Deutsche Wohnen verprellt MieterInnen mit Rodungsmaßnahmen


19.02.18
BewegungenBewegungen, Berlin 

 

Von „MieterInnen Südwest“

betroffen sind MieterInnen der ehemaligen Zehlendorfer Gagfahsiedlung (Argentinische Allee, Onkel-Tom-Straße und Umgebung)

Ohne Vorankündigung werden sehr zum Ärger der dortigen BewohnerInnen seit etwa einer Woche Büsche und Pflanzen aus den die Gebäude umgebenden Grünflächen herausgerissen.

Zwar hatte man im vergangenen Jahr angedeutet, dass demnächst Fassadenarbeiten anständen, jedoch ohne konkrete terminliche Mitteilungen. So gab es auch für diejenigen MieterInnen, die dort mit Anpflanzung von Buchsbaum, Rhododendronbüschen und anderen Pflanzen ihre Umgebung grüner und schöner gestaltet hatten, keine Chance, ihr Eigentum noch rechtzeitig zu sichern.

Nach anfänglichem Abwimmeln empörter AnruferInnen sah man sich dann auf Nachfrage doch bemüßigt, mitzuteilen, dass die unangekündigte Rodung in dieser Form ein Versehen sei, verursacht durch eine schnelle Beauftragung dieser Maßnahme und einen hohen Krankenstand in deren Büro.

Da die Deutsche Wohnungen allerdings schon im Vorjahr vage Ankündigungen über Arbeiten an Fassaden und Außenanlagen zum nächsten Jahr gemacht hatte, erscheint dieses Argument kaum glaubhaft, da derartige Planungen langfristiger laufen.

Hier ignoriert wieder einmal die Deutsche Wohnen nach Gutsherrenart, dass ihre MietzahlerInnen auch Menschen sind, die dort ihren Lebensmittelpunkt und wenigstens Anspruch auf rechtzeitige Information haben sollten. Möglicherweise hätte es dann auch zu einer rücksichtsvolleren, die Lebensqualität der BewohnerInnen und auch der Fauna mitbedachten Maßnahme kommen können.

Übrigens hat die Deutsche Wohnen bis heute keine Mitteilungen an die MieterInnen verschickt, welche konkreten Planungen dieser Maßnahme zugrunde liegen und womit die BewohnerInnen in diesem Jahr noch rechnen müssen. Das schürt natürlich wieder Existenzängste bei den nicht zu den „reichen Zehlendorfern“ gehörenden BewohnerInnen.

Und das eine derartige Besorgnis bei diesem großen Finanzinvestor nicht unbegründet ist, liegt an dessen Firmenstrategie und hat uns die Erfahrung bereits gelehrt.

Barbara v. Boroviczeny

Für die MieterInnen Südwest







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