OPCW-Bericht gefälscht: War Gasangriff auf Douma 2018 Gräuelpropaganda gegen Assad?

23.11.21
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Von Hannes Sies

Bahnt sich eine weiteres Propaganda-Debakel unseres Mainstreams an? Ein umstrittener Bericht der OPCW (Organisation für das Verbot chemischer Waffen) über einen angeblichen Gasangriff der syrischen Armee am 7.April 2018 wird von UNO-Gremium infrage gestellt -Art des Angriffs und Verantwortliche könnten andere sein als von der OPCW behauptet. Willige GONGOs (Government Organised Nongovernment Organisations) wie Bellingcat oder die dubiosen Weißhelme verlieren immer mehr an Glaubwürdigkeit.

UNO widerspricht OPCW: Verübten USA, UK und Frankreich Kriegsverbrechen in Syrien?

Laut Telepolis wertet die Genfer UNO-Kommission für Syrien OHCHR den Angriff nicht als bewiesenen Chemiewaffenangriff durch Assad, was indirekt dem immer fragwürdiger werdenden OPCW-Bericht widerspricht -und damit der Version des Syrienkriegs, den uns die Mainstream-Medien präsentierten. Dieser OPCW-Bericht wurde auch laut Ex-Mitarbeitern der OPCW manipuliert, denen lagen widersprechende Erkenntnisse vor -von Experten, die vor Ort OPCW-Untersuchungen vornahmen. Die OPCW lieferte damit 2018 eine Rechtfertigung für damalige Luftangriffe der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf die Assad-Regierung und ihre Truppen, was eine Verletzung des Völkerrechts bzw. ein Kriegsverbrechen darstellt. Nach dem angeblichen Chemie-Angriff Assads auf Douma nahe der Hauptstadt Damaskus wurden die Leichen von rund 50 Zivilisten geborgen -fraglich ist jetzt, wer und wie diese Menschen massakrierte.

Um diese mutmaßliche Kriegslüge aufzudecken, gründete der ehemalige deutsche UN-Diplomat Hans-Christof von Sponeck mit anderen die „Berlin Group 21“. Gegenüber Telepolis soll Ex-Diplomat Von Sponeck geäußert haben, "die der Öffentlichkeit inzwischen zugegangenen Beweise, nach denen die OPCW mit Unterstützung, oder wohl besser, unter Druck westlicher Länder, ein gefährliches Falschspiel gespielt hat, sind frappierend". Die Berlin Group 21 wandte sich an den UN-Menschenrechtsrat und die UN-Syrien-Kommission und erhob schwere Vorwürfe gegen den OPCW-Generalsekretär Fernando Arias.

Zur Berlin Group 21 gehören zahlreiche namhafte Kritiker der Kriegspolitik des Westens (teils überschneidet sie sich mit dem Belmarsh-Tribunal zur Verteidigung von Julian Assange, über dessen Auslieferung an die Kriegspartei USA derzeit ein Gericht der Kriegspartei UK einen skandalösen Schauprozess abhält):

Kristinn Hrafnnson, Editor in Chief, Wikileaks.

Noam Chomsky, Laureate Professor U. of Arizona and Institute Professor (em), MIT.

Daniel Ellsberg, Whistleblower (Pentagon-Papers).

John Pilger, Emmy and Bafta winning journalist and film maker.

Oliver Stone, Film Director, Producer and Writer.

Professor Götz Neuneck, Physiker und Friedensforscher, Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Physik und Abrüstung" der DPG

Dr. Sabine Krüger, Analytical Chemist, Former OPCW Inspector 1997-2009.

Annie Machon, former MI5 Officer, UK Security Services.

Hans von Sponeck, former UN Assistant Secretary General and UN Humanitarian Co-ordinator (Iraq).

Die BBC verteidigte die mutmaßlichen Kriegsverbrechen

Von Ende Oktober bis Ende Dezember 2019 veröffentliche Wikileaks interne OPCW-Dokumente, die die Kritik am Assad-Gaskriegs-Bericht stützten. Die BBC-Journalistin Chloe Hadjimatheou warf dem OPCW-Whistleblower vor, er habe interne Dokumente veröffentlicht, um von Wikileaks eine Belohnung in Höhe von 100.000 US-Dollar zu kassieren. Das Beschwerdegremium der BBC, die Executive Complaints Unit, stufte diese Bezichtigung jedoch im Nachhinein als Falschinformation ein. Wieviele Hörer der BBC-Propaganda diesen Widerruf von BBC-Fake-News wohl mitbekommen haben? Deutsche Mainstreamer stellten sich wie üblich taub.

Die britische BBC griff also OPCW-Kritiker an, um die Luftangriffe der britischen Truppen zu rechtfertigen, musste aber ihren Bericht zurückziehen. Ein weiteres Propaganda-Debakel der westlichen Kriegsallianz? (Nach 9/11 und dem Ukraine-Putsch 2014) Assad hatte sich vor Beginn des „Bürgerkriegs“ geweigert, westliche Pipeline-Pläne zu genehmigen. Der vom Medien-Mainstream totgeschwiegene Schweizer Historiker Daniele Ganser vertrat schon lange die These, westliche Geheimoperationen hätten den inneren Konflikt in Syrien angestiftet bzw. geschürt. Wie schon beim Überfall der USA auf den Irak und später auf Libyen sei es in Wahrheit um Energieressourcen gegangen.

Quelle

Neuber, Harald: UN-Kommission widerspricht OPCW-Bericht zu Syrien, Telepolis 20.11.2021, <code class="western">https://www.heise.de/-6268137</code>







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