Tausende zu Großdemonstration der SEEBRÜCKE am 2.9.2018 erwartet


29.08.18
BewegungenBewegungen, Hamburg 

 

Hamburg soll Sicherer Hafen für Geflüchtete werden

Von SEEBRÜCKE Hamburg

Schluss mit dem Sterben im Mittelmeer! Stattdessen eine unbehinderte Seenotrettung und sichere Fluchtwege: Für diese Forderungen werden am kommenden Sonntag tausende Unterstützer*innen der SEEBRÜCKE in Hamburg demonstrieren.

Der Aufruf der SEEBRÜCKEN-Bewegung findet immer mehr Unterstützung. So wollen sich die Fußballfans des FC St. Pauli direkt nach dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln der Demonstration anschließen.

„Wir schweigen nicht, zeigen Solidarität und fordern: Stoppt das Sterben im Mittelmeer! Hamburg wird sicherer Hafen für Gerettete!“ heißt es im Aufruf des Fanclubsprecherrats.

Auch aus den christlichen Kirchen wollen viele an der Versammlung teilnehmen. Bischöfin Kirsten Fehrs von der evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland, die bei der Auftaktkundgebung sprechen wird, erklärt dazu:

„Menschen aus Seenot zu retten, ist ein Grundgebot der christlichen Seefahrt. Gerade in einer Hafenstadt wie Hamburg müssen wir immer wieder beherzt dafür eintreten.“

Hauptredner der Abschlusskundgebung auf dem Rathausmarkt wird Kapitän Claus-Peter Reisch sein. Er steht gegenwärtig in Malta vor Gericht. Zuvor hatte er mit seinem Schiff „Lifeline“ 234 Menschen aus Seenot gerettet. Er sagt:

„Es ist beschämend, dass die EU mehr dafür tut, Seenotrettung zu verhindern, als gegen das Sterben im Mittelmeer.“

Die Großdemonstration beginnt am Sonntag, 2. September um 14:30 Uhr an den Landungsbrücken. Von dort zieht sie zum Millerntorstadion, wo nach dem Ende des Heimspiels viele Fans des FC St. Pauli zur Demonstration hinzukommen wollen. Abschluss ist ab ca. 17:30 Uhr auf dem Rathausmarkt. Die Organisator*innen rechnen mit mehreren Tausend Teilnehmenden.

Mit-Organisator Christoph Kleine von der SEEBRÜCKE HAMBURG:

„Unser Appell richtet sich nicht nur an die EU und die Bundesregierung, die sich ihrer Verantwortung für das tausendfache Sterben im Mittelmeer stellen müssen. Auch Hamburg kann und muss etwas tun. Warum bietet die Stadt nicht an, Menschen, die aus Seenot gerettet wurden, aufzunehmen?“








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