Widerstand gegen Leiharbeit und Niedriglohn wächst!


Bildmontage: HF

10.04.10
BewegungenBewegungen, Hessen, TopNews 

 

Um die 150 TeilnehmerInnen demonstrierten gestern in der Frankfurter Innenstadt für die Abschaffung der Leiharbeit und gegen Hartz IV. Aufgerufen hatte die Gewerkschaft FAU Frankfurt im Rahmen einer Kampagne zum Thema Kapitalismus abschaffen.
Ausgestattet mit Informationsmaterial über die besondere Ausbeutung in Leiharbeitsverhältnissen sowie über Hartz IV als Druckmittel, Menschen in Leiharbeitsverhältnisse zu zwingen, bewegte sich der Demonstrationszug quer durch die Innenstadt vorbei an zahlreichen Leiharbeitfirmen, vor denen Kundgebungen abgehalten wurden.
Die Forderung, Leiharbeit abzuschaffen stieß, laut Hertha Barwich auf breite Zustimmung bei den PassantInnen. Viele hätten, so Hertha Barwich weiter, die Wirkung von Leiharbeit als Katalysator für einen allgemeinen Preisverfall bei den Löhnen erkannt. Viele würden selber in der Sorge leben, nach der Kündigung aus einem regulären Arbeitsverhältnis gezwungen zu sein, einen schlecht bezahlten Job anzunehmen, von dem sich ihre Existenz nicht mehr ohne aufstockende Sozialleistungen bestreiten ließe.
Die VeranstalterInnen werteten die Aktion als Erfolg, zumal am gleichen Tag in weiteren Städten Deutschlands, sowie im spanischen Zaragossa ebenfalls Aktionen für die Abschaffung der Leiharbeit stattfanden.
In Frankfurt bildete die Aktion einen weiteren Auftakt für die Demonstration am 30. März, zu der ein Bündnis aus GewerkschafterInnen, antikapitalistischen und antifaschistischen Gruppen in Anspielung auf die Abwrackprämie unter dem Motto „Kapitalismus abwracken!“ aufruft.
Milly Witkop, eine Sprecherin der Veranstaltung zeigte sich zwar erstaunt über das massive Polizeiaufgebot, das in Seitenstraßen längs der Demonstrationsroute bereitgehalten wurde, war jedoch positiv überrascht über die Zurückhaltung der Einsatzkräfte. Endlich sei es auch in Frankfurt wieder möglich, eine Demonstration mit entsprechender Außenwirkung durchzuführen. Für die bevorstehende Demonstration am 30. März erhoffen sich die VeranstalterInnen ebenfalls, frei sichtbar und nicht eingeschlossen in einen Polizeikordon ihre Inhalte sichtbar machen zu können.







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