Keine Angst vor der demokratischen Revolution


Bildmontage: HF

20.07.12
DebatteDebatte 

 

von misanthrope.blogger.de/stories/2094264/

Was würde wohl passieren, wenn von heute auf morgen plebiszitäre Demokratie herrschen würde? Manche meinen: die Todesstrafe eingeführt, der Euro abgeschafft und Minarette verboten; Andere fürchten um ihre kulturelle Hegemonie und eine "Diktatur der Gutmenschen".

Ich dagegen glaube, es würde sehr schnell die Macht- und Eigentumsfragen gestellt und dahingehend beantwortet werden, dass es nicht angeht, dass ein bis zehn Prozent der Bevölkerung (national wie weltweit) überdurchschnittlich (und zum Teil obszön) viel besitzen, während die große Mehrheit übervorteilt wird und teilweise in Hunger und Elend vegetieren muss, und dass ein gerechter Ausgleich - sprich: ein landes- und weltweiter Kassensturz und eine Neuverteilung pro Kopf - stattfinden müsste.

Und natürlich werden sich viele dieser Nutznießer des Status quo vehement dagegen wehren, teilweise enteignet zu werden; es steht allerdings zu hoffen, dass die Subalternen, die ihnen Privilegien und Besitz sichern (die "Sicherheitskräfte" und Zuarbeiter), ihre ureigenen Interessen erkennen und sich nicht länger zu Handlangern der gewaltsamen Aufrechterhaltung überkommener und überholter Hierarchien machen lassen - sprich: der blutige Teil der Revolution könnte und wird wahrscheinlich ausfallen (oder zumindest sehr glimpflich ausgehen), und die Weiterentwicklung des Systems könnte evolutionär, per einfacher Abstimmung und Umsetzung der Mehrheitsinteressen, vonstatten gehen.

Denn die überwiegende Mehrheit würde sehr gewinnen, nicht nur ökonomisch. Die Bevormundung durch willkürliche und schädliche Arbeitszeiten und -bedingungen würde der Vergangenheit angehören; Hunger und Elend in Teilen der Welt würden sofort ein Ende haben und die Anlässe für Massenmigration damit wegfallen; jede_r könnte jenseits aller nationalen Grenzen da arbeiten, konsumieren und leben, wo es ihm gerade am Besten gefällt (was bei vielen meist "zu Hause" sein dürfte); sich z.B. in der Welt umtun oder auch mit anderen Heimatverwurzelten das Dorf- bzw. Kommunenleben zelebrieren. Anlässe für Gewalt wären nur noch wenige gegeben; maximale Entfaltungsmöglichkeiten in der Freizeit stünden prinzipiell allen offen (wenn auch zum Teil - man denke etwa an das Führen einer 100-Meter-Yacht oder die Regie bei einem aufwendigen Film - nur selten, kurz und für gewisse "Summen" an Arbeitsgegenwert); der Zugang zu Medien aller Art (und damit zu Bildung) wäre barrierefrei und kostenlos; es könnte alles so schön sein...

Also: Worauf warten wir noch?

openpetition.de/petition/online/fuer-die-einfuehrung-von-volksentscheiden-als-alleinige-grundlage-der-politischen-willensbildung

Wozu ist der Mensch auf der Welt? Zum Sterben.
Und was heißt das? Rumhängen und warten.

Charles Bukowski

 

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VON: MISANTHROPE.BLOGGER.DE/STORIES/2094264/






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