmetapher wird unter dem buschigen Bombenhagel tief in Beton gegossen. Auf den humanitären Trumpf sind die Triumphatoren angewiesen. Und Siege haben die Riesen-Regenten des kranken Krakenkapitalismus nötig, damit sie unter dem imaginären Regenbogen hinter dem Wüstenstaub auch den fiktiven Systemsong weiter singen können. Selbstgerecht. Symbolisch-sympathisch. Szenarisch-arisch. Artikularisch-artistisch.

Die Regentschaft der Neuberliner Republik unter den Glaskuppeln des Reichstages mit Merkeln und Westerwellen kann weiter vor sich werkeln, konzipiert konstruktive Kontakte mit konventionellen Dynastien neofeudaler Konformität sowie mit Prinzipalen und Usurpatoren urbaner Unitäten in den von Tumult und Trubel überzogenen Weltgegenden, pflegt pfiffig philanthropische Propaganda-Paraden, um ihr hegemoniales Hoch im Alten Kontinent harthörig zu harmonisieren. Der grau-grüne JoJo-Fischer und sein Weggefährte DC-Bandit bezogen Position für die Provision des Invasionsinfernos, um für einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu punkten. Währenddessen werben die Weißwäscher der Vierten Gewalt für das Sterben in Maghreb und Vorder-Orient. Die Berolina-Bereitschaften mit ihren Expansionsambitionen exerzieren mit den Wegelagerern in Maghreb als Wetterfahnen-Verbündeten exemplarisch, dessen genudelten Häuptlinge im gewogenen Gewaltapparat ihre Untertanen am Hungertuch nagen lassen und als Galeerensklaven erfassen. Davor zittert nicht nur die Zukunft der Zivilisation...

Seit dem Anbruch der Hochsaison 2011 hüllen sich die Mainstream-Medien, aber auch die Quoten-Kumpel der Qualitätspresse schier in Schweigen, da das barbarische Bombardement Libyens schwer zu rechtfertigen scheint und zugleich der schwarze Afrika ihren Verdruß gegenüber dem Interpretationsimpuls der UN-Resolution 1973 laut und laut artikuliert, den Gewaltstreich sowie den Giganten-Gipfel samt seinem Glanzpunkt in Grund und Boden verdammt.

Mit dem medial hochverehrten humanitären Humbug und dem mentalen Memorandum der Menschenrechte als spröder Strohhalm, an dem sich die NGO-Nomenklatur klammert und mehrfach memoriert, schmieren die abendländischen Mäuse-Aristokraten jene Autokraten sowie Autoritäten, die sich ihnen treu dienen und ihren Surplus extra vermehren.

Zum schauspielerischen Schutze der von Regime-Schergen scheinbar gepeinigten Einwohnern des Wüstenstaates legten die archaisch arischen Eliten, Promotoren und Protagonisten über Tripolis einen braun-blutigen Bombenteppich und setzten den roten Hahn aufs Dach, um eine – wie von ihnen virtuell visitierte – humanitäre Katastrophe lahmzulegen. Allen Ernstes? Tatsächlich zielen sie auf ein Treuhand-Regime und darauf, dort ein Protektorat zuwege zu bringen. Mit Troll und Trommel. Mit Tamtam und Trubel.

Die Laien der Latrinen-Lyrik lesen den Kritikern der Kriegskunst-Kriminellen Leviten. Die Kreuzzugs-Kamarilla vespielt dennoch jeglichen Kredit. Argumente der Aggressoren kommen, wie lange man auch immer sucht, nicht ans Licht – nicht einmal in Fragmenten. Vielmehr nimmt die Barbaren-Partie der Hochstapler mit Bravour Überhand. Milliarden von Zweibeinern bergt die Melancholie, auch das Melodrama der Zombie-Cäsaren.

In irgendeinem Ende der Erde memoriert ein Jüngling die Memoiren eines Résistance-Republikaners, eines zeitnahen Revolutionärs, verwirft den imperialen Impuls des verbalen Menschenrechts-Memorandums und den zyklischen Zensur-Zirkus der mentalen Moralapostel wie eine Zombie-Zero in den Morast – als ein jeweils jämmerliches Armutszeugnis des zeitgemäß zivilisatorischen Zwiegesangs. Er erkennt dabei die Leitlinie, die  Chamäleons von seiner Seite der Barrikade zu entlarven und den Antagonismus zu lokalisieren zwischen den enteigneten Pleitiers, Parias, Proleten von Milliarden und den Privatier-Parasiten mit ihrer High-Tech-Tyrannei – getürmt auf dem Balken der Noratlantischen Militärpakt-Maschinerie. Aber auch auf der Varietät des Vasallen-Venus sowie der NGO-Nomenklaturen, die vor den domäne-demokratischen Despoten robben, und jene bitter enteignete Erdlinge, die sie als grobe Barbaren betreuen, lauthals in den Ohren liegen, unter der robusten Kommandogewalt der entarteten Zyklopen-Zivilisation zu roboten. Die Freiheit und Liberalität erwiesen sich längst als eine Libertinage der kranken Liebediener der Rentier- und Besitzkaste.

Humanismus als Horizontale oder Humbug – Frontex-Flotten-Front und Flucht-Fluten

Es geschah Ende März und Anfang April 2011. Ein Seelenverkäufer mit afrikanischen Migranten trieb sich 16 Tage lang im Mittelmeer. Von 72 Passagieren überlebten nur neun. Knut Mellenthin erzählt in „junge Welt„ vom 10. Mai 2011. Über das bisher ignorierte Drama berichtete erstmals das Londoner Blatt „The Guardian„ vom 8. Mai 2011. Demnach stach das Boot am 25. März in Tripolis in See – unterwegs zur rund 300 Kilometer entfernten Insel Lampedusa. An Bord befanden sich 47 Äthiopier, sieben Nigerianer, sieben Eritreer, sechs Ghanaer und fünf Sudanesen, unter ihnen zwanzig Frauen und zwei kleine Kinder.

Nach 18 Stunden Fahrt geriet der Kasten in Seenot und verlor Treibstoff. Mit einem Satellitentelefon informierten Passagiere den in Rom lebenden eritreischen Priester Moses Zerai. Er alarmierte die italienische Küstenwache, die die Lage des Bootes feststellte und dem Pater versicherte, daß alle zuständigen Stellen unterrichtet worden seien.

Tatsächlich tauchte wenig später ein mit dem Wort „Army„ beschrifteter Helikopter über dem Kahn auf. Der Pilot ließ Wasserflaschen und Pakete mit Keksen herab, gab dem Kapitän durch Zeichen zu verstehen, er solle auf Kurs bleiben und die Ankunft eines Schiffs abwarten. Dieses erschien jedoch nicht.

Am 27. März war der Treibstoff verbraucht, es waren kaum noch Wasser und Lebensmittel vorhanden, und das Boot trieb nur noch mit den Strömen. Nach zwei Tagen befand es sich in Sichtweite eines Flugzeugträgers. Nach Angaben von Überlebenden stiegen zwei Düsenjäger auf und überflogen das Boot in niedriger Höhe, während die Insassen ihnen verzweifelt zuwinkten. Auch jetzt kam keine Hilfe.

Nach Guardian-Recherchen handelte es sich vermutlich um den französischen Flugzeugträger Charles de Gaulles, der zu diesem Zeitpunkt dort operierte. Französische Marinestellen bestritten zunächst, daß sich der Träger zur fraglichen Zeit in diesem Gebiet befunden habe. Als die Reporter das Gegenteil bewiesen, verweigerten die Franzosen jeden weiteren Kommentar. Ein NATO-Sprecher erklärte, daß bei der Allianz keine Notrufe des Bootes eingegangen seien und daß es keine Berichte über diesen Zwischenfall gebe.

Während der folgenden zehn Tage starben die meisten Insassen des Schiffs an Durst und Hunger. Als das Boot am 10. April wieder an die libysche Küste getrieben wurde, lebten nur noch elf Menschen, danach noch zwei weiteren.

Das internationale Recht verpflichtet alle, Schiffbrüchigen zu Hilfe zu kommen. Darüber hinaus rechtfertigt der nordatlantische Militärpakt seinen Krieg gegen Libyen explizit mit dem Schutz von Menschenleben. Beklagenswert ist zudem, daß sich die humäniteren Hilfswerke wie „Borderline Europe„ mit dem Tripolis-„Despoten„ befassen und von der oben kurz geschilderten Tragödie keine Notiz nehmen.

Das zum Heulen routinierte Husarenstück des Hurra-Humanismus spielt am Limes der Bankmagnaten-Bastei. Das Faktum, daß seit Jahresbeginn 2011 im Mittelmeer mehr als 1.200 Bootsmigranten ertranken, finden nicht einmal in Marginalien der botmäßigen Bastion der aufklärerischen Postenjäger, der Protagonisten der kulturalistischen Korrektur des Sozialen, der „Fünfte Kolonne„ des supreimperialistischen Expansionsregimes, der Pax-Europenum-Papageien, der Borderline-Bosse und Propaganda-Protegés der „humanittären Interventionen„ unter dem lächerlichen Label NGOs keinen Platz. Die Seelenverkäufer der morgen-dämmerigen Mohren kentern vor Sirenen und Umkehr-Signalen der Frontex-Formation, die auf hoher See manövriert. Der Gottesacker unter dem Salzwasser weitet sich unausgesetzt aus, und das breite Publikum des nordischen Prosperitäts-Parketts denkt – wenn Sommersaison – nur noch an seinen störfriedensfreien Strandferien an den Küsten des mediterranen Teichs.

Wenn das Initiativ-Unikum der Europäische Union Hand in Hand mit den NATO-Neros von echtem Schrot und Korn sich dafür interessiert hätte, den Bewohnern der Region zur Seite zu stehen, so hätte sie ihre Grenzschutzagentur Frontex zur Abwehr der Verzweifelten nicht ich Aktion gesetzt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Bereits am 20. Februar startete sie den Agentur-Einsatz „Hermes 2011„, dessen Stabsspezialisten kundtaten, daß ein wesentlicher Teil der Operation darin liegt, auch die Bootsmigranten zur Rückkehr in ihre Herkunftsländer zu verhelfen, das heißt, sie dorthin zu deportieren, wo dem Elend entfliehen wollten.

Gewiß. Auf der südlichen Mittelmeerseite regieren in der Regel autokratische oder repressive Regime, deren Untertanen unter materieller Not und dunklem Nachher leiden. Aber was das „humanitäre„ Sinnesart der nordischen Normmonopolisten von hohem Rang angeht, läßt sich mehr und mehr als eine schwer vergleichbare Maskerade registrieren – wie man dem folgendem Geschehen entnehmen kann:

In der Nacht zum 6. April kenterte ein Schiff mit ca. 300 Migranten am Bord etwa 70 Kilometer vor Lampedusa, das von Libyen aus in See gestochen war. Vor dem Sirenengeheul der Grenzschutz-Patrouillen. Bis zu 250 Passagiere ertranken. Ein Alltag zwischen Wellengang und Welt-Weiten. Allgemein bekannt. Breit-brüchig zwischen Zorn und Zote. Anstatt die jene Mühseligen aus den krisenerschütterten und durch die kolonialen Operationen ökonomisch verelendeten Gegenden einreisen zu lassen, arbeiten die Autokraten der EU-Staaten-Strukturen mit Hochdruck daran, die Schlupflöcher in ihren Grenzscheiden abzudichten. Da geht es nicht nur darum, die amtliche Abwehrartikulation zu beanstanden, sondern auch dem humanitäre Niveau des hiesigen breiten Publikums auf den Busch zu klopfen. Diese bondenständigen begüterten Erdlinge scheren sich nicht im geringsten darum, was  die Frontex-Armada am Südrand der Feste Okzidenrale mit hochmodernen High-Tech-Geräten anstiftet: Drohwort und Schreckenschuß, damit die migrantischen Cayucos und Boots umkehren, wobei viele in Panik geraten und kentern. Zuvörderst richten die westlichen Menschenrechtsersten ihr Augenmerk auf ihren nächsten Sommerferien in den Stränden des Mittelmeers und der Kanaren ohne angeschwemmte Leichen der Schiffbrüchigen.

Die „Operation Hermes„, kommandiert von der Frontex-Armada im Mittelmeer seit dem Winter der Furor-Foren verläuft, gilt als hermetisch herrisches Unterfangen der Eliminations-Eliten eurpoider Stressoren und Senioren. Hier kreuzt der Krieger als ein humanes Zahnrad im Gefüge, ein Roboter, der darauf gedrillt wurde, Befehle auszuführen, nämlich die Migrantenboote zur Rückkehr zu drängen. In Kauf nehmen die Oberen der Operation auch die Option, daß viele Cayucos und Kähne in Bedrängnis geraten und kentern, ihre Passagiere den Tod in den Wellen finden – allerlei Berichten zufolge in einer Zahl von 1200 vom Beginn der Unruhen in Maghreb bis Mai 2011. Gemäß der internationalen Rechtslage sind die Seefrachter verpflichtet, die sich in der Nähe des Unglücks befinden, den Schiffbrüchigen zur Hilfe zu eilen. Dieser Pflichteifer gilt dem Anschein nach nicht für den Leitstab der Frontex-Flotte sowie die Patrouillenboote von Italien und Malta, deren Auftrag schließlich Drohen und Drängen zur Umkehr nach Süden lautet. Je öfter sich solche Dramen abspielen, desto besser für die Europiden-Flurhüter. Denn die Staatsstabsstellen der Prosperitätsbastion rechnen damit, die potentiellen Migrantenmengen in der Subsahara abzuschrecken, wenn sich die Nachricht über das Los des Verunglückten in den dortigen Nachbarschaften verbreitet.

Temporäre Temperament-Temperatur

Um die Abwehr Migratenfluten zu intensivieren, versucht Reichstagsrepublik an der Spree, Kontakte zu den Opponenten in Benghasi auszubauen. Bereits Mitte Juni 2011 bereisten der Boß des Auswärtigen Amtes (Guido Westerwelle) und der Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit (Dirk Niebel) das Hauptquartier des „Übergangsrates„, eines unflätig obskuren Gremiums. Wie aus einer Analyse des www.german-foreign-policy.com vom 22. Juni 2011 hervorgeht, trägt man sich vermeintlich mit der Absicht, am "Aufbau neuer staatlicher Strukturen" mitzuwirken und habe derweilen vor allem die ökonomische Option im Blick.

Schon mehrere Wochen hielt sich ein Team der amtlichen „Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit„ (GIZ) in Benghasi auf, um dort die Möglichkeiten zum Eindämmen der anschwellenden Fluchtflüsse zu eruieren. Im Zentrum stehen animierte Anstalten wie die "Betreuung bzw. Versorgung von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen" sowie scheinbar die "psychologische Betreuung von Kriegsopfern", um sämtlichen Versuchen zuvorzukommen, in der EU Zuflucht zu suchen. Dieses Vorgehen ist mittlerweile gut erprobt. Auch im Falle der Kriege um das Kosovo, in Afghanistan und im Irak strebten Stabsstrategen in Berlin und Brüssel danach, die Fluchtfluten fern der EU-Feste in Auffanglagern zu halten - in Mazedonien, Syrien, Iran und Pakistan. Die Elenden auf der Flucht vor der Elimination, die der Atlantische Militärpakt der NewWorldOrder extra verursacht, dürfen ihre Territorien nicht erreichen.

Dabei ergänzen sich die Aktivitäten der GIZ und der rassistisch gefärbten Regentschaften in Rom. Italien hat Mitte Juni 2011 ein Abkommen mit den frivolen Frondeuren im favorisierten "Übergangsrat" geschlossen, in dem sich dieser verpflichtet, sämtliche Übereinkünfte zwischen Rom und Tripolis, soweit sie unerwünschte Einreise der Migranten-Menge in die EU betreffen, umstandslos zu übernehmen. Damit ist es prinzipiell möglich, jene Fremdlinge, denen es gelang, die Route in die EU-Breiten zurücklegen zu können, direkt in das Kriegsgebiet zu deportieren.

Der massive Massenflucht vor dem Bombenregen der Nordatlantik-Alliierten in Libyen hielt besonders elend ab. Jeder Schwarze und Brünette weiß dabei, was weiß heißt, was ihm bei einem Kentern seiner Nußschale die Furcht vor der Frontexflotte blüht: Ertrinken im Salzwasser des Meeres. Die humanitär heitere Atmosphäre der Menschenrechtsersten, heikel partizipierten Patronagen, demokratischen Despoten, doktrinär gedopten Denker, dekadenten Dokumentatoren, furiosen Foren, marktschreierischen Mentoren, Elemanter-Eliten, Status-quo-Satelliten, Eliminationseleven, Meister-Missionaren, NGO-Nomenklaturen lähmt den Atem mancher Humoniden, die oftmals in die Falle der Melancholie geraten. Was verstehen bloß die spartanischen Vollsatten, fragt sich der Herold der Spartakisten, wie es wohl denjenigen geht, die am Hungertuch nagen? Notorisch bleibt der Notstand der erst kolonial im nachhinein neoliberal Enteigneten das Thema der nobel normierten NGO-Nomaden beim Gewissensgewitter, gehaltvoll puren Gemüt und generellen Genuß – begleitetet von instrumental monumental imperialen Moral, temporal interkontinental global und auch lokal.

Provokateur-Protektor am Bosporus

Dort, in der Province Anatolia am Fuße des okzidentalen Olymps, gelang dem Taqiya- und Tesettür-Tartüff, über die von Neuem zu strukturierenden Staatsgewalt Oberhand und über das Gesellschaftsgebäude zu gewinnen. Obligatorisch. Doktrinär. Demokratisch. Theokratisch. Sitzt bruchfest im Angelpunkt der angelsächsischen Agenturen-Allianz. Genießt schrankenlos das Vertrauen der kontinental EUropäischen Autokratie. Als Reformator und Privatier-Motor der globalen Dogmen und lokalen Dramen. Spielt sich als Brückenbauer zum islamischen Orient. Die laizistischen Prinzipien der kemalistischen Republik beinahe auf Zero zerdrückt. Über Mainstreammedien das Zensur-Zügel angelegt. Die sozialen Gegensätze systematisch in ethnischen Separationen aufgehen lassen. Die Wucherwelle des grünen, respektive islamischen Rentiers, damit den gesellschaftlichen Krebsgang kräftig vorangetrieben. Dem Kalifat Tor und Tür geöffnet – Hand in Hand mit einem in den USA wohnhaften Finanzmagnaten und Patriarch eines retrospektiv rechtgläubigen Rings, respektive Tarigats. Das Staatsvermögen rege privatisiert und die Erträge in die Portefeuille der islamophilen Groupies kanalisiert. Die Freiheiten radikal in das Keller-Dunkel hingeworfen. Um dem Vernehmen nach den Einfluß der Streitkräfte zu erlahmen und die Verfechter der republikanischen Souveränität und soliden Sozialität aus dem Gleichgewicht zu bringen, sich ein Putsch-Szenario mit dem Tarnnamen „Ergenakon„ ausgedacht. Etliche Intellektuellen, Journalisten, Künstler, pensionierte Generäle, Autoren, Beamten, Ladeninhaber, Parteispitzen (z.B. Dogu Perincek, Vorsitzender der Arbeiterpartei), Oppositionelle u.a. hinter Gittern gesteckt. Im vierten Jahr läuft der „Prozeß„. Ein Ende nicht in Sicht! Und die Angeklagten wissen immer noch nicht einmal, was die Staatsanwälte ihnen anlasten. Sie setzen ihre Jagdparties nach „Ergenakon„-Mär-Individuen fort. Die Menschenrechtsmentoren in den Kapitalen des okzidentalen Oden-Opus stellen die Ohren auf Durchgang, stehen sogar als Wetterfahnen und Fanfaren hinter der szenarischen Order-Operation am Bosporus.

Eben dieser Patronagen-Patron in Kleinasien und „Pendant-Präsident„ des „Great Middle East„-Projekts des Pentagons und State Departments, der seinen Gewaltapparat auch auf dem risikofreien Rückhalt der altkontinentalen Wagenburg-Bourgeoisie als ihr visueller Vasall ausbaut, verfügt vor allem im Groß-D-Land über eine kräftige „Fünfte Kolonne„, deren Anliegen darin liegt, das Integrationsindustriegelände im vollen Umfang vorzuwalten, die „Multitude„ der türkischen Minorität in eine islamisch-manische, ethno-kulturalistisch idenditäre Dschihad-Kolonie oder prosperierten Kumpanen-Kompanie umzumodeln. Gerade von diesem provokativ aktiv protegierten Port programmierter, Pomp-poppig propagierter Protektion hält sich der Kelek der Necla Kelek fern – während seiner Fahrt im Foren-Fluß.

Der Scharlatanen-Schakal und Taqiya-Taktiker Recep Tayyip Erdogan bezeichnete die Assimilation als „Verbrechen gegen Menschlichkeit„, stellte die elementaren Ansprüche der allochthonen Einwohner auf den Kopf. Ganz anderes ist aber die Realität. Von Haus aus negiert die autochthone Majorität den Grundsatz der Assimilation, der voraussetzt, alle die in ihrem Territorium ansässigen eingewanderten Einwohner zu naturalisieren, ihnen ohne partielle Prämissen den Bürgerstatus für rechtmäßig zu erklären. Dem widerspricht jedoch das derzeit geltende Staatsbürgerschaftsrecht, das die selektive Akklimatisation unter dem Label Integration systematisiert. Denn die Bundesrepublik Deutschland versteht sich als einen ethnisch homogenen Volksstaat. Als Staatsbürgernation hätte sie das Gewohnheitsrecht, die Spätankömmlinge als Bürger zu assimilieren. Sie hält allerdings an den völkischen Wurzeln des Deutschen Reichs restlos fest, intensiviert den Druck auf die hier gelandeten Erdlinge der Migrationsmaschinerie, sich zu akklimatisieren, wenn sie auf den Status der vollwertigen Bürger Anspruch erheben wollen. Letztendlich strebt sich der gegenwärtige Nationalstaat danach, sein Untertanen-Kollektiv zu homogenisieren - vorausgesetzt, daß er unter einem objektiv kosmopolitanen und übergeordneten Symbol jenseits jeglicher völkischen Formel (re)formiert ist.

Eine neue Konstitution scheint hier vonnöten zu sein. Daran denken die parlamentarischen Parteien-Patrone nicht im geringsten. Vielmehr reaktivieren sie jene Warn-Fanfaren, die einen ewigen dornigen Dämon benötigen, um ihn mit allem, was ein Sicherheitsapparat hergibt, zur Strecke zu bringen. Währenddessen  drücken sie jede Lügenlyrik aufs Auge, manipulieren die Fakten. Die repräsentative Demokratie hat hier de facto längst den autokratischen Weg des cäsaristisch-napoleonischen Selbst-Krönens auf Zeit eingeschlagen und paradiert mit der Hofjournaille als Triumpherat.

Zionismus-Zorn und Zeremonial-Zynismus

Im manichäischen Weltbild der judeophilen Journaille marschiert durch die braune Boulevards der Mainstream-Madia, die jegliche mondial minoritäre Demonstrationen nicht für voll ansehen. Diese Fanfara-Fabrikanten forcieren ihre Solidarität mit dem Zionismus von Haus aus bloß, um daß christliche Abendland weißzuwaschen wegen seiner fast zweitausend Jahre lange zum Teil programmatisch ausgeübte Juden-Pogrome.

Das alte geballte Gewaltgefüge der ständestaatlichen (neofeudalen) Strukturen erhebt seine Expansionsambitionen ins Quadrat und findet Mut, jegliche operative Opposition zur Opportunisten-Option in der Optik zu behalten. Eine konfus konföderierte Kampagne traten die Rabenschwarz-Strohgelb-Rostrot-Olivgrün-Pressuregroup-Koalitionäre während der Maienzeit gegen die Partei Die Linke mit dem Vorwurf des Antisemitismus vom Stapel. Trainees und Sekundanten der medialen Maschinerie legten das Trommelfeuer. Judeophile Jupiter-Yuppies  spielten den Tastatur-Trumpf, ließen sich vom Tourette-Syndrom begleiten.

Die linkslastigen Kompagnons der judeophilen Initiativ-Industrie und Anti-Antisemitismus-Allianz tönen mit Ja und Amen parat für das landläufige Gewaltapparat Israels gegen die Plästinenser-Parties und frönen mit zivilen wie zornigen Zionismus, attackieren jegliche Kritik daran. Nicht einmal wollen sie registrieren, daß sich eine Vielzahl der säkularen Israelis für einen Palästina-Staat einsetzen und in Aktion treten. Manche von ihnen, nämlich den Israel-Schutzengeln, äffen dem Obelix nach, andere den smarten Asterix, die allerdings ohne einen Schluck Zaubertrank der „Islamophobie„ in Ohnmacht fallen. Ihre Kritik an anderen Linksseiten ist solcherart lausiger Qualität, daß sich die Disqualifizierten davon nicht inspirieren lassen.

Die solide Solidarität mit der in Gazastreifen belagerten Palästima-Population basierte auf keinem fruchtbaren Boden. Die Organisatoren und Vorbotenforen forcieren jeden Anlaß zu orakeln, daß ihr Bravourstück für die dort Leidenden gilt und nicht dem provinzial provisorischen Gewaltgefüge der Autonomie-Administration unter der rechtgläubigen Hamas. Gerade dieser Standpunkt rechtfertigt die zornig zionistische Abwehrattacken. Denn zwischen einem repräsentativen Regime und seinen mündigen Untertanen, die es durch einen Wahlgang etablierte, läßt sich nicht zu differenzieren. Daher das Fiasko. Bevor die Schiffe der Flottille in See stachen, wurden sie von der israelischen Repressionssystemen zum Teil sabotiert. Das Scheitern der moderaten Mordgeschichte war auch ohne Havarien vorprogrammiert – damit auch der humanitäre Hymnus als Leerlauf. Die judeophile Liliputaner-Junta der „Antideutschen„ erwärmt sich auf ihrer Ottomane für die triumphale Piratenpartie ihres Bruderbundes in der Levante, der als der Vorposten der endkapitalistisch globalen Kreuzzüge die Opfer-Orgie im Vorderen Orient autokratisch autorisiert und organisiert.

Zionistische Zeloten germanischen Geschlechts gehen mit Nordatlantikpakt-Banditen konform, beziehen zwar keinen voreiligen Standpunkt auf der Seite der Bengazi-Banden, sie erwärmen sich jedoch für die Mordgeschichte der Sarkozy- Comecon-Obama-Orgie, um den unsicheren Kantonisten in Tripolis zu liquidieren. Sie verpacken ihre gratis Loyalität, billige Lakaien-Lyrik für die Willigen im nordatlantischen Pakt in der judeophilen Folie und spielen sich als „Fünfte Kolonie„ der neokolonialen Kreuzzugsarmada in den linken Breiten auf – als Bravour-Barden mit humanitärem Horror-Hurra sowie systemischen Habichten, Hyänen und Haramiten in der breibunten Burg der blutrünstigen Privatier-Banditen und Boulevard-Blockade der betont bullerigen Botengänger – hinter den blank banalen Bataillonen des Urnengangs mit der barocken Hybris gegen das Gewesene der generellen Genese als Kaskaden-Kasper der Klassenkassierer.

Furcht-Frucht und Eliten-Elend in Zivilisierten-Zentren

Der Brachialkapitalismus läßt sich als ein Superlativ- System der kaputtalistischen Karrieren karikieren, gilt indes nach wie vor als sakrosanktes Status-quo-Spektakel – mit Attitüden und attraktiven Antiquitäten. Attackiert werden die Hartz-Vier-Viren als Oppositions-Okkupation. Die Furcht und frostige Frust, daß das Empörten-Potenzial des globalen Prekariats wie eine Sturzflut hereinbricht, nahm noch nicht überhand. Aber nicht allzu ferner Zukunft.

Nebelhaft bleibt ellenlang, ob der Commons-Chor der Multitude die revolutionäre Reife erreicht. Wenn überhaupt, aber wann und in welcher Weise. Sicher ist, daß die taktisch diktierte Drohkulisse des demokratischen Gewaltgefüges zieht wie ein thematischer Windsturm durch den Blätterwald. Wenn die Kollektiven-Kompanie der Kommunisten den Steg nicht erblicken kann, um im Areal der Armen eintreffen zu können, werden die Nordiden-Arier mit ihrer archaischen Artistik des Gerechtigkeitsgeredes weiter arrivieren – unter Gloria und mit Glockenlärm der Globalien. Im Überall der Alien.

Die dumpfen Dogmatiker und digitalen Drama-Trainer des Demokratie-Duktus sitzen auf dem Dukatenscheißer, dulden weit und breit kein dialektisches Denken, auch unter ihren Duftwolken. Weltweite Werte- und Warenproduktionsketten leiden unter dem Ballast der Überproduktion, währenddessen Milliarden von Erdenbürgern im unerträglich schweren Elend vegetieren. Nicht höher angesehen als der Rang von wilden Tieren bei den zivilisierten Zeloten und loyalen Heloten – zwischen Neandertalern und Humoniden. Sie stehen als Werkzeugkasten der Hochtechnologien hervor und ihrer Besitzstandskasten.

Die Banker- und Broker-Krise stürzt die supranationalen Supermachtambitionen des Staatenbündnis namens EU in die Konkurrenten-Kooperation. Das Groß-D-Land verwandelt sich in die krankhafte Position eines Krakenkartells, streckt seine Arme in den Geschrei jeglicher Opposition, tendiert zum Triumphatoren-Tribunal des Teutonen-Tricks, taktiert wie ein variierter Übervater, traktiert wie ein transparent taxierten Transformator. Der neu-kolonialistische Interventionsimpuls läßt die Rivalitäten zwischen den kapitalistischen Zentren offen zutage treten. Unter braunem Berolina-Blick trommeln Teuto-Titanen für den Triumph dank Merkels Mirakel und Westerwelles globalen Wellenweiler. Dennoch leiden sie, und zwar unter dem Weltschmerz, da vor ihrem Horizont die Nebelbank steht. Und der Wellenberg der Gepeinigten droht, sie in Panik zustürzen.

Die Werbetrommel für einige Haudegen als Handlanger der abendländischen Hyänen „humanitärer„ Maskeraden-Hymne wird den Verlauf der Geschichte nicht aufhalten. Auch der Mandatar-, Manager- und Manipulationsnebel kann den Horizont nicht verhüllen. Was im Frühjahr 2011 in Maghreb, Maschrek und Vorder-Asien vorkam, bleibt nicht auf der Ebene, über welche die Protagonisten der Privatier-Parteiengewalt Herr zu sein glauben. Ihr hegemoniales Gehabe ruft nicht nur herbe Kritik hervor, sondern entfesselt auch die Pleitiers und Lose zu rebellieren.

Für die demokratische Domäne mit ihren rückhaltlosen Rechtsregularien sowie mit ihrem temporär repressiven Thesen-Tamtam und trägen Synthese-Stamm bilden die besitzlosen Schichten die Basis der Bösen und Parasiten, der primär Primitiven und Subproleten, die nicht zum Prozeß der Prodoktionsfaktoren zählen. Vor allem wenn sich hierbei um migrantische Mengenmelange dreht, treten die diktatorischen Diagnosen zutage mit Residenzpflicht, Unterkunft in Lagern hinter Mauern und Stacheldraht, nötiges Lebensunterhalt mit Naturalien, Deportationszentren u.a. Hinter der demokratisch dicht dekorierten Demagogie steckt eine dicke Despotie, die demonstrativ die Demontage des Denkvermögens vorantreibt, den Gegensturm degeneriert und des Geleit in Dutzenden als gemeine Gewaltgemeinde denunziert.

Humanitäre Hurra-Hurien


Blödsinn ist zwar zulässig, hat aber keinen sattelfesten Wert, als Satire stilisiert zu werden. Und sanierte Satire als der Tagesgeschmack vor dem Glotzophon als Kabarett verfügt kein gewachsenes Gewicht auch keinen Wert, solange sie die Potentaten nur porträtiert und keine Aufsicht auf den Morgen ausweist. Soweit der Nebel des Parteien-Primats den Horizont überdeckt und die demokratische Dogma über die Atmosphäre des Humanen kommandiert, kommt das Lachen als einen konfusen Konsum von Kopien vor. Das Original kommt als triviales Tribunal der Tribunen in den trügerischen Tribünen träge zum Vorschein.

Das erbärmliche System des Syndikaten-Kapitalismus, das auf Lug und Trug fundiert, stimmt überlaut die Euro-Arie bei miauendem Geleit der manierierten Mäuse-Musik an, fordert die Population der Pleitiers, Loser und vulgären Wenigkeiten auf, ihren Beitrag dazu zu leisten, damit die kalte Krisenkrake gesättigt wird und ihre kranken Arme nicht zu einem globalen Kasten-Krieg und Korsaren-Kreuzzug der Demo-Kreaturen beim Bullen-Brüllen ausstrecken. Gewiß, die Schlachtfelder liegen noch außerhalb der Zivilisierten-Zitadellen ziemlich fern, können aber auf Windesflügeln auch sie erreichen und den Blauen Planeten ganz in graue Einöde verwandeln.

Staaten, die verweigern, sich der Weltgewalt des Novum Romanum zu fügen, werden systematisch mit Sanktionen belegt, mit Blockaden blindwütig bestraft und unter dem Bombenteppich brandschatzt. Sie sind oft Opfer der nordisch imperialistischen Blocke im vitalen Wettstreit um Hegemonie und Beuteanteile. Zum Beispiel resultiert das Rivalitätsringen zwischen Paris und Berlin als Ursache der brutalen Attacke auf Tripolitanien. Daher hängt die Aufsicht auf Emanzipation des Südens davon ab, das Dunkel der nordischen Bravour-Barden und Barbaren-Banden zu brechen.

Was sich im Gegen-Gestade des mediterranen Teichs seit dem Frühjahr 2011 abspielt, läßt sich als Rekapitulation der zombigen Zivilisationsersten registrieren. Der dort etablierte gansige Übergang(ster)rat steht ganz unter dem Schutz der Supergangster und Cos-Nostra-Normativen, die auf der Jagd nach Ganymed den arabischen Maschrek der Fallachen gegen den Maghreb der Berber und Mauren aufputschten, wo auch gerade Tripolitanien sowie die widerborstige Trikont-Kapitale Tripolis liegen. Die intrigante „humanitäre Intervention„ in Jamahirija Libyen ruft ins Gedächtnis: Der Ethnozid gehört zum Wesensmerkmal des christlichen Abendlandes – von vorgestern über heute bis übermorgen.

Marginale Margen und prekäre Profitraten beschwören die Kreditoren herauf, vom Warenproduktionsportal reaktiv real zur Renditen-Route zu reiten. Dabei verschwenden sie keinen Gedanken daran, ob sie in das Meer des Extra-Mehrs oder in Verlust-Fluß geraten. Ob sie es richtig taten, oder nun wie oft das Pferd komplett von hinten aufzäumen. Denn sie wissen hinter sich den sozial schlanken Staat mit starken Gendarm-Armen und High-Tech-Armeen.

Das Empire experimentiert mit Ellenbogenrecht und extra Elementargewalt der empirisch Überlegenen, trommelt mit emanzipatorischen Emphasen, das Erdenrund allgewaltig zu attackieren, respektive zu missionieren. Die Sirenen können aber so magisch wie magnetisch spektakeln, daß dem Faß fast den Boden umschlägt, worauf die Regime-Riten-Riesen beim Reklame-Regieren nicht reagieren, allgemein die Almende negieren. Sie fühlen sich als Gottes-Groupies berufen, die Unterzivilisierten zu züchtigen, damit diese sich auch züchten lassen – mit dem fortwährenden Spürsinn der Inferiorität, das heißt der Minderwertigkeit gegenüber den brisanten Giganten, brillanten Briganten, der Zitadelle-zeremonialen Zirkuszunft Zinsen-Zinszucht sowie Zufluchtszukunft.

Die Triade der Traditions- und Trivial-Kolonisten trägt sich als ein Triumphatoren-Titan auf tönernen Füßen. Die Drei und alle anderen Demokraten, unterhalten ihre Untertanen nicht nur mit der kriminellen Aktivitäten, sondern auch mit affigen Affairen in ihren privaten Papagallo-Praktiken wie der Pariser Pharisäer Sarkozy, der so die Tribun-Scharlatane der „Grande Nation„ auf der Tribüne der Schlachtarena zusammenscharren kann. Während seine Luft-Piraten sowie Flieger-Garden über den Wohnorten von Tripolitanien Bombenteppiche legen, helfen seine gehässigen Gladiatoren, Fremdenleigionäre den „Resistenz„-Ratten, die Kapitale der Jamahirija Libyen zu stürmen und den Oberst Muammar al-Ghaddafi samt seinem Stamm aus dem Weg zu räumen. Der bornierte bourgeoise Giftzwerg Sarkozy strengt sich auffällig an, auf dem Präsidial-Thron im Alysee-Palast eine Periode länger zu sitzen – mit hügelhohen Lügen und taltiefen Tartüffe-Trumpfen.

Demokratische Despoten als Philanthropen? So schräg dreht sich das Erdenrund auch wieder nicht. Sie gleichen vielmehr dem humanen Zahnrad im Gefüge, dem Roboter mit organischen Organen – im Schlagschatten der Lehnsherren mit bleiern puren Lichtblick auf die leidvollen Leibeigenen der Gegenwart, im idealen Kommunikationskomet der Korsaren-Korporation und im grauen Besitzkasten-Kasino der Zukunft nach dem Ende der Geschichte. Sie starten den Siegesballon der Finale sicher, wenn es den Sturm nicht gegeben hätte, der ihnen als Sand im Getriebe gilt.

Die Balken biegen sich nicht ohne Gewicht und Gewalt. Dem Empire wird nimmermehr gelingen, wieder Brückenkopf des Kosmos zu sein. Die Flammensäule, die es flackerte, stürzt auf seinen Korpus. Seinem Verfall kann nicht nur der „Untergang des Abendlandes„ innewohnen, sondern auch des Blauen Planeten.

www.bruecke-saarbruecken.de

 







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