SEEBRÜCKE kündigt Kundgebung bei Tschentscher-Auftritt an


12.09.18
BewegungenBewegungen, Hamburg 

 

Von SEEBRÜCKE Hamburg

Hamburg muss Handeln gegen Sterben im Mittelmeer!
Unterschriften des "Hamburger Appells" sollen übergeben werden


Nach der Großdemonstration vom 2.9. mit 16.400 Teilnehmer*innen gehen die Aktionen der SEEBRÜCKE HAMBURG weiter. Die nächste öffentliche Kundgebung findet am Dienstag, 25. September ab 19 Uhr vor der Grundschule Turmweg (Rotherbaum) statt. Dorthin hat Hamburgs Erster Bürgermeister, Dr. Peter Tschentscher, zu einem Bürgergespräch geladen. Die SEEBRÜCKE rechnet mit mehreren Hundert Teilnehmenden.

"Über 16.000 Hamburgerinnen und Hamburger hatten auf der Großdemonstration ganz klare Forderungen: Das Sterben im Mittelmeer muss aufhören, es braucht sichere Fluchtwege geben und die Hansestadt Hamburg soll als sicherer Hafen Gerettete aufnehmen. Das ist keine abwegige Forderung einiger weniger, sondern hat breite Unterstützung in der Hamburger Bevölkerung.", sagte Daniel Schädler von der SEEBRÜCKE.
Zu einem Gespräch zwischen der Bewegung und dem Ersten Bürgermeister ist es noch immer nicht gekommen.
"Unser erster Gesprächswunsch wurde nahezu sofort vom Referenten des Bürgermeister abgelehnt. Keine Zuständigkeit, kein Interesse, so die Botschaft. Wir haben Anfang der Woche mit den 16.000 vom 2.9. im Rücken noch einmal Kontakt aufgenommen und warten nun auf Antwort.", so Daniel Schädler weiter.

Parallel zur Demonstration sammelt die SEEBRÜCKE Unterschriften unter den Hamburger Appell. Nach heutigem Stand haben diesen Appell mehr 7000 Menschen unterschrieben: 4800 online und über 2500 weitere auf Papier.
https://weact.campact.de/petitions/hamburger-appell-fur-seenotrettung-und-einen-sicheren-hafen-fur-gefluchtete-in-hamburg?bucket=fbAD-18-09-03-seebr-hh&source=fbAD-18-09-03-seebr-hh
Wenn es vorher keinen Termin geben sollte, plant die SEEBRÜCKE, diese Unterschriften beim Bürgergespräch am 25.9. an Bürgermeister Tschentscher zu übergeben.

"Wenn wir nicht eingeladen werden, dann laden wir uns eben selbst ein und kommen massenhaft in Orange zum Bürgergespräch. Das Sterben im Mittelmeer ist für uns unerträglich und die Tatenlosigkeit Hamburgs unverständlich. Das wollen wir deutlich machen.", kündigt Christoph Kleine von der SEEBRÜCKE HAMBURG an.

Es sei nicht richtig, dass Hamburg nichts tun könne, so die Aktivist*innen der SEEBRÜCKE. "Hamburg soll z.B. die Patenschaft für die nächste Mission des Rettungschiffs Aquarius übernehmen, das demnächst wieder ausläuft. Die Stadt erklärt öffentlich gegenüber dem Bundesinnenministerium und den Regierungen von Italien und Malta: Wen immer dieses Schiff auf seiner nächsten Fahrt aus dem Meer rettet, wird in der Hansestadt aufgenommen. So könnte eine wochenlange Irrfahrt vermieden werden und dem fatalen Eindruck entgegengetreten werden, dass die Menschen nirgendwo willkommen seien.", schlägt Christoph Kleine vor.
"Ein bisschen Courage und Konfliktbereitschaft braucht dieses Vorgehen schon. Aber das erwarteten wir einfach von einer Stadt, die das Tor zur Welt sein will.", räumt er ein.

Am Mittwoch, 26.9. wird ein Antrag für Hamburg als Sicheren Hafen in der Bürgerschaft behandelt werden. Die SEEBRÜCKE fordert insbesondere die Abgeordneten von SPD, GRÜNEN und LINKEN auf, ihrem Gewissen zu folgen und diesem Antrag zuzustimmen.

Am Samstag, 29.9., ruft die SEEBRÜCKE mit auf zur großen antirassistischen Parade UNITED AGAINST RACISM und wird dort mit eigenem Block und eigenem Wagen in Orange präsent sein.

Die SEEBRÜCKE HAMBURG begrüßt die Aktion von hamburgwastustdu.de am 13.9. auf dem Rathausmarkt, ebenso wie alle anderen Aktionen, die darauf abzielen, dass Hamburg zu einem sicheren Hafen für Geflüchtete wird. Allerdings haben wir von dieser Aktion  nur aus dem Internet erfahren und können keine Auskunft dazu geben.








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