SEEBRÜCKE Hamburg - Redebeitrag der Interventionistischen Linken


Bildmontage: HF

02.09.18
BewegungenBewegungen, Hamburg 

 

Rede von EMILY LAQUER auf der Großdemonstration der SEEBRÜCKE, Hamburg 2.9.2018

Mit einer Großdemonstration in Hamburg fordert die bundesweite Bewegung SEEBRÜCKE eine Ende des terbens im Mittelmeer und sichere Fluchtwege.

Die SEEBRÜCKE ist Teil der immer breiter werdenden Bewegung gegen den Rechtsruck. #wirsindmehr

Die Interventionistische Linke ist aktiv an der SEEBRÜCKE beteiligt. Für die IL sagt Mit-Organisatorin Emily Laquer bei der Abschlusskundgebung auf dem Hamburger Rathausmarkt:

"Vor Wochen fiel eine britische Touristin von Bord eines Kreuzfahrtschiffes im Mittelmeer und es wurde alles in Bewegung gesetzt, um sie zu retten. Richtig so! Aber das zeigt uns auch, warum so viele Sterben gelassen werden, die man retten könnte: Weil ein schwarzes Leben nicht zählt. Die Ursache ist schlicht Rassismus. Europas Grenzen töten.

Absichtlich, um abzuschrecken. Für das Leben jedes einzelnen Geflüchteten zu kämpfen, das ist unser BlackLivesMatter!"

Und mit Bezug auf die rassistischen Vorfälle in Chemnitz:

"Ängstlich schauen Alle nach Rechts, machen sich Gedanken über die Sorgen der Wutbürger und Hitlergrüßer in Chemnitz.

Die Parteien ... haben vor der AfD mehr Angst haben als vor uns.

Weil unsere Besorgnis und unsere Empörung nicht so viel zählt, wie die des rassistischen Mobs. Unsere Aufgabe ist, das zu ändern. Unser Ruf nach Menschlichkeit und Solidariät muss lauter werden als die Hetze.

Unbequemer und unüberhörbar. Damit fangen wir jetzt an. Hier in Hamburg."

Und weiter:

"Lasst uns der sichere Hafen sein, in dem das nächste Schiff mit Menschen in Not anlegt. Das nächste Boot nehmen wir! Auch gegen den Widerstand des Innenministeriums. Bürgermeister Peter Tschentscher kann weiter auf Tauchstation gehen, oder er kann das Richtige tun. Es ist seine Entscheidung. Wir sind die Seebrücke, die sich dem Grenzregime der Seehofers, Salvinis und Orbans verweigern kann. Wir kommen wieder und lassen nicht nach. Bis die Leute hier ankommen und eine menschenwürdige Unterkunft und Versorgung gefunden haben. Bis alle Hamburger*innen die gleichen Rechte bekommen. Und niemand mehr abgeschoben wird."







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