Blockupy-Tribunal

08.09.13
BewegungenBewegungen, Soziales, Hessen, News 

 

von Charlotte Ullmann

Am Samstag, den 31.8.13 in Frankfurt, Haus Gallus

An die 100 Blockupy-Aktivisten, die meisten von ihnen Teilnehmer der im Polizeikessel erstickten Blockupy-Demo vom 1. Juni 2013, klagten an: Die Verhinderung der Demonstration, obwohl sie genehmigt gewesen sei, habe jedes Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit ausgehebelt.

Und außerdem sei es mehr als offensichtlich, dass die Polizei diese Einkesselung von langer Hand geplant habe, wohl, um Teilnehmer der M31-Demo von vor einem Jahr besser dingfest machen und erkennungsdienstlich behandeln zu können. Denn es erscheine, damals wie heute, als nicht zufällig, dass ausgerechnet der antikapitalistische Block, kaum dass der Demonstrationszug sich in Bewegung gesetzt hatte, vom restlichen Zug abgespalten wurde.

Aber dass man sich nicht habe spalten lassen, dass jeder über die ganzen neun Stunden der Einkesselung hinweg solidarisch am Ort des Geschehens ausgeharrt hatte, erfüllte den Raum mit großer Euphorie: Wir lassen uns nicht spalten, durch nichts und niemanden, auch nicht durch Staatsgewalt wie Pfefferspray oder Schlagstöcke: Gemeinsam sind wir stark.

Charlotte Ullmann am 3.9.13


VON: CHARLOTTE ULLMANN






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