Blind für die Realität und ab in die falsche Richtung

02.09.22
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Ein Kommentar von Georg Korfmacher, München

Während unsere Politiker trefflich über Für und Wider der Globalisierung streiten, hat China längst die Vorteile internationalen Handels und Kulturaustausches – wohl aufgrund der Erfahrung mit der "alten Seidenstraße" - verinnerlicht und zeigt dem stupenden Westen, dass man internationale Beziehungen auch ohne Macht und Gewalt zum gegenseitigen Vorteil pflegen kann. Blindwütig mit den hausgemachten Fehlern beschäftig, haben unsere Politiker den Blick für die Realitäten unserer Welt verloren und wollen uns in die falsche Richtung drängen: weg von China. Dabei übersehen sie geflissentlich oder haben es bewusst verschlafen, dass China mittlerweile mit dem"globalen Süden" Geschäfte im Volumen gleichgroß mit denen der USA und Europa zusammen betreibt. Nur, im Gegensatz zur US-Kuli-Mentalität betreibt China die "neue Seidenstraße" (BRI) im Geist einer ausgewogenen Partnerschaft und hilft seinen Partnern, dem Beispiel Chinas für den eigenen Erfolg zu folgen. Dazu fördert China das Potential seiner Partner durch den Aufbau einer soliden Infrastruktur, baut Fabriken und installiert eine zeitgerechte IT-Technik inklusive Bildung und Ausbildung. Wenn unsere hoch- bzw. langnäsigen Politiger das nicht verstehen wollen oder können, sollten sie Firmen wie Bosch, VW, BMW und viele mehr befragen, warum deren Geschäfte in China trotz Pandemie besser laufen als die im eigenen Land. Oder Duisburg und Piräus, wie diese die Zusammenarbeit mit China bewerten.

Beziehungen und Geschäfte nur zum eigenen Vorteil und ohne Respekt vor der Kultur des Anderen sind langfristig zum Scheitern verurteilt. Ohne Respekt und Austausch von Kultur ist jede Beziehung hohl und morsch. Ein Reichtum unserer Welt ist die Vielfalt der Kulturen. Unsere christlich-abendländliche Kultur mit ihrem Aufruf, sich due Erde untertan zu machen (1.Mose 1,27-28), ist da ein eher fragwürdiges Leitbild. China hingegen zeigt uns, wie man seit nunmehr 5000 Jahren das stets größte und menschnreichste Land der Welt zum Wohl des Volkes führt. Das mögen wir mit unserer Bildung nicht immer verstehen. Respekt fordert aber allemal, dass und wie China in nur vier Jahrzehnten sein Volk aus 90% Armut herausgeführt hat, und zwar mit den Gewinnen, die es mit den Produktionsaufträgen aus dem Ausland und den daraus entwickelten Eigeninitiativen und -innovationen zum Wohl des Volkes realisiert hat. Daran könnten wir und insbesonder die USA uns ein Beispiel nehmen. Aber nein, immer wieder dieselben eigenen Fehler machen, weil man die ja so gut kennt.

Zum Gedeihen braucht unsere Welt Frieden und Kooperation und nicht Aufrüstung mit Waffen und/oder Missachtung bis Hass und Gewalt. Wenn unsere Politiker nicht sehen wollen, dass ein Bruch mit China zum totalen Zusammenbruch unserer Wirtschaft führt, liefern sie selber den Beweis ihrer mangelnden Kompetenz und Verantwortung für das Amt, in das sie gewählt worden sind. In dem kümmerlichen Rest von Demokratien im globalen Norden müssen wir alles tun, um zu verhindern, dass wir trotz der scheinbar blinden Politiker nicht in die falsche Richtung gedrängt werden. Der Weg ist das Ziel, so Konfuzius, und nicht der geile Profit für wenige. Und der Weg kann sehr lang sein. Nicht gerade das Traumziel der Eigennützler.







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