Aufruf zum Weltfriedenstag, Dienstag, 1. September 2015

27.08.15
BewegungenBewegungen, Brandenburg, TopNews 

 

Von Friedenskoordination Potsdam

76 Jahre nach Beginn und 70 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges sind Krieg und Gewalt nach Europa zurückgekehrt. Von Afghanistan über den Mittleren und Nahen Osten bis hin zum Maghreb und der Ostukraine versinken immer mehr Länder in der von der neokolonialen globalisierten Welt entfesselten Barbarei.
Die gleichzeitig stattfindenden neuen Religionskriege und die damit verbundene Wiederkehr des Fundamentalismus unterschiedlichster religiöser Strömungen treffen auf einen zügellosen imperialen Kapitalismus und sind dabei, die Welt nach ihren egoistischen Macht-und Wirtschaftsinteressen neu aufzuteilen.
Geht es den einen um die Gewinnung eines so genannten „Gottesstaates“, so den anderen um die Kontrolle und Plünderung der natürlichen Ressourcen unserer Welt.
Die verheerenden Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki sind gerade 70 Jahre her, der Kalte Krieg galt seit 25 Jahren als überwunden und nun beginnt ein neues Wettrüsten, auch wieder mit atomaren Waffen.
Im Kampf gegen das vermeintlich „Böse“, welches für die kriegsführenden Parteien je nach Interessenlage unterschiedliche Gestalt hat, treffen sie sich in der Ablehnung von Recht, Moral sowie von den mühsam errungenen Bestimmungen des Völkerrechts und den universellen Menschenrechten. Antisemitismus, Antikommunismus, Islamophobie und ein agressiver
Neoliberalismus sind die ideologischen Werkzeuge im Kampf „Jeder gegen Jeden“.
Vom neuen Kalten Krieg in Europa kann der Weg bei der derzeitigen Lage sehr schnell zu einem „Heißen Krieg“ werden und wird dann ins Verderben der Menschheit führen, wenn wir nicht unsere Stimme erheben, um aus dem verheerenden Kreislauf von aggressiver Aktion, Reaktion und
Kriegstreiberei herauszukommen.

Wir Potsdamer/innen appelieren an unsere Politiker/innen, der Mäßigung und der Vernunft Einfluss zu verschaffen und den Weg der Gewalt und des Krieges zu verlassen.

Wir fordern deshalb heute zum Weltfriedenstag von unserer Regierung:

-die Beendigung der aktiven Unterstützung aller kriegsführenden Parteien

-die Beseitigung der wechselseitigen Drohpotenziale durch Manöver, neues Wettrüsten und des Aufbaus von Kriegskapazitäten in Europa und weltweit (z.B. Atomwaffen, Drohnen, Stealth-und Cyberwar-Technik)

-den sofortigen Stopp aller Rüstungsexporte in Konflikt-und Krisengebiete
-die sofortige Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr
-den sicheren und legalen Zugang für Flüchtlinge nach Europa und das Ende der Politik einer abgeschotteten „Festung Europa“
-die Suche nach einer friedlichen Lösung in der Auseinandersetzung mit der islamischen und arabischen Welt
-die Entwicklung einer gesamteuropäischen Sicherheitsarchitektur unter dem Dach der OSZE und der UNO

Krieg und Gewalt dürfen nicht mehr länger Mittel der Politik sein!

Kundgebung mit Musikprogramm
Dienstag, 1. September 2015, 18.00 Uhr,


Platz der Einheit, Potsdam


V.i.S.d.P.: Friedenskoordination Potsdam gegen Militarismus, Nationalismus, Rassismus und Krieg,
E-Mail: info@friedenskoordination-potsdam.de, Facebook: https://www.facebook.com/FriedenskoordinationPotsdam,
Web: www.friedenskoordination-potsdam.org .







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