Die Bourgeoisie, das “Lumpenproletariat“ und die Lumpenadministration heute


Bildmontage: HF

22.01.18
DebatteDebatte, Soziales 

 

Von Reinhold Schramm

»Kommentar Studie zu weltweiter Armut. Leider unwahrscheinlich. Der Abstand zwischen Reich und Arm wird obszöner – aber welche Lösungen gibt es? Ein globaler Mindestlohn würde vielen Menschen helfen.« – »Kriegt wahrscheinlich mehr als Mindestlohn.«

Vgl. Kommentar von Ulrike Herrmann, taz.de *

Kommentar [R.S.]

"Der Abstand zwischen Reich und Arm wird obszöner" - und alltägliche soziale Folgen: nicht nur die große Wirtschafts- und Drogenkriminalität, Geldwäsche und Steuerhinterziehung, sondern auch EU-Deutschland als ein Konsum- und Schlaraffenland für kleine Diebe!

Heute, gegen 13 Uhr, ein lautstarkes rückwärtiges Geschrei und schon liefen im hohen Tempo zwei sportliche junge Männer in dunkler Kleidung vorbei. Als ich mich umdrehte hörte ich noch weitere Schreie und ein junger Mann ging beim Nachlaufen die Puste aus. Auf meine neugierige Frage, ob die jungen Männer etwas gestohlen hätten, reagierte er abwehrend. Im Hintergrund sah ich noch zwei Mitarbeiterinnen der Drogerie „Rossmann“.

Einer der schnellen -geflüchteten- jungen Männer hatte einen prallen Beutel in seiner rechten Hand. Vermutlich flüchteten die beiden Diebe in den Berliner U-Bahnhof Westphalweg. Bei deren sportlichen Laufgeschwindigkeit bestand keine Möglichkeit mehr sie aufzuhalten.

In den letzten zwei Jahren persönlich erlebte Diebstähle in Textilläden im Berliner Einkaufszentrum am Tempelhofer Hafen, und die Festsetzung von Dieben bei Edeka-Westphalweg und bei Lidl, nahe U-Bhf.-Ullsteinstraße. Meiner Bekannten wurde aus der doppelt mit Reisverschluss verschlossenen Tasche die Geldbörse im U-Bhf.-Bismarckstraße entwendet. Dabei lag der Diebstahl in Höhe eines Monatslohns. Meine Söhne verhinderten mit ihrem entschlossenen Auftreten in der Berliner S-Bahn den Diebstahl eines Smartphone. Der Besitzer war während seiner Fahrt eingeschlafen. Die Diebe nutzten die Gelegenheit, wurden aber dabei beobachtet. Bei der nächsten S-Bahn-Haltestelle ergriffen sie die Gelegenheit zur Flucht.

"Der Abstand zwischen Reich und Arm wird obszöner – aber welche Lösungen gibt es?"

Deutschland, auch ein Konsum- und Schlaraffenland für kleine Diebe!

Es geht hier nicht nur um Kleinkriminalität, auch um männliche und weibliche Not- und Zwangs-Prostitution, so auch von Kindern und Jugendlichen. Hier nicht nur in Berliner Parkanlagen. Pädophile und Freier nutzen die leichte Beute von Kindern und Jugendlichen, aus aller Welt, auch Tagsüber, wie man eher zufällig, bei Einkaufs- und Stadtfahrten, beobachtet.

Frage: Ist meine Beobachtung, Erfahrung und (meine) Wahrnehmung, jetzt auch für die bürgerlichen Parlaments-, Medien und treudeutschen Gutmenschen: "Rassismus" und "Fremdenfeindlichkeit"?

Wir müssen endlich auch damit aufhören, uns eine geschminkte [soziale und] alltägliche ‘Wirklichkeit’ in die Taschen zu lügen!

Wir brauchen auch endlich eine ernsthafte Auseinandersetzung über die sozialen Folgen des weltweiten "Abstands zwischen Reich und Arm" und für ein wirksames Ende dieses politisch, staatlich, polizeilich, militärisch und juristisch geschützten schwerstkriminellen Raub- und Ausbeutungs-Zustandes in der bürgerlichen Gesellschaft der Bundesrepublik, und weltweit!

Auch auf dieser sozial- und gesellschaftspolitischen Ebene müssen wir uns ernsthaft damit auseinander setzen: für sozialen und bezahlbaren Wohnungsbau und Mieten + Unterbringung + auskömmlichen Arbeitslöhnen [für alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Hautfarbe] + Zuwanderung + Migration + Flüchtlinge + Soziale Einwanderung. –

Was für unabsehbare Zeit, beim derzeitigen Konsum-, geistigen Manipulations- und Massenbewusstsein, noch immer nicht möglich ist: Wir brauchten eine sozial-emanzipatorische, sozioökonomische und ökologische Umwälzung und Aufhebung der kapitalistischen Gesellschafts- und Eigentumsordnung, nicht nur, aber auch in der Bundesrepublik Deutschland.

Nachtrag.

 

*** -): “Kriegt wahrscheinlich mehr als Mindestlohn“

Die Bourgeoisie und das “Lumpenproletariat“ und die gesellschaftspolitische Parteien- und m/w Lumpenadministration heute.

Zur gesellschaftspolitischen Rolle des “Lumpenproletariats“ im Macht- und Herrschaftsinteresse der persönlich leistungslosen Erbschafts-Millionäre und Dividenden-Milliardäre. Aber auch zur ökonomischen, ideologischen, militärischen, gesellschaftspolitischen, juristischen und parlamentarischen Lumpenadministration der (differenzierten) Bourgeoisie, insbesondere der Finanz- und Monopolbourgeoisie.

Der Kapitalist und Revolutionär Friedrich Engels im 19. Jahrhundert schreibt:

„Das Lumpenproletariat, dieser Abhub der verkommenen Subjekte aller Klassen, der sein Hauptquartier in den großen Städten aufschlägt, ist von allen möglichen Bundesgenossen der schlimmste. Dies Gesindel ist absolut käuflich und absolut zudringlich. Wenn die französischen Arbeiter bei jeder Revolution an die Häuser schrieben: Mort auy voleurs! Tod den Dieben! Und auch manche erschossen, so geschah dies nicht aus Begeisterung für das Eigentum, sondern in der richtigen Erkenntnis, dass man vor allem sich diese Bande vom Hals halten müsse. Jeder Arbeiterführer, der diese Lumpen als Garde (= Kerntruppe) verwendet oder sich auf sie stützt, beweist sich schon dadurch als Verräter an der Bewegung.

Vgl. Friedrich Engels, Bauernkrieg, MEW Bd.7, S. 536.

* Vgl. Kommentare, Tageszeitung, taz.de am 22.01.2018: »Kommentar Studie zu weltweiter Armut. Leider unwahrscheinlich. Der Abstand zwischen Reich und Arm wird obszöner – aber welche Lösungen gibt es? Ein globaler Mindestlohn würde vielen Menschen helfen.« [R.S.: Im Kapitalismus nicht möglich.] Kommentar von Ulrike Herrmann, Wirtschaftsredakteurin. –

»Warum gibt es Armut in einer reichen Welt? Diese Frage haben schon Karl Marx und Friedrich Engels in ihrem „Kommunistischen Manifest“ von 1848 gestellt – und sie ist noch immer aktuell. Obwohl die Weltwirtschaft jährlich um etwa 4 Prozent wächst, vegetieren rund 700 Millionen Menschen an der absoluten Armutsgrenze.« [- eine Untertreibung.]

www.taz.de/!5475866/#bb_message_3581278

 

22.01.2018, Reinhold Schramm







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